Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Montag, 22.07.2019
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Kulturnachrichten

Donnerstag, 5. Juni 2014

Kirche verlangt deutsche Friedenstruppe in der Größe der Bundeswehr

"Wir leisten uns die Bundeswehr. Wir müssten uns angesichts der Konflikte in der Welt auch ein Heer von zivilen Akteuren leisten."

Das hat der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche Deutschland, Renke Brahms, gefordert. Das "zivile Herr" an Friedensakteuren sollte ebenfalls so groß sein wie die Bundeswehr und somit 200.000 Mann stark sein. Brahms kritisierte außerdem die mediale Berichtertattung über Krisenherde. Journalisten seien zu stark auf Militär und Gewalt konzentriert. Über die Fortschritte ziviler Projekte werde hingegen kaum berichtet.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an Jaron Lanier

Sein jüngstes Buch "Wem gehört die Zukunft?" ist ein Appell, wachsam gegenüber Unfreiheit, Missbrauch und Überwachung zu sein.

So sehen es die Stifter des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels und haben sich deswegen für Jaron Lanier entschieden. Der Autor und US-Informatiker gilt als Internet-Pionier und Vater des Begriffs "virtuelle Realität". Der 54-Jährige bekommt den mit 25.000 Euro dotierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels im Oktober bei der Frankfurter Buchmesse.

Meistersänger-Kirche in Nürnberg abgebrannt

Das Feuer war so heiß, dass zwei von drei Glocken geschmolzen sind.

In Nürnberg hat letzte Nacht die historische Sankt Martha-Kirche gebrannt. Nach Auskunft des Pfarrers stehen nur noch die Grundmauern aus dem 14. Jahrhundert. Die Sankt Martha-Kirche ist unter anderem wegen der Nürnberger Meistersinger bekannt, die dort im 16. Jahrhundert ihre Bühne hatten. Weil sie aktuell renoviert wird, sind der Altar, das Gestühl und auch die gotischen Glasfenster im Moment ausgelagert.

USA: NFL ändert Tradition des "Super Bowl" 2016

2016 wird der "Super Bowl" zum 50. Mal ausgetragen.

Es ist das wichtigste Sportereignis der USA und wird weltweit übertragen. Doch jetzt hat die NFL anscheinend Panik, dass das Jubiläum als "Loser Bowl" in die Geschichte eingehen könnte. Denn der Tradition nach müssten die Spieler die Zahl 50 als römische Ziffer auf dem Trikot tragen. Das wäre ein großes "L". In den USA hat ein großes "L" aber noch eine ganz andere Bedeutung: "loser", also Verlierer. Um Peinlichkeiten vorzubeugen, hat die NFL jetzt entschieden, 2016 eine Ausnahme zu machen - und die 50 in arabischen Ziffern zu schreiben. 2017 dürfen es dann wieder römische Ziffern sein - denn die 51 wird als unverfänglicheres "LI" dargestellt.

DJV kritisiert Bundesregierung wegen NSA-Affäre

Für die Bundesregierung ist der Informantenschutz anscheinend eine Nebensache.

So sieht es Michael Konken, der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands. Anders kann er die Tatsache nicht verstehen, dass Generalbundesanwalt Harald Range Ermittlungen wegen des Lauschangriffs auf Angela Merkels Handy einleitet und gleichzeitig die massenhafte Ausspähung von Bürgern und Journalisten durch den US-Geheimdienst NSA keine juristischen Konsequenzen nach sich zieht. Konkens Ansicht nach untergräbt die Überwachung von Journalisten zudem das Vertrauen der Bürger in den Quellenschutz.

Bilder der D-Day-Feiern in Frankreich doch kostenlos

200.000 Euro - so viel sollten internationale Nachrichtenagenturen, Online-Portale und Kabelprogramme für Bilder von den D-Day-Feierlichkeiten in Frankreich bezahlen.

