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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 09.11.2014

Kinder-SendungPost von Kakadu

Kakadu - Das Programm für Kinder (Deutschlandradio)
Kakadu - Das Programm für Kinder (Deutschlandradio)

Meine lieben Fans, Tiger, Athena und ich haben in der letzten Woche eine Nachtwanderung gemacht. Das wollten wir schon lange tun, so nach dem Motto: Wir sind jung und wild und brauchen das Abenteuer. Mein zweiter Vorname ist Gefahr. Irgendwie kam leider immer was dazwischen. Doch seitdem es ja nun bereits früh dunkel wird, ließ sich das endlich organisieren.

Wir haben an Kekse, Nüsse und Wasserflaschen gedacht, an warme Jacken und Schal doch leider, leider ... was ein wichtiges Utensil betraf, da hatten wir ein leichtes Kommunikationsproblem. Doch dazu später.

Wir sind mit der S-Bahn in den Forst, sind im goldenen Dämmerlicht losgewandert und sind, schließlich sollte es ja ein Abenteuer werden, so richtig hänsel- und gretelmäßig immer weiter hinein in den Wald.
 Bevor es dunkler und dunkler geworden ist haben wir einen wunderschönen Abendhimmel sehen können.  (picture alliance / Hinrich Bäsemann) (picture alliance / Hinrich Bäsemann)

Dann wurde es dunkel - und es wurde noch dunkler - und es wurde noch viel, viel dunkler.
Ehrlich, da es dicht bewölkt war, war es so dunkel im Wald, dass ich nicht mal Tiger neben mir sehen konnte. Ich dachte ja immer, die Augen gewöhnen sich an die Dunkelheit und dann sieht man wieder. Also das behaupten zumindest sämtliche nachaktiven Tiere, die ich kenne.
 Wildkatze (picture alliance / Hinrich Bäsemann)Keiner hat die Taschenlampen eingepackt - und nun sitzen wir im Dunkeln. (picture alliance / Hinrich Bäsemann)

Aber ich musste feststellen, dem ist nicht so. In totaler Finsternis sieht man schwarz. Mitten in dieser Schwärze hörte ich dann Athena sagen: "So Tiger, ich denke – Abenteuer und wilde Tiere hin oder her – genau jetzt wäre der passende Moment die Taschenlampe einzuschalten." Und Tiger antwortete aus der Dunkelheit: "Wieso fragst du mich das, ich dachte, Kakadu würde die Taschenlampe mitnehmen. Ich war für die belegten Brote zuständig." Worauf ich sagte: "Wieso ich, ich dachtet Ihr würdet die Taschenlampen einpacken. Ich schleppe ja schon das Studentenfutter."

Lange Rede kurzer Sinn: Wir saßen im Dunklen fest. Dann fragte Tiger: "Athena, dein Handy hat doch die ..." "Also hör mal", unterbrach sie ihn. "Auf eine Abenteuerwanderung nimmt doch kein Wildtier ein Handy mit." Womit sie zwar irgendwie Recht hatte, ich es aber dennoch, auch wenn es ganz und gar unabenteuerlich gewesen wäre, schön gefunden hätte.Tja, da standen wir drei wilden Tiere im dunklen Wald und wussten nicht mehr weiter. Um die peinliche Situation zu überbrücken, haben wir erst einmal ein kleines Picknick gemacht. Obwohl selbst das schwierig war. Denn sogar eine kleine Bitte wie: "Gibst du mir ein Käsebrötchen!", ist in totaler Dunkelheit nicht leicht umzusetzen. Nun werdet Ihr Euch vermutlich langsam fragen, wie wir aus dieser misslichen Situation wieder herausgefunden haben. Gar nicht.

Also schon, aber nicht selbst. Irgendwann knackte und krachte es im Gebüsch, oder wo auch immer, es war ja dunkel, dann schnaufte und röchelte es und dann – einige Tiere, deren Namen ich jetzt keinesfalls nennen werde, hatten derweil schon ... sagen wir mal ihr Terrain markiert – knurrte eine dunkle Stimme: "Und was macht ihr drei Witzfiguren hier in meinem Wald?"

Naja, es war das Wildschwein Rollo, das uns gefunden hatte. Und gegen das Versprechen, ihn demnächst mal zum Quasseltag einzuladen, hat er uns aus seinem Wald herausgeführt. Ist echt ein netter, also denke ich mal, ich habe ihn ja nicht wirklich gesehen. Aber Tiger hat gesagt, Wildschweine seien so gut wie vegetarisch. Wenn, dann würden die nur kleine Tiere essen.

