Klangkunst, vom 04.12.2020, 00:05 Uhr

Klangkomposition zum Phänomen der GleichzeitigkeitSimultaneous

Von Pamela Z
Die Klangkünstlerin Pamela Z steht hinter einem Mischpult (ruba)
Die Klangkünstlerin Pamela Z (ruba)

Das Hörstück "Simultaneous" entstand aus einer Faszination: Die Komponistin und Vokalperformerin Pamela Z konnte nicht aufhören, über das Phänomen "Simultanübersetzung" nachzudenken. Einerseits interessierte sie sich für die mentale Fähigkeit zur Gleichzeitigkeit: Das In-einer-Sprache-Sprechen, während man einer anderen zuhört. Andererseits war sie begeistert vom Klang sich überlagernder Stimmen.
Für "Simultaneous" sprach Pamela Z mit Menschen über verschiedene Formen von Synchronizität: Von jenen magisch-zufälligen Momenten, die entfernte Orte oder Zeiten miteinander verbinden, bis hin zur zweifelhaften Kulturtechnik des Multitasking.
Pamela Z steuert ihre Musik-Controller mit feinen Gesten. Wenn sie auf der Bühne steht, wirkt es, als würde sie tanzen. Mithilfe dieser Geräte schichtet sie Interviewsamples und verwebt sie mit ihrer eigenen Stimme zu einem Rausch der Gleichzeitigkeit.


Ursendung
Simultaneous
Von Pamela Z
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
Länge: 54'30


Pamela Z ist Performerin, Komponistin und Medienkünstlerin. Sie arbeitet mit Stimme, Sampling, durch Gesten gesteuerte Midi-Controller und Video. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter die United States Artists Fellowship (2020), den Rome Prize (2019), das Stipendium der Robert Rauschenberg Foundation (2017), den Herb Alpert Award (2016), den Doris Duke Artist Impact Award (2015) und das Guggenheim-Stipendium (2004).

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