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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 23.02.2012

Kleine Sprachgeschichte: Oberlausitzisch

"Zun Friehsticke änne Wurschtfettschnitte"

Von Matthias Biskupek

Das Rathaus von Zittau (AP)
Das Rathaus von Zittau (AP)

Hier wird gerädd, gebrilld, gequirrlt und gerollt: "Hier" ist in der Oberlausitz, in Ostsachsen. Oberlausitzisch zu sprechen, ist keine leichte Angelegenheit - denn die Zunge rollt und quirrlt, was das Zeug hält.

Das Oberlausitzische ist reich an slawischen Lehnwörtern - aus der langen Zeit des Zusammenlebens mit Sorben und Tschechen, erklärt der Humorist Hans Klecker, der sich mit dem Dialekt befasst hat. Das "nu" aus dem Tschechischen - verwirrend für manch Fremden - ist ein Ausdruck der Zustimmung.

Aber - so hat der Länderreport herausgefunden - Oberlausitzisch ist nicht gleich Oberlausitzisch. Mancherorts kommt man durch die "Hinderdiere", andernorts durch die "Hingerdür" oder die "Hingerdiere".

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