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Chormusik | Beitrag vom 14.03.2019

Kirchenmusik aus PortugalKlänge aus dem Goldenen Zeitalter

Redaktion: Ruth Jarre

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Blick über das Lissaboner Viertel Mouraria auf den Tejo (imago stock&people)
Lissabon: der Reichtum der alten Zeit ist heute noch in der Architektur und in der Musik spürbar. (imago stock&people)

Mitte des 16. Jahrhunderts brach in Portugal das "Idade de Ouro", das "goldene Zeitalter" an. Die Schiffsmacht brachte Güter, Menschen und Kulturen aus der ganzen Welt ins Land. Dieser Glanz übertrug sich auch in die Kirchenmusik von Manuel Cardoso.

Als der Habsburger Philipp II von Spanien 1580 die portugiesische Krone erbte, erfuhr das Land eine Blüte. Die reiche Schiffs- und Handelsmacht konnte im europäischen Wettstreit um Künste und Musik Schritt halten.

Der noch relativ neue Notendruck vereinfachte den Transfer von Musik, von dem auch Manuel Cardoso, der größte Polyphonist der portugiesischen Renaissance, profitierte.

Seine Kirchenmusiken, zumeist für Stimmen a cappella komponiert, gelten mit als das dramatisch Kunstvollste, das in dieser Zeit in den Gotteshäusern zu hören war. Das portugiesische Alte-Musik-Ensemble Cupertinos hat ausgewählte Werke auf einer neuen CD von hyperion veröffentlicht. 

Manuel Cardoso
Lamentations für Gründonnerstag
Missa pro defunctis a 4 (Auszüge)
Motette "Quid hic statis?"

Ensemble Cupertinos
Leitung: Luís Toscano

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