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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 22.02.2015

Kinder-SendungPost von Kakadu

Kakadu - Das Programm für Kinder (Deutschlandradio)
Kakadu - Das Programm für Kinder (Deutschlandradio)

Meine lieben Fans, als ich die Tage so durch den Stadtpark gesegelt bin, da ist mir aufgefallen, dass ja wirklich schon etwas der Frühling losgeht. Dabei ist es rein vom meteorologischen Kalender betrachtet ja noch Winter. Erst mit dem 1. März, also erst in genau einer Woche beginnt der Frühling.

Dennoch grünt es draußen schon heftig. Die Schneeglöckchen, die Krokusse und das sonstige kleine Blümchenzeug schlüpfen aus dem Boden. Die ersten Singvögel sind auch schon wieder da.

 Auf einer Wiese in Neuzelle (Brandenburg) blühen am 12.02.2015 Schneeglöckchen. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)Schneeglöckchen sind Vorboten des Frühlings. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Die Menschen hier in der Redaktion freuen sich darüber. Jeden Tag tönt es: "Die Amseln singt morgens wieder." – "Wie schön. Und die Nachtigall!" – „Das Rotkehlchen!" – "Und erst die Kohlmeisen. Und wie laut die singen!" – "Nein was für ein schönes Singen schon früh morgens, noch bevor es hell wird." Und so weiter und so weiter. Nur soll ich Euch was verraten? Die freuen sich, weil sie einfach keine Ahnung haben. Weil, die verstehen nicht, was und warum die Vögel da frühmorgens herumschreien. Das ist alles nämlich keineswegs noch normal. Soll ich mal übersetzten, was so eine Berliner Kohlmeise frühmorgens um kurz nach vier Uhr so von sich gibt?

 Kohlmeise (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)Kakadu übersetzt einmal, was so eine Kohlmeise frühmorgens von sich gibt. (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

O-Ton (das bedeutet Originalton) aus der Birke vor unserem Baumhaus:  "Hallo? Hört mich wer? Seid Ihr da, Haaalllloooo! Ich bin wieder da? Seid Ihr auch schon da? Es ist doch schon hell! Hallo, wo seid Ihr! Ich bin da! Hallo! Hallo! Ich bin hier!" Und das geht stundenlang. Offenbar hat diese beknackte Kohlmeise nach sieben Jahren Berlin immer noch nicht gerafft, dass das Licht einer Straßenlaterne keine Morgendämmerung ist.

Aber noch schlimmer wird es dann, wenn später alle im Baum wach sind. Das ist so wie auf dem Schulhof in der ersten großen Pause. Wenn es ringsumher laut ist, dann muss man da auch brüllen, um einander etwas zu sagen. Und weil alle brüllen, versteht man einander dennoch nicht. So ist es auch in der Stadt unter den Vögeln. Der Verkehr, die Müllabfuhr, die Flugzeuge, all dieser städtische Lärm sorgen für ein bescheuertes Gezwitscher: "Ich verstehe dich nicht!" – "Was hast du gesagt?" – "Rede lauter! Ich verstehe dich nicht!" – "Was hast du gesagt, es ist so laut, dass ich dich nicht verstehe. "Was? Es ist so laut." Und so weiter und so weiter. Ja, die Stadt verändert durchaus das Leben von uns Tieren. Und wenn ich es auf den Punkt bringen müsste, dann würde ich sagen: Viel Lärm um nichts!

Aber wie sagt man doch so schön? Was dem einen sein Uhl, ist dem anderen sein Nachtigall. Will sagen: Was in Euren Ohren schöner Vogelgesang ist, ist in meinen Ohren nur nervendes Geplapper.

Kommen wir zum gänzlich unplapperigen Kakadu-Programm der neuen Woche:
Am Montag (23.2.) ist am Infotag noch mal richtig Winter. Denn auch wenn es dieses Jahr nicht so wirklich viel davon gab, wollte ich doch mal wissen, wie er eigentlich entsteht, dieser  Schnee. Und wieso es den eigentlich nur im Winter gibt. Also wenn es ihn gibt ...

Anschließend fahren wir mit der Seilbahn ganz hoch hinauf auf die Zugspitze und besuchen Andreas Oberauer. Denn er ist der Mann, der dort oben Deutschlands höchste Postfiliale betreibt.

 Ein Postbote auf der Zugspitze. (picture alliance / dpa  / Frank Leonhardt)Sogar auf der Zugspitze, dem höchsten Berg von Deutschland, gibt es einen Briefkasten. (picture alliance / dpa / Frank Leonhardt)

Knapp 3000 Meter geht's hoch, auf die Zugspitze, Deutschlands höchsten Berg. Fast täglich stapft Andreas durch den Schnee, und könnte  Skifahrern zuschauen und - wenn's die Sicht zulässt - sogar auf vier Länder hinunterblicken: Dafür hat Andreas aber kaum Zeit, denn er betreibt hier oben Deutschlands höchste Postfiliale. Er leert den höchsten Briefkasten auf gut 2950 Meter, verteilt Post und sammelt Pakete ein und - für eine Stunde am Tag - steht er in der Postfiliale und verkauft Ansichtskarten und Briefmarken. Manche Leute fahren sogar extra hoch auf die Zugspitze und lassen ihren Brief dort abstempeln. Denn die Zugspitze hat ihre eigene Postleitzahl und deshalb ihren eigenen Briefstempel.

Am Dienstag (24.2.) am Medientag stellen wir Euch das interaktive Lernspiel "Professor S" vor, Anna Wollner hat eine Kinokritik zu "Asterix im Land der Götter", der Hörspiel-Tipp präsentiert "Nur 1 Tag" von Martin Baltscheit und die Lesecrew stellt interessante Bilderbücher vor.

