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Feiertag - Kirchensendung / Archiv | Beitrag vom 28.11.2010

Kirche positHIV

Menschen mit HIV und Aids in der Kirche

Von Jutta Schreur

Auch in der Kirche in Thema: HIV und Aids. (AP)
Auch in der Kirche in Thema: HIV und Aids. (AP)

Die Kirche hat Aids. Aber lange hat sie das verdrängt. Menschen mit HIV und Aids fühlten sich in ihren Gemeinden nicht heimisch. Das ist nicht richtig, fand Pfarrerin Dorothea Strauß und gründete vor 16 Jahren die ökumenische Initiative Kirche positHIV.

<p>Die Kirche hat Aids. Aber lange hat sie das verdrängt. Menschen mit HIV und Aids fühlten sich in ihren Gemeinden nicht heimisch. Das ist nicht richtig, fand Pfarrerin Dorothea Strauß. Mit evangelischen und katholischen Freundinnen und Freunden gründete sie vor 16 Jahren die ökumenische Initiative Kirche positHIV. Mit HIV und Aids hoffnungsvoll und froh leben und die Kraft dazu aus dem Glauben schöpfen, dazu will Kirche PositHIV beitragen. <br /><br />Gottesdienstbesucher<br />&quot; Ich war seit fünfzig Jahren nicht mehr in der Kirche, mit fünfzehn das letzte Mal, und dann entdeckte ich diese Gemeinde hier, diese ökumenische Gemeinde, und da fühlte ich mich als Schwuler nicht ausgeschlossen, sondern gut aufgehoben. Darum komm ich hierher. &quot;<br /><br />So erzählt ein Gottesdienstbesucher beim geselligen Beisammensein nach dem monatlichen Abendgottesdienst von Kirche positHIV in der Berliner Evangelischen Kirchengemeinde Am Lietzensee. Das Wort positHIV wird mit HIV am Ende geschrieben. Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 ist die ökumenische Initiative für Menschen mit HIV und Aids hier mit ihrer Arbeit zu Hause. "Posithiv welcome!" steht seitdem an der Kirchentür. Hier feiert Kirche positHIV Gottesdienste, hier treffen sich die Ehrenamtlichen des sogenannten Basisteams und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bibelkreises, und oben unter dem Dach hat Pfarrerin Dorothea Strauß ihr kleines Büro. Die gebürtige Schwäbin und Aidsbeauftragte der Berliner Evangelischen Kirche ist sozusagen die Gründungsmutter von Kirche positHIV in den 90er Jahren. Sie erlebte, wie schwer sich Kirche mit dem Thema Homosexualität im Allgemeinen und mit dem Thema Aids im Besonderen tat. Konservative bis fundamentalistische Gruppen beriefen sich bei der Ablehnung von Homosexualität auf einschlägige Bibelstellen, die sie wörtlich auslegten. Erkrankte ein Homosexueller dann an Aids, sahen diese Gruppen darin gar eine Strafe Gottes für falschen Lebenswandel. Ein Vorwurf, der auch Menschen traf, die sich durch Drogenkonsum oder bei heterosexuellen Kontakten angesteckt hatten. Auch liberale und progressive Christinnen und Christen wussten nicht recht, wie sie sich HIV-Positiven oder Aidskranken gegenüber verhalten sollten, waren ängstlich und unsicher. Viele Schwule und Lesben und vor allem HIV-Infizierte und Aidskranke machten negative Erfahrungen mit der Kirche. Sie fühlten sich ausgegrenzt. Dorothea Strauß erinnert sich an die Gründungsjahre: <br /><br />Dorothea Strauß <br />&quot;Zu Kirche positHIV kam's, weil mein Mann und ich, wir haben damals selber viele Freunde an Aids verloren, da waren Menschen darunter, die sich auch in der Kirche beheimatet gefühlt haben, ein Pfarrer zum Beispiel oder ein Kirchenmusiker, den wir hier aus Berlin kannten. Und wir haben damals auch mitgekriegt, dass die Kirchen, die konnten überhaupt nicht umgehen mit diesem Thema. Und Freunde von uns haben sich auch versteckt und nicht sich getraut, sich öffentlich zu äußern in der Gemeinde.