Seit 20:03 Uhr Konzert

Freitag, 15.11.2019
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Aktuell / Archiv | Beitrag vom 28.09.2014

Kinder-SendungPost von Kakadu

Kakadu - Das Programm für Kinder (Deutschlandradio)
Kakadu - Das Programm für Kinder (Deutschlandradio)

Liebe Fans, anlässlich des kommenden Feiertags in der neuen Woche, am Freitag den 3.Oktober, ist ja der Tag der deutschen Einheit, haben sich ich, Athena und Tiger darüber mal so unsere Gedanken gemacht.

Denn Deutschland ist ja nicht immer gleich Deutschland. Also natürlich schon, Deutschland ist immer Deutschland, sonst wäre es ja nicht Deutschland ... Also ich meine ... Bayern ist anders als Schleswig Holstein und das Oderbruch anders als das Ruhrgebiet. So!

Das Marie-Elisabeth-Lüders Haus ist am 23.06.2013 in Berlin hell von einer Projektion beleuchtet. Bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2014 findet mit Einsetzen der Dunkelheit eine Film-, Licht- und Tonprojektion an der Fassade des Hauses an der Spree statt.  (picture alliance / dpa  / Maurizio Gambarini)Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus gehört zum Bundestag und wird bis zum 3. Oktober mit Einsetzen der Dunkelheit beleuchtet. Sieht doch richtig schön aus! (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)

Und wir drei Tiere sind ja auch unterschiedlich. Vögel, Großkatzen und Reptilien sind mitunter sehr ... anders. Und doch sind wir alle Tiere.

Tja, da saßen wir nun und sprachen über die Einheit, die Einheit unter uns Tieren und die Einheit unter Euch Menschen.
Ja, und irgendwann kamen wir auf die interessante Frage, ob eigentlich wir Tiere mit Euch Menschen auch irgendwelche Gemeinsamkeiten haben. Also nicht nur, dass wir alle atmen, denken, lieben, leben wollen. Ob es zwischen Mensch und Tier auch so etwas wie eine innere Einheit gibt. Tja, und da saßen wir dann. Egal unter welchem Aspekt wir uns da randachten, wir kamen auf keinen grünen Zweig. Klar, Tiere und Menschen sind beide intelligent. Tiere und Menschen sorgen für den Erhalt ihrer Art, indem sie Nachwuchs zeugen: Eier, Babys, Welpen.

Tiere und Menschen bevölkern die Erde. Wobei es aber so ist, dass wir uns unserer Umwelt angepasst haben und ihr Menschen jedoch eher die Umwelt euch anpasst. Mal mit viel, mal mit eher weniger Erfolg. Mal sehen, welche Methode da langfristig besser funktioniert. Nachhaltigkeit sozusagen. Der Mensch lebt seit ... also der älteste gefundene Menschenschädel ist 160 000 Jahre alt. Und Reptilien wie Schildkröten ... nun laut Athena hat sie Vorfahren, die sich bin ins Jura zurückverfolgen lassen. Also etwa 180 Millionen Jahre, lange vor den Dinos.

Ja, und wie wir da mit unseren Überlegungen angekommen waren, da stellten wir irgendwie voller Empörung fest: Die Erde gehörte einmal uns! Wir waren zuerst da! Und nur weil Tigers Vorfahren die ersten Menschen nicht aufgefressen haben, gibt es Euch überhaupt! Und was ist der Dank? Ich will jetzt ja nicht motzen und irgendwie nachtragend sein. Aber man muss es auch mal offen aussprechen, wegen Euch, also Euren Vorfahren gibt es so einen großartigen Vogel wie den Dodo heute nicht mehr!

Aber wir Tiere sind ja nicht nachtragend und vielleicht kommt ja unser tierischer Frust auch eher aus der Tatsache, wie Athena anmerkte, das ihr Menschen euch eben durchgesetzt habt. Es hätte ja auch so kommen können, dass wir Vögel gewonnen hätten. Oder die Schildkröten, oder die Großkatzen. Dann gäbe es womöglich Menschenzoos, in denen sich Erdhörnchen in der Abteilung Europäer die Deutschen ansehen könnte und nicht etwa umgekehrt. Die Erdmännchen im Zoo Neuwied (picture alliance / dpa / Thomas Frey)Die Erdmännchen im Zoo Neuwied suchen Schatten (picture alliance / dpa / Thomas Frey)

Eine wirklich schräge Vorstellung.
Aber andererseits, dann wäre ich vermutlich heute nicht