Die Zeremonie zur Erinnerung an die Landung der Alliierten in der Normandie vor 70 Jahren findet morgen statt, und die Regierung hatte die Rechte daran den Sendern "France Télévisions" und "TF1" übertragen. Sie wollten die Bilder von den Feierlichkeiten weiterverkaufen. Doch Präsident Hollande sprach ein Machtwort. Sein Büro ließ ausrichten, die D-Day-Feiern seien ein so außergewöhnliches Ereignis, dass die Aufnahmen davon kostenfrei zur Verfügung gestellt werden sollten. So werden die Feierlichkeiten morgen wohl überall zu sehen sein.

Umstrittener Comic: "Aftenposten" unter Rassismusvorwurf

Vier Afrikaner sitzen faul in der Gegend herum und amüsieren sich darüber, dass ihre Frauen die Hausarbeit machen.

Dieser Comic wurde in der norwegischen Zeitung "Aftenposten" gedruckt. Was die Redaktion als Satire verstand, sorgte für viel Empörung. Johan Karlsson Schaffer, Leiter des Instituts für Menschenrechte an der Universität Oslo, sagte, solche Bilder bauten auf der erniedrigenden Vorstellung auf, Afrikaner seien faul und unproduktiv. Auch in sozialen Medien wurde "Aftenposten" für den Comic kritisiert. Das Blatt hat sich inzwischen entschuldigt.

Kulturredakteurin Veslemøy Østrem erklärte, Satire sei eine heikle Angelegenheit. Der Zeichner Vebjørn Verlo räumte ein, die Zeichnungen bewegten sich an einer Grenze, doch sei er kein Rassist. Der Comic kann hier eingesehen werden.

Gewinner des Silbernen Bären kehrt nach Bosnien zurück

Nazif Mujic gibt auf.

Der Roma, der letztes Jahr bei der Berlinale den Silbernen Bären als Bester Schauspieler bekommen hat, ist mit seiner Familie nach Bosnien zurückgekehrt. Mujic lebte seit November mit seiner Familie in Berlin, obwohl sein Asylantrag abgelehnt worden war. Auf die Entscheidung des Berliner Abgeordentenhauses über seine Petition auf Bleiberecht wollte er offenbar nicht mehr warten. Wie die Berlinale mitteilte, haben das lange Warten und die Ungewissheit die Familie zermürbt.

FDP verkauft Bronzebüste von Theodor Heuss

Die goldenen Zeiten sind für die FDP schon länger vorbei.

Jetzt muss sogar die Büste des ehemaligen Parteivorsitzenden und Bundespräsidenten Theodor Heuss dran glauben: Die Fraktion hat die 2008 vom Künstler Gregor Dittmer angefertigte Bronzebüste von Heuss im Internet zur Auktion freigegeben - übrigens einschließlich des Sockels. Guido Westerwelle hatte sie damals als Parteivorsitzender für 7000 Euro anfertigen lassen. Die Auktion läuft bis Ende nächster Woche. Ein Mindestgebot gibt es nicht.

Straßburger Musikfestival wegen Pleite abgesagt

Eigentlich sollte das Straßburger Musikfestival in diesem Jahr zum 82. Mal stattfinden.

Doch daraus wird nichts. Wie ein Sprecher der Gesellschaft der Musikfreunde Straßburgs erklärte, hat der Veranstalter Konkurs angemeldet. Das Festival musste abgesagt werden - vier Tage vor seiner Eröffnung. Der Grund: Es gab einfach nicht genug Reservierungen. Wie die Zeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" berichtet, fehlten 400.000 Euro im Budget. Das 1932 gegründete Straßburger Musikfestival war das älteste Frankreichs.

Ungarischer Chefredakteur offenbar auf Regierungsdruck entlassen

Angeblich steckt die ungarische Regierung hinter der Absetzung des Chefredakteurs des größten Nachrichtenportals des Landes "origo.hu".