&quot; <br /><br />Ein solches Versteckspiel ist unwürdig, fand Dorothea Strauß, und die Hilflosigkeit ihrer Kirche empfand sie als beschämend. Sie beschloss, etwas dagegen zu unternehmen. Gemeinsam mit ihrem Mann Klaus und Franziskanerpater Norbert Plogmann entwickelte sie ein Konzept für die kirchliche Aidsarbeit. Es begann damit, in den Kirchen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Aids nicht nur ein Problem von anderen ist, sondern auch in der Kirche selbst Menschen davon betroffen sind. Auf allen Ebenen, unter Gemeindemitgliedern wie in der Pfarrerschaft oder bei Ordensleuten. Es müsste also selbstverständlich sein, meinten Dorothea Strauß und ihre Mitstreiter, dass die Kirche diesen Menschen zur Seite steht, denn auch sie sind Teil der Gemeinde und Kirche. So, wie es der Apostel Paulus in der Bibel mit einem Bild deutlich macht. Er vergleicht die christliche Gemeinde mit einem Körper. Im 1. Korintherbrief schreibt er:<br /><br />&quot; Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. ... Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer. ... Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. Ihr aber seid der Leib Christi, und jeder von euch ein Glied. (1. Korinther 12,12-14,20 und 26-27, Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers, rev. Auflage 1984, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart) &quot; <br /><br /><Durch einen Geist zu einem Leib getauft – wir seien Männer oder Frauen, Schwule oder Lesben oder Heteros, HIV-Negative oder Positive, Gesunde oder Kranke, so könnte das Bild des Korintherbriefes auf die Situation von Menschen mit HIV und Aids übertragen lauten.> Auch Menschen mit HIV und Aids sind Glieder an diesem Leib Christi und haben ihren Platz in der Kirche, das war von Beginn an die Überzeugung von Kirche positHIV. Sichtbar wurde das in einem Aidsgedenkbuch, das die Initiative auf einem kleinen Gedenkaltar in der Kirche Am Lietzensee auslegte. In dieses Gedenkbuch können die Namen von Menschen eingetragen werden, die an den Folgen von Aids verstorben sind. Inzwischen stehen über 6000 Namen aus der ganzen Welt darin. Im Gottesdienst zum Weltaidstag werden die im Laufe des Jahres neu hinzugekommenen Namen verlesen. Aber Kirche positHIV sollte nicht nur ein Ort des Gedenkens für die Toten sein, sondern den mit Aids und HIV Lebenden in der Kirche Stimme und Heimat geben. <br /><br />Dorothea Strauß gewann in Hanna-Renate Laurien eine engagierte Schirmherrin für ihr Projekt. "Eine Kirche, die sich mit dem Thema Aids auseinandersetzt, die sich einsetzt für Betroffene, ihre Angehörigen, Freundinnen und Freunde, ist meine Kirche."* Mit diesen Worten hatte sich die Katholikin Hanna-Renate Laurien für Kirche positHIV stark gemacht. Bis zu ihrem Tod im Frühjahr 2010 war die frühere Berliner Schulsenatorin Schirmherrin von kirche positHIV und predigte auch regelmäßig in den monatlichen Gottesdiensten. Ihre, die katholische Kirche, ermöglichte durch eine Anschubfinanzierung des Franziskanerordens eine Teilzeitstelle für die evangelische Pastorin Dorothea Strauß und damit die Weiterentwicklung von Kirche positHIV zu einer besonderen Profilgemeinde und einem Stück täglich gelebter Ökumene. Derzeit ist Franziskanerpater Clemens Wagner der katholische Partner von Dorothea Strauß bei Kirche positHIV. Katholisch ist auch der neue Schirmherr, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse. Was sind seine Beweggründe, diese Aufgabe zu übernehmen? <br /><br />Wolfgang Thierse<br /><br />&quot;Das Anliegen von Kirche positHIV ist ja, Menschen mit HIV und Aids auch eine Heimat zu geben, eine Heimat innerhalb der Kirche und mancherlei Unsicherheiten der Christenmenschen im Verhältnis zu Menschen mit HIV und Aids zu überwinden. Das ist immer noch eine Aufgabe. Nicht, weil die Vorurteile noch so manifest wären, aber die Unsicherheit ist immer noch da.