Und ich bin ja kein kleines Tier ... Hmm, kleiner als Tiger natürlich schon. Athena ist auch größer.

Ach was soll´s, es war ein Abenteuer und ich bin nicht gefressen worden. Und später einmal, da werden wir zusammensitzen und einer wird anfangen zu erzählen: "Wisst Ihr noch damals, als wir die Nachtwanderung gemacht haben und in den Schneesturm gerieten, von den Wölfen verfolgt wurden, auf der Horde wildester Wildschweine durch den Waldbrand galoppiert sind ..."

Doch kommen wir zunächst zum Programm der neuen Woche:

Am Montag (10.11.) am Infotag erfahrt ihr die neusten Forschungsergebnisse über Ötzi, die Kinderkonventionen der Vereinten Nationen werden 25 Jahre alt und ein Kalenderblatt gratuliert dem Kinderbuchautor Michael Ende, der dieser Tage 85 Jahre alt geworden wäre.
 Eine Nachbildung der Ötzi-Mumie steht am 08.11.2013 in Herxheim (Rheinland-Pfalz) im Museum. Vor 5300 Jahren wurde Gletschermann «Ötzi» ermordet. (picture alliance / dpa  / Uwe Anspach)Am Infotag erfahrt Ihr die neuesten Forschungsergebnisse über Ötzi. (picture alliance / dpa / Uwe Anspach)

Am Dienstag (11.11.) am Medientag erfahrt Ihr alles über das Gewinnerkinderhörbuch das den deutschen Kinderhörbuchpreis gewonnen hat, und im Buchtipp erfahrt ihr, warum sich das Buch „Schwarze Häuser" von Sabine Ludwig zu lesen lohnt.

Am Mittwoch (12.11.) am Musiktag ist mal wieder Stefan Malzew mit seinen Musikminuten zu hören.

Frauenhaende druecken die Tasten eines Bechstein-Fluegels beim Klavierspie (picture alliance / Stephan Goerlich)Um richtig gut Klavier spielen zu können muss man üben, üben, üben. (picture alliance / Stephan Goerlich)

Anschließend heißt es: Gestropht- Wie werden Worte zu Musik? "Es war ein blaues Meer, das war so furchtbar leer" - "Ein Pudel aß gern Nudel, mit ganz viel Apfelstrudel" --- "Mein Bruder, der baut, mein Bruder, der klaut -- sich Sachen von mir, mal drei und mal vier"....  Diese Quatschgedichte haben sich Jonas, Hazal und Fabienne ausgedacht. Aber sie haben nicht nur selbst gedichtet, sondern auch noch eigene Melodien dazu geschrieben. Die drei sind Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Rolandstraße in Düsseldorf und dort wird als Freizeitangebot der Workshop "gestropht - Wie werden Worte zu Musik?" angeboten. Jungen und Mädchen von der ersten bis zur vierten Klasse können dort lernen, ihre eigenen Lieder zu schreiben.  Die Sängerin Annette Müller und der Komponist Michael Reuter stehen den jungen "Künstlern" dabei zur Seite.

Am Donnerstag (13.11.) am Quasseltag wollen wir über das Thema Kunst mit Euch quasseln. Der Anlass dazu ist eine Ausstellung mit dem komischen Titel "Pop up Cranach". Wir besuchen die Berliner Gemäldegalerie und gucken uns die Bilder aus allernächster Nähe an.

Am Freitag (14.11.) am Entdeckertag geht es um Fehler und warum Fehler machen so wichtig ist. Mein großes Entdeckertagkinderfeature: Irrtum! Falsch! - Fluch und Segen von Fehlern.
Fehler und Irrtümer sind menschlich, peinlich und haben Folgen. Zu viele Fehler im Aufsatz/Diktat und man bekommt eine schlechte Note. Andererseits heißt es: Aus Fehlern wird man klug. Manch fehlerhaftes Objekt (z.B. Fehldruck bei Briefmarken) wurde zur begehrten, kostbaren Rarität.
 Drei Millionen Euro wert ist der aus dem Jahr 1847 stammende "Bordeaux-Brief" mit einer Blauen und einer Roten Mauritius-Briefmarke. (picture alliance / dpa / Fabian Matzerath)Der "Bordeaux-Brief" mit Blauer und Roter Mauritius war eigentlich ein Fehldruck und ist heute etwa drei Millionen Euro wert. (picture alliance / dpa / Fabian Matzerath)

Und manche Fehler haben zu neuen Entdeckungen geführt (z.B. Amerika, Penicillin, ‚Post-it oder die falschen Töne in der Musik, die falschen Farben in der Malerei), andere Fehler oder Irrtümer haben katastrophale Folgen, wenn (Mensch oder Maschine) sie z.B. einen Flugzeugabsturz verursachen.

