Klangkunst, vom 22.02.2019, 00:05 Uhr

Klangkunst: Hörstück über Goldminen in Kolumbien und SpanienCatábasis

Illegale Goldminen am Fluss Bebará, Chocó, Kolumbien (Regina de Miguel)
Illegale Goldminen am Fluss Bebará, Chocó, Kolumbien (Regina de Miguel)

Wem gehören Bodenschätze und ihre Erträge? Inwiefern prägen Lohnarbeit und Ausbeutung unsere Beziehungen zur Erde und unsere Beziehungen zueinander? Diese Fragen stellen die Künstlerinnen Lucrecia Dalt und Regina de Miguel anhand der Regionen Chocó in Kolumbien und Rio Tinto in Spanien. Hier ringen der Staat, die lokale Bevölkerung und internationale Konzerne um das Gold unter der Erde. Gebraucht wird es nicht zuletzt für die Computerindustrie. So trifft die Beschleunigung von Rechenvorgängen auf die Langsamkeit geologischer Abläufe. In "Catábasis" wird diese Mechanik hörbar.

Catábasis entstand im Rahmen der Reihe "Untraining the Ear" von SAVVY Contemporary, CTM Festival und Deutschlandfunk Kultur.

3D Animation für den Film "Catábasis" von Regina Miguel (Regina de Miguel)3D Animation für den Film "Catábasis" von Regina Miguel (Regina de Miguel)


Ursendung
Untraining the Ear
Catábasis
Von Lucrecia Dalt and Regina de Miguel
Mit: Georgette Dee, Gudrun Gut, Victor Herrero, Sina Martens, Annika Mauer
Textaufnahmen: Alexander Brennecke
Realisation: Lucrecia Dalt und Regina de Miguel
Produktion: SAVVY Contemporary / Deutschlandfunk Kultur / DISK-CTM 2019
Länge: 41'25


Dschungel in der Andagoya Region, Chocó, Kolumbien (Regina de Miguel)Dschungel in der Andagoya Region, Chocó, Kolumbien (Regina de Miguel)
Regina de Miguel, geboren 1977 in Málaga, Spanien, lebt und arbeitet in Berlin. Als Künstlerin schafft sie hybride Kunst- und Wissensobjekte mit kritischem und interdisziplinärem Ansatz.

Lucrecia Dalt, geboren 1980 in Pereira, Kolumbien, studierte Bauingenieurwesen. Heute lebt und arbeitet sie als Musikerin, Klangkünstlerin und Radiomacherin in Berlin. Sieben veröffentlichte Alben zwischen Avantgarde und zeitgenössischer elektronischer Musik.

CTM Festival 2019: 25. Januar – 3. Februar in Berlin


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