&quot;<br /><br />Wichtig ist Wolfgang Thierse dabei, dass Kirche positHIV nicht eine Ausnahme bleibt, sondern auf die ganze Kirche ausstrahlt. <br /><br />Wolfgang Thierse <br /><br />&quot;Nun ist Kirche positHIV eine Personal- oder Profilgemeinde, die sich diesen Menschen in besonderer Weise widmet. Aber sie sollen doch nicht von der übrigen Kirche isoliert wirken, sondern das soll in die ganz normalen, ich hätt’ beinah gesagt, stinknormalen Gemeinden hineinwirken.&quot;<br /><br />In den ersten Jahren, als die Behandlung von HIV und Aids noch in den Anfängen steckte, starben viele, die an Aids erkrankt waren. Für Dorothea Strauß hieß das, immer wieder Abschied zu nehmen von den Menschen, die sie mit ihrem Team begleitet hatte. Inzwischen gibt es wirksame Medikamente. Sie verlängern die Lebenserwartung der mit dem HI-Virus infizierten Menschen deutlich. In Deutschland sind rund 67.000 infiziert. So hat sich heute der Arbeitsschwerpunkt verlagert, von der Sterbe- zur Lebensbegleitung. <br /><br />Aus den kleinen Anfängen mit monatlichen Abendandachten am Aidsgedenkaltar in der Kirche Am Lietzensee sind inzwischen gut besuchte ökumenische Abendgottesdienste geworden, die nicht nur Menschen mit HIV und Aids anziehen. Beim geselligen Beisammensein nach dem Gottesdienst erzählen ein Besucher und eine Besucherin, warum sie gern und regelmäßig hierher kommen: <br /><br />Gottesdienstbesucher <br />&quot;Ich komme zu den Gottesdiensten von Kirche positHIV, weil mir die Liturgie sehr gut gefällt, sie ist sehr tief, sehr ernsthaft, das genieße ich. Außerdem gefällt es mir, dass es ein ökumenischer Gottesdienst ist, das ist mir auch sehr wichtig.&quot;<br /><br />Gottesdienstbesucherin <br />&quot;Mir ist wichtig, dass es ne ökumenische Aidsinitiative ist, dass man hier nicht gefragt wird nach dem Taufschein, ob man evangelisch, katholisch, freikirchlich, was auch immer ist, ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass ich hier Menschen treffe, die ich sonst in den normalen Gottesdiensten vermisse. Ich vermisse in den Gottesdiensten meiner katholischen Gemeinde, dass da schwule und lesbische Paare kommen... mir gefällt außerdem, dass hier jeder eigentlich so kommen kann, wie er ist, man muss nicht unbedingt HIV-positiv sein, muss keine Freunde oder Bekannten haben, die positiv sind , man wird nicht gleich gefragt, ja, warum und so, welchen Stempel hast du denn auf der Stirn, sondern darf einfach sein, wie man ist. Und ein anderer wichtiger Aspekt ist die schöne Musik, das sind einfach tolle Musiker, und ja, es herrscht ne besondere, eine eigene Atmosphäre hier im Gottesdienst.&quot;<br /><br />Die Mischung macht’s, aus ihr entsteht die besondere Atmosphäre, die den Teilnehmenden so gefällt. Die bunt gemischte Gottesdienstgemeinde ist ein sichtbarer Ausdruck der bunten Gnade Gottes, wie die Bibel sie nennt** in allen Farben des Regenbogens von pastellfarben bis knallig und schrill. Der Regenbogen ist Symbol dieser Vielfalt und Hoffnungszeichen zugleich. Auch die Musik ist vielfältig, von klassischer Kirchenmusik über Gospel bis Hildegard Knef reicht das Repertoire. Die Kantorei der gastgebenden Gemeinde Am Lietzensee wirkt ebenso mit wie rein schwule oder lesbische Chöre und Instrumentalisten. <br /><br />Alle Musizierenden, wie die Classical Lesbians, die wir gerade gehört haben, verzichten auf Honorar, das ist ihr Spendenbeitrag. Bis heute nämlich finanziert sich Kirche positHIV ausschließlich durch Spenden und Kollekten. Ohne die rund dreißig Ehrenamtlichen wäre die vielfältige Arbeit nicht denkbar. <br /><br />Den Kern der Ehrenamtlichen bildet das so genannte Basisteam, es besteht zurzeit aus siebzehn Männern und Frauen. Mit zweien von ihnen, beide heißen Michael, habe ich gesprochen. Der erste, schon seit mehr als zehn Jahren dabei, erzählt: <br /><br />&quot;Ich heiße Michael Reißmann, bin 54 Jahre alt und seit 1999 ehrenamtlicher Mitarbeiter bei Kirche positHIV. Kennengelernt habe ich Kirche positHIV 1994 beim Gottesdienst zum Weltaidstag. In meiner eigenen damals noch evangelischen Gemeinde hatte ich keinen Gesprächspartner gefunden, da wollte man sich über das Thema auch nicht unterhalten, und dann habe ich erst mal gedacht, Kirche war’s dann für mich. Aber dann habe ich Kirche positHIV kennengelernt über einen Flyer bei der Berliner Aidshilfe und bin dann mal hingegangen und hab mich in die letzte Reihe gesetzt und mir das mal angehört, was da so gesagt wurde, und das war genau das, was ich an Fragen hatte, die mir sozusagen schon im ersten Gottesdienst beantwortet wurden ... Ich merkte, dass ich da unter Vielen bin, die das gleiche Problem haben.&quot; <br /><br />Für Michael Reißmann war es ein Aha-Erlebnis, sich mit seiner Lebenssituation und seiner Krankheit endlich in der Kirche wiederzufinden und angenommen zu fühlen. Hatte er in seiner alten Gemeinde wie auch in der Familie manche Probleme wegen seines Schwulseins und der HiV-Infektion, so fühlte er sich in der Gemeinschaft von Kirche positHIV gleich wohl. Aufgrund seiner Erkrankung Frührentner, fand er in der ehrenamtlichen Arbeit eine neue, vielseitige Aufgabe. Sie reicht vom Bibel- und Liturgiekreis für die Gottesdienstvorbereitung über Öffentlichkeitsarbeit bei Kirchentagen oder Straßenfesten bis zur Aufklärung an Schulen oder in Gemeinden. Das Basisteam der Ehrenamtlichen hilft nicht nur anderen, sondern ist dabei selbst zu einer besonderen Gemeinschaft zusammengewachsen, so empfindet es Michael Reißmann:<br /><br />Michael Reißmann<br />&quot;Ich glaub, wir sind so ‘ne kleine Familie geworden. Wir frozzeln manchmal so rum, wir könnten eigentlich auch alle zusammen in ein Haus ziehen und alles gemeinsam machen, so ist es fast. Weil es fast keine Woche im Monat gibt, wo wir uns nicht mehrmals treffen, irgendwas zu tun haben. .... Und man kann Probleme miteinander besprechen. ... Man hilft sich schon gegenseitig, manchmal nur mit Worten, manchmal auch mit Taten.&quot;<br /><br />Diese Wahlfamilie ist kein geschlossener Kreis, sondern offen für neue Mitglieder. Michael zwei, kurz Micha*** genannt, gehört erst seit zwei Jahren zum Basisteam; er ist damals durch seine Lebenspartnerin auf Kirche positHIV aufmerksam geworden und beschreibt seine Erfahrungen ganz ähnlich wie Michael Reißmann. <br /><br />Micha <br />&quot;Man versteht sich oft ohne Worte, viele haben das gleiche Schicksal oder ein ähnliches. Da ist einfach eine Ehrlichkeit, die ich sonst vermisse oder vermisst habe. Da ist jeder ohne Vorurteile, jeder nimmt den andern so wie er is. Das hat mir sehr imponiert, dass ich da auch so angenommen worden bin, wie ich bin.<br />Kirche positHIV ist für mich der Weg in eine Kirche, eine Gemeinde, die ich lange vermisst habe. Die Gemeinschaft gibt mir Halt.