Eine ungarische Webseite berichtet unter Berufung auf einen Informanten aus Regierungskreisen, dass Janos Lazar, Staatssekretär im Ministerpräsidentenamt und wichtiger Vertrauter von Ministerpräsident Viktor Orban, dafür gesorgt hat, dass Gergö Saling gehen muss. Demnach hat Lazar Druck auf die Betreiberfirma von "origo.hu", Magyar Telekom, ausgeübt und dabei die Verlängerung der Mobiltelefon-Konzessionen als Druckmittel benutzt. Gergö Saling war am Dienstag als Chefredakteur von "origo.hu" abgesetzt worden. Das Portal ist in Ungarn wegen seiner kritischen Berichterstattung beliebt.

Fußball-WM: Chinesen können im Internet gefälschte Krankschreibungen kaufen

Noch eine Woche, dann startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien.

Für viele Fans ist die Zeitverschiebung allerdings ein Problem - auch in China, denn dort finden die Spiele meistens mitten in der Nacht statt. Einige Online-Shops verkaufen deshalb jetzt gefälschte Krankschreibungen: So müssen Arbeitnehmer nicht übernächtigt zum Job, sondern können nach dem Fußball-Gucken ausschlafen. Eine Krankschreibung kostet umgerechnet zwischen einem und 35 Euro. - Bei der EM 2012 war ein Chinese an einem Herzinfarkt gestorben, nachdem er elf Nächte am Stück Spiele gesehen und nicht geschlafen hatte.

Türkei: Mädchenschulen sollen von Frauen geleitet werden

In der Türkei sollen reine Mädchenschulen in Zukunft auch nur von Frauen geleitet werden.

Wie die Zeitung "Hürriyet" berichtet, hat das die Regierung in Ankara beschlossen. Demnach hat dieser Beschluss angeblich keinen religiösen Hintergrund. Vielmehr gehe es um mehr Gleichberechtigung. Auch in gemischten Schulen solle die Zahl der Frauen in Führungspositionen erhöht werden - zumindest sollen männliche Schulleiter weibliche Stellvertreter bekommen. Bisher sind Schulleiterinnen in der Türkei die Ausnahme: 90 Prozent der insgesamt rund 25.000 Direktorenposten sind mit Männern besetzt - und das, obwohl insgesamt deutlich mehr Frauen im Bildungswesen arbeiten.

Chaos Computer Club: NSA-Skandal beschränkt sich nicht auf Merkels Handy

Der eigentliche NSA-Skandal beschränkt sich nicht darauf, dass Angela Merkels Handy abgehört wurde.

Skandalös ist die massenhafte Überwachung von Bürgern. So hat der Chaos Computer Club auf die Entscheidung von Generalbundesanwalt Harald Range reagiert, zunächst nur im Fall von Merkel zu ermitteln. Der Experte für IT-Sicherheit des Computer Clubs, Linus Neumann, kritisierte im Deutschlandradio Kultur zudem Ranges Pläne, ein eigenes Ermittlungsreferat für Cyber-Spionage einzurichten. Der Experte sagte, es gebe bereits eine "Allianz für Cyber-Sicherheit" beim Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik. Nennenswerte Fortschritte habe er von dort aber nie gehört, betonte Neumann.

Steinmeier: Urteil gegen Christin im Sudan aufheben

Das Todesurteil ist unmenschlich und muss aufgehoben werden.

So wandte sich Bundesaußenminister Steinmeier an die sudanesische Regierung und forderte sie auf, sich für die Freilassung der inhaftierten Christin einzusetzen. Anlass zu Steinmeiers Äußerungen war ein Treffen mit dem sudanesischen Außenminister Karti in Berlin. Dieser betonte, das Urteil gegen die junge Frau sei nicht im Sinne seiner Regierung. Die Religionsfreiheit sei in der Verfassung des Landes verankert. Dennoch habe man großen Respekt vor der Justiz. - Die christliche Sudanesin war wegen Abfalls vom islamischen Glauben zum Tode verurteilt worden.

Steinmeier sagte Nigeria Unterstützung gegen Boko Haram zu

"Wir verurteilen den Terror der Boko Haram mit aller Schärfe."