Am Sonntag (16.11.) im Kakadu für Frühaufsteher um 7:30 könnt Ihr die Geschichte "Katzenjammer" von Jenny Reinhardt hören.
Kater Kokoschka möchte in Klaras Familie aufgenommen werden, jeden Tag einen gut gefüllten Fressnapf und kleine Streichelhände auf dem Fell, davon träumt er jede Nacht. Und in einer Vollmondnacht kann Kater Kokoschka reden, das nutzt er und verhandelt mit Klara, sie kann für einen Tag klettern wie eine Katze, und dafür gehört er ab morgen zur Familie. Und Klara überrascht im Sportunterricht alle, so schnell kann keiner schauen, wie sie am Seil hochklettert. Ihr Schulfreund Julius ist noch nicht in der Mitte, da rutscht sie schon wieder hinunter. Und das kann Julius ihr nicht verzeihen, das kann nicht mit rechten Dingen zugehen, und er wird es herausbekommen, droht er Klara.

Und später, nach den Nachrichten um 08:05 Uhr im Kinderhörspiel, habe ich das große Vergnügen, Euch "Die Schatzinsel" zu präsentieren. Ein Musikhörspiel von  Jörgpeter von Clarenau nach dem gleichnamigen Roman von Robert Louis Stevenson.
 Dreharbeiten zu "Die Schatzinsel" in Thailand (picture alliance / dpa /  Fotoreport Udo Weitz)Im Kinderhörspiel hat Kakadu das große Vergnügen, Euch "Die Schatzinsel" zu präsentieren (picture alliance / dpa / Fotoreport Udo Weitz)

Achtung: Windstärke 12!  Der 17jährige Jim Hawkins traut seinen Augen nicht:  In einer alten Seemannskiste findet er ein geheimnisvolles Päckchen mit der Karte einer abgelegenen Insel. Jim zeigt die Karte dem Nachbarn Dr. Livesay, der sie sorgfältig studiert und Einzeichnungen erkennt. "Unverkennbar eine Schatzkarte", stellt Dr. Livesay fest. Bald darauf beginnt für Jim das Abenteuer seines Lebens. Er darf als Schiffsjunge bei der von Dr. Livesay organisierten Expedition mitreisen.  Auf hoher See wird Jim Ohrenzeuge einer Unterhaltung und erstarrt: Mehrere Männer der Besatzung, angeführt vom grausamen Schiffskoch John Silver, planen eine Meuterei. Silver will sich den Schatz unter den Nagel reißen und prahlt vor seinen Kumpanen damit, Livesay und seine Vertrauten den Haien zum Fraß vorzuwerfen. Hätte Jim nicht gelauscht - sie wären alle verloren. Doch nun läuft die Sache für den üblen John Silver nicht mehr so glatt wie erwartet. Livesay und seine Leute schmieden einen klugen Plan. Und dann kommt der Tag, den Jim wochenlang herbeigesehnt hat: Er steht genau an der Stelle, wo das Kreuz auf der Karte eingezeichnet ist. Knarrend öffnet sich der rostige Deckel der Schatztruhe ...

Ja, so eine Schatzkarte würde ich auch gerne finden. Und dann mit Tiger und Athena hinaus aufs Meer und auf Schatzsuche gehen ... Wir drei wären bestimmt echt coole Piraten. Warum eigentlich nicht? Ich werde das denen gleich mal vorschlagen. Ein neues Abenteuer! Freibeuter Kakadu. Südsee, wir kommen!

Einen habe ich aber noch - passenderweise von Old Silver himself:
Dies auf uns selber, und haltet euch steif!
'nen Haufen Geld, und was Gutes im Bauch!

In diesem Sinne

Land ahoi

Euer Kakadu

 

 

Studio 9

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