&quot;<br /><br />Micha, heute vierzig Jahre alt, hatte schwere Zeiten hinter sich, als er zur Gemeinde kam. Er hatte sich als Drogenabhängiger mit dem HI-Virus infiziert. In einer Langzeittherapie wurde er clean. Heute erzählt er in Schulklassen und Konfirmandengruppen von seinen Erfahrungen. Dazu gehören auch seine Erfahrungen mit Glauben und Kirche. <br /><br />Micha<br />&quot;Ich bin evangelisch, bin auch eingesegnet worden, aber dann ist mein Leben ziemlich inne falsche Richtung gelaufen, da hatte ich mit Kirche dann nicht mehr viel zu tun gehabt. Und als ich dann in der Drogentherapie war, wollt ich die Flinte ins Korn werfen, und hab dann da das Beten wieder gelernt und hab für mich das Gefühl gehabt, dass es was gebracht hat und dass da noch mehr ist und dass ich da wohl mehr als einen Schutzengel an meiner Seite hatte und versuche jetzt auf diesem Wege etwas davon zurückzugeben, weil ich denke, dass es nicht selbstverständlich ist, dass ich das alles so überlebt habe.&quot;<br /><br />Michael Reißmann und Micha haben bei Kirche PositHIV auch für ihren Glauben eine Heimat gefunden. Die Gespräche im Bibelkreis, die ökumenischen Vespergebete im katholischen Karmelitinnenkloster Maria Regina Martyrum und die spirituellen Reisen nach Assisi oder zur Evangelischen Kommunität Casteller Ring in Franken sind ihnen geistliche Stärkung. Das Schönste aber ist, dass sie sich wieder als gleichberechtigte Glieder am Leib Christi fühlen, von Gott und der Gemeinde bei Kirche positHIV angenommen wie sie sind. <br />Männer und Frauen, Schwule, Lesben, Transsexuelle und Heteros, Menschen mit und ohne HIV und Aids, Alte und Junge fühlen sich dieser Gemeinde zugehörig. Gemeinsam werden sie heute Abend den Gottesdienst zum Weltaidstag feiern und beim Verlesen der neu hinzugekommenen Namen im Aidsgedenkbuch Kerzen anzünden. Verbunden und getragen von der bunten Gnade Gottes, die in dieser Profilgemeinde sichtbar wird. Die Predigt in diesem Gottesdienst am 1. Advent wird der neue Schirmherr Wolfgang Thierse halten. Den Kern der Adventsbotschaft beschreibt er so: <br /><br />Wolfgang Thierse: &quot;Gott wird Mensch, und er wird es bei denen, die nicht erfolgreich und reich und clever sind, sondern bei denen, die ganz normal sind, die erbärmlich sind und der Zuwendung und Liebe bedürfen und die ihrerseits Liebe und Zuwendung auch ermöglichen. Und das ist eigentlich das Spektakuläre, und das trifft alle und das ist eigentlich eine, die bedingungslose Annahme jedes Menschen, die wir da zu Weihnachten feiern.&quot;<br /><br /><strong>Literaturangaben:</strong><br />* Zitiert nach: Evangelische Trinitatis-Gemeinde, Nachrichten aus Gemeinde und Kiez, Ausgabe April 2010, Nachruf auf Dr. Hanna-Renate Laurien von Dorothea Strauß, S. 18, 3,5 Zeilen <br />** 1. Petrus 4,10 <br />*** Nachname der Redaktion bekannt. <br />Musik: <br />Arcangelo Corelli, Concerto grosso in G minor op 6 no.8, 1. Satz, auf CD: Gloria Vivaldi Corelli A. Scarlatti, The English Concert &Choir Trevor Pinnock Deutsche Grammophon GmbH Hamburg 1993 Amancio D’Silva Integration, auf CD: Jazz for Meditation, Universal 2007<br /><br />Classical Lesbians Cantate Domino (Komponist Hans Leo Hassler), Kyrie (Josef Gabriel Rheinberger), You’ve got a friend (Carole King), auf CD: My sweetest Lesbia, Aufnahme: Eric Lieberwirth am 15. und 16. 11. 2003 und 6.3. 2004 in der Kirche Am Lietzensee, Berlin<br /><br />Junge Trompeter: Urban Deutschmann, Pare Jordi Bou , So de Poblet: Diabelli, Bach, Handel, Mozart etc. Macht hoch die Tür Amazon mp 3 downloads Nr.6 oder<br />Karg-Elert, Dernières oeuvres pour orgues, Volume 5, Elke Völker Chorale-Improvisations op 65 Avent-Noel, Macht hoch die Tür<br /><br /><strong>Zum Thema:</strong><br /><papaya:link href="http://www.kirche-posithiv.de" text="Homepage von Kirche positHIV" title="Homepage von Kirche positHIV" target="_blank" /><br /><br /><em>Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Pfarrerin Petra Schulze, Senderbeauftragte für Deutschlandradio und Deutsche Welle für den Medienbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland.</em></p>

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