 Vorbereitung Buchmesse Leipzig (picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)Am Dienstag stellt die Lese-Crew interessante Bilderbücher vor. (picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)

Am Mittwoch (25.2.) am Musiktag erfahrt Ihr in der Reihe "Klassik für Einsteiger" alles über die Nocturnes von Chopin und anschließend präsentiere ich Euch Jiddische Kinder-Lieder. Es sind Lieder über Jahreszeiten, Geschwisterkinder, zum Geburtstag, über Tränen und Glück, über jüdische Feiertage

 Am Mittwoch präsentieren wir Euch Jiddische Kinder-Lieder.  (picture alliance / dpa / Martin Schutt)Am Mittwoch präsentieren wir Euch Jiddische Kinder-Lieder. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)

In Halle haben Kinder eine ganze CD dieser alten Lieber aufgenommen.

Am Donnerstag (26.2.) am Quasseltag ist Christina Valentiner-Branth im Studio. Unsere Spielexpertin gibt diesmal Auskunft zum Thema Quizspiele. Aber wie immer seid auch Ihr gefragt. Einfach anrufen, natürlich kostenfrei, und mitquasseln: 0800 2254 2254.

Am Freitag (27.2.) am Entdeckertag beschäftigt mich dann noch einmal in dieser Woche die Post. Aber diesmal in groß sozusagen: "Millionen Briefe Tag für Tag - Die internationale Post auf dem Frankfurter Flughafen" - Ein Kakadu-Kinder-Feature von Susanne Rochholz.

Der Frankfurter Flughafen ist ein Tor zur Welt - und das nicht nur für Menschen, sondern auch für viele Dinge. Tag für Tag gelangen zum Beispiel Millionen Briefe, Pakete und Päckchen über den Rhein-Main-Flughafen nach Deutschland oder reisen von hier aus in andere Länder. Egal ob Urlaubskarte, Weihnachtspäckchen oder Geschäftsbrief - sobald die Sendungen eine Grenze überqueren, führt kein Weg am größten deutschen Flughafen vorbei.

 Internationales Postzentrum (IPZ) am Flughafen Frankfurt am Main. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)Hier seht Ihr das Internationales Postzentrum (IPZ) am Flughafen Frankfurt am Main. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)

Im Internationalen Postzentrum, kurz IPZ, und dem benachbarten Airmail Center (ACF) kümmern sich knapp 2.000 Mitarbeiter darum, dass die Sendungen ihre Empfänger sicher und möglichst schnell erreichen. Die Beschäftigten haben auch in Zeiten von E-Mail, SMS und Facebook alle Hände voll zu tun: Denn jeden Tag werden im IPZ mehr als 3 Millionen Briefe und 20.000 Pakete sowie Päckchen umgeschlagen.

Der Sonntag (1.3.) beginnt früh um 7:30 Uhr mit Gedichten. Wenn Dichter beginnen mit den Worten zu spielen, mit ihnen zu jonglieren und sie zu verdrehen, dann kann ein Gedicht entstehen. Und wenn die Dichter sich derart mit Märchen beschäftigen, entstehen Märchengedichte. Oder vielleicht doch eher märchenhafte Gedichte? Willkommmen in der Welt von Hänsel und Knödel. Märchengedichte für Kinder von Manfred Mai, Michael Ende, Heinz Erhardt, und Josef Guggenmos. Zusammengestellt von Karin Hahn.

Und nach den Nachrichten um 08.05 Uhr im Kinderhörspiel präsentiere ich Euch: "Glücksbrief" von Maraike Wittbrodt.
Seit sie vor vier Jahren zur Schule kamen, sind Leonie und Ina beste Freundinnen. Aber jetzt steht Leonie vor Inas Tür und traut sich nicht, hineinzugehen.

 Im Kinderhörspiel geht es um zwei Freundinnen - eine liegt im Kinderkrankenhaus.  (picture alliance / dpa  / Armin Weigel)Im Kinderhörspiel geht es um zwei Freundinnen - eine liegt im Kinderkrankenhaus. (picture alliance / dpa / Armin Weigel)

Hinter der Tür liegt Ina im Krankenbett. Sie hatte gestern einen Fahrradunfall. Leonie war nicht nur dabei, sondern auch schuld daran. Aber das hat Ina nicht gesehen, und Leonie traut sich nicht, ihr das zu sagen. Da kommt auch noch die Krankenschwester und redet von einer schweren Operation am Arm und sie solle der Freundin die Daumen drücken, nur mit viel Glück werde sie wieder ganz gesund. Da rast Leonie los, denn ihr Opa hat einen Glücksbrief. Nur der kann jetzt noch helfen!

Eichhörnchen auf einer Wiese mit Krokussen. (imago)Irgendwie freuen sich jetzt alle auf den Frühling! (imago)

Und schon ist die letzte Winterwoche vorbei. Nun ist Frühling angesagt. Und auch wenn es noch einmal kalt werden sollte, ich habe ab jetzt Frühlingsgefühle. Weg mit den alten Federn, ich starte die Mauser, der Sommer kann kommen!

Hinaus in die Wärme, in die Freiheit, ins Sonnenlicht!

Einen habe ich aber noch:
Die Bäume fahren im Winter aus der Haut
(Wilhelm Busch)

In diesem Sinne

Euer Kakadu

 

 

 

 

 

 

 

 

Studio 9

Nach Anschlag in HalleAntisemitismus als Dauerzustand
Ein durchgestrichener Davidstern und ein Hakenkreuz wurden an eine Gedenkstätte am Berliner Nordbahnhof geschmiert. (Picture Alliance / dpa / Daniel Reinhardt)

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