Mit diesen Worten hat Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier der Regierung in Nigeria seine Unterstützung zugesagt. Deutschland werde unter anderem seine Zusammenarbeit im Polizeisektor ausbauen. Zudem wolle die Bundesregierung speziell die Dörfer unterstützen, aus denen die Schülerinnen stammten, die im April von der Terrorgruppe entführt worden waren. - Die Boko Haram kämpft seit zehn Jahren für einen islamischen Gottesstaat im Norden Nigerias.

Autorin Akyün: Integration ist etwas Menschliches

Die Integrationsdebatte in Deutschland sollte viel menschlicher geführt werden.

Dafür plädiert die deutsch-türkische Autorin Hatice Akyün. Migration, Einwanderungsbiografie oder Integration: Das alles seien Begriffe, die man beiseite schieben müsse. Sie seien viel zu bürokratisch. Akyün betonte, als Mensch könne sie damit gar nichts anfangen. Für sie ist die Diskussion um Integration auch eher eine Scheindebatte in der Politik. Das Zusammenleben von Deutschen und Türken auf der Straße sei schon viel weiter als viele Politiker dächten. Zwischen den Menschen gebe es einen selbstverständlichen Umgang, findet die Autorin.

Hatice Akyün gelang mit ihrem autobiografischen Roman "Einmal Hans mit scharfer Soße" ihr Durchbruch in Deutschland. Das Buch kommt demnächst als Film in die Kinos.

Entwicklungsminister Müller: "Faire Regeln und Sozialstandards im Welthandel"

Bundesentwicklungsminister Müller hat erneut faire Regeln und Sozialstandards im Welthandel gefordert.

Die eigene Verantwortung ende nicht an den Grenzen Europas, sagte der CSU-Politiker beim Jahresempfang des Deutschen Caritasverbandes in Berlin. So würden Produkte in Bangladesch auf billigste Weise hergestellt. Jedem müsse klar sein, dass scheinbare Schnäppchen einen Preis hätten. Caritas-Präsident Neher warnte ebenfalls vor einem gedankenlosen Konsum. So lande deutscher Elektroschrott auf den Müllhalden Afrikas, wo er von Kindern eingesammelt werde. Jeder müsse sich bei seinen alltäglichen Entscheidungen kritische Fragen stellen, forderte Neher.

Rowling twittert: Bücher gibt es nicht nur bei Amazon

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Buch zu bestellen.

Dazu habe der Online-Versandhändler Amazon freundlicherweise selbst angeregt. Diesen ironischen Kommentar twitterte die britische Autorin Joanne K. Rowling und schaltete sich damit in einen Streit zwischen ihrem US-Verlag Hachette und Amazon ein. Der Versandhändler hatte es abgelehnt, Vorbestellungen von Büchern zu akzeptieren, die bei der Hachette Book Group veröffentlicht werden. Darunter ist auch Rowlings jüngstes Werk "The Silkworm", das sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith herausbrachte. - Der Online-Versandhändler beharrt auf der Entscheidung, bis eine Einigung mit dem Verlag erzielt sei. Bis dahin könnten sich die Kunden ja auch an die Konkurrenz wenden, teilte Amazon mit.

Ausstellung zum Ersten Weltkrieg aus der Sicht von psychisch Kranken

Wie haben psychisch kranke Menschen den Ersten Weltkrieg gesehen?

Eine Ausstellung in Dresden will darauf Antworten finden. Dort werden im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Zeichnungen und Skulpturen ausgestellt - sie stammen alle von Insassen aus psychiatrischen Anstalten. Die Werke sind Teil einer umfangreichen Heidelberger Sammlung. Dessen Leiter, Thomas Röske, sagte, die Menschen hätten versucht, ihr Leiden und ihre Isolation mit der Kunst zu kompensieren. Gleichzeitig seien aber auch äußerst unterschiedliche Werke entstanden - es gebe kriegsverherrlichende, aber auch pazifistische Arbeiten.

