Freistil, vom 31.07.2016, 20:05 Uhr

Klänge des GrauensMusik und Geräusch im Horrorfilm

Von Raphael Smarzoch

Musik und Geräuschen wird nachgesagt, die Seele des Horrorfilms zu sein. Durch sie erscheinen Leinwandängste noch furchteinflößender. Dissonanzen, Atonalität und klangliche Experimentierfreude sind die Markenzeichen des Horrorsounds, der sich nicht an konventionellen Hörerwartungen orientiert. Wie wirkt sich das auf die Kinobesucher aus?

Ein Ausschnitt aus dem Film "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" von F. W. Murnau aus dem Jahr 1922 ist Teil einer Ausstellung über Geister und Vampire.  (picture-alliance / dpa / Henning Kaiser)
Die Bilder sind gruselig, doch erst mit dem Ton entfalten Horrorfilme ihre volle Wirkung. (picture-alliance / dpa / Henning Kaiser)

Das Fremde und Unheimliche widersetzt sich gängigen Normen. Komponisten suchen es in elektronischen Sounds, vermeintlich unschuldigen Kinderliedern, geistlichen Chorälen, plötzlich und laut einsetzender Musik oder seltsamen Geräuschen, die ein Gefühl von Bedrohung und Terror auslösen können. Die Akustik des Grauens schockiert und traumatisiert, verstört und verunsichert. Sie hat dämonische Qualität und nimmt Besitz vom Zuschauer. Man kann sich ihr nicht entziehen.

Produktion: DLF 2013

Klänge des Grauens - Musik und Geräusch im Horrorfilm (PDF)

Klänge des Grauens - Musik und Geräusch im Horrorfilm (Textversion)

Abonnieren Sie unseren Newsletter!