"Grüffelo" als bestes Kinderprogramm der vergangenen 50 Jahre geehrt

Als Buch ist "Der Grüffelo" längst ein Bestseller. Jetzt macht er auch als Film Karriere.

Beim Fernsehwettbewerb "Prix Jeunesse" in München wurde "Der Grüffelo" als bestes Kinderprogramm der vergangenen 50 Jahre ausgezeichnet. Die Co-Produktion von ZDF und BBC erhielt den Sonderpreis in der Kategorie fiktionales Programm. Geehrt wurde auch die "Sesamstraße" - als Programm mit dem größten Einfluss auf die Entwicklung des Kinderfernsehens. Das Format feierte 1969 in den USA Premiere und wurde seither von rund 140 Ländern übernommen.

Eimear McBride gewinnt britischen Literaturpreis für Frauuen

Jahrelang interessierten sich Buchverlage nicht für ihr Manuskript.

Nun wurde die irische Schriftstellerin Eimear McBride mit dem renommierten britischen Literaturpreis für Frauen ausgezeichnet. Ihr Debutroman "A Girl is A Half-Formed Thing" - "Ein Mädchen ist eine halbfertige Sache" - beschreibt das Verhältnis einer jungen Frau zu ihrem Bruder, der als Kind einen Gehirntumor hatte. Die Jury würdigte das Werk vor allem deshalb, weil das Buch zum Denken und zum Diskutieren anrege. Der mit umgerechnet 37.000 Euro dotierte Preis wurde gestern Abend in London verliehen.

Thielemann: Strauss irritierte die Hörgewohnheiten

Richard Strauss hat die Hörer mit seinen frühen Opern sehr gefordert.

Der Komponist habe mit den Werken "Salome" und "Elektra" an der Spitze einer Avantgarde gestanden, sagte der Dirigent Christian Thielemann der Nachrichtenagentur dpa. Damit habe Strauss die Hörgewohnheiten der Theaterbesucher auf eine harte Probe gestellt. Mit seinen ersten Opern habe er zwar in gewisser Weise in der Nachfolge von Richard Wagner gestanden - sich aber schon früh von ihm unterschieden. Auch die späten Opern seien auf ihre Weise radikal gewesen und würden der Welt bis heute einen Spiegel vorhalten, sagte Thielemann. Hinter der schönen Musik täten sich oftmals wahre Abgründe auf.

Die Staatskapelle Dresden feiert am 11. Juni den 150. Geburtstag von Richard Strauss.

Goethes Haus am Frauenplan in Weimar wird saniert

50 Jahre lang hat Goethe im berühmten Haus am Frauenplan in Weimar gelebt.

Jetzt wird das gesamte Areal gründlich saniert. Der Stiftungsrat der "Klassik Stiftung Weimar" beschloss, dass von 2016 bis 2020 mehr als zehn Millionen Euro investiert werden. Sie fließen in Goethes Wohnhaus, in den Steinpavillon und in die benachbarten Vulpius-Häuser. Insgesamt bringt die Stiftung in den kommenden Jahren mehr als 30 Millionen Euro auf, um ihre Häuser und Museen zu modernisieren.

"Rock am Ring" startet zum letzten Mal

Der "Rock am Ring" wird heute zum letzten Mal eröffnet - dafür dauert das Festival einen Tag länger.

In diesem Jahr werde über vier Tage lang gerockt, teilte die Nachrichtenagentur dpa mit. Zu den Topkünstlern zählen Bands wie Offspring, Metallica und Iron Maiden. Erwartet werden bis zu 80.000 Besucher. Im kommenden Jahr wollen die Betreiber des Nürburgrings mit einem neuen Festival an den Start gehen, der "Grünen Hölle". Dem jetzigen Veranstalter des "Rock am Ring", Marek Lieberberg, wurde gekündigt. Die Betreiber der Eifelrennbahn hatten von ihm eine höhere Beteiligung am Gewinn gefordert.

Bukarest: Rumänischem Literaturmuseum droht der Rausschmiss

Das Wasser ist schon abgestellt, Mitte Juni soll der Strom folgen.

Und das könnte nur der Anfang vom Ende sein. Weil das rumänische Literaturmuseum in Bukarest seit drei Jahren keine Miete gezahlt hat, droht der Hauseigentümer mit dem Rausschmiss. Bedroht wären damit auch über 60.000 Bücher, darunter wertvolle Manuskripte des rumänischen Theaterdramatikers Ion Luca Caragiale und des Nationaldichters Mihai Eminescu. Das Museum hatte die Bukarester Stadtverwaltung als Trägerin aufgefordert, die Miete zu zahlen oder eine alternative Unterkunft zu stellen. Auch Demonstranten setzten sich dafür ein, die Evakuierung des Hauses unbedingt zu verhindern.

Das Museum ist seit Ende der 1970er Jahre in den Räumen untergebracht.

Slowakei verankerte traditionelle Ehe in der Verfassung

"Die Ehe ist eine einzigartige Verbindung zwischen Mann und Frau" - so ist es nun auch in der Verfassung der Slowakei festgeschrieben.

Das Parlament in der Hauptstadt Bratislava hat die Ehe unter einen besonderen Schutz gestellt. Menschenrechtsorganisationen protestierten gegen die Entscheidung. Amnesty International teilte mit, während andere Länder die Rechte von Homosexuellen und anderer sexuellen Minderheiten verbesserten, schreibe die Slowakei deren Diskriminierung in der Verfassung fest.

Fußball für Gehörlose: Schüler entwickeln Gebärden

Aus Bastian Schweinsteiger wird das kletternde Schwein - allerdings nur in der Gebärdensprache.

Schüler der Sonderschule Haslachbach bei Ravensburg haben kurz vor der Fußballweltmeisterschaft rund 250 Gebärden für Gehörlose entwickelt. Wie die Aktion Mensch mitteilte, erarbeiteten die Jungen und Mädchen das Fußball-Repertoire zusammen mit einer professionellen Dolmetscherin. Neben Namen berühmter Spieler sei es auch um taktische Spielzüge gegangen, zum Beispiel um die Kurzpass-Strategie "Tiki Taka".

Alle Gebärden wurden in einem Buch zusammengefasst, das bei der Aktion Mensch bestellt werden kann.

US-Medien berichten über Merkel als Telefon-Joker

Wusste Angela Merkel die richtige Antwort oder hätte sie passen müssen?

Das fragen sich mittlerweile auch US-Medien nach der Quizsendung "Wer wird Millionär?" am vergangenen Montag. Der Politiker Wolfgang Bosbach hatte versucht, Merkel anzurufen - allerdings vergeblich. "Nun ja, sie ist eine vielbeschäftigte Frau", witztelt die "New York Daily News", weil nur der AB der Bundeskanzlerin ansprang. Bei der 500.000 Euro-Frage ging es eigentlich um ein Thema, das Merkel hätte vertraut sein können - nämlich um die DDR-Waschmaschine "WM66". Die wurde im Osten nicht nur zum Waschen, sondern auch zum Einkochen von Obst benutzt. Der Sender ABC hätte dazu gern gewusst, ob Merkel die Maschine auch selbst zum Einwecken genutzt habe oder nicht.

Kulturnachrichten hören

Juni 2014
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 1 2 3 4 5 6

Fazit

"Comeback" in der Kunsthalle TübingenDas Neue im Alten
Eine Marmorstatue mit Sonnenbrille und Handy, Bild von Léo Caillard: Hipster in Stone XII, 2017 (Léo Caillard)

Aneignen, Zitieren, Kopieren, Verfremden – der kreative Rückgriff auf kunsthistorische Vorbilder hat Konjunktur. Die Tübinger Kunsthalle greift die Retrowelle auf und versammelt rund hundert Werke zu einem aufschlussreichen "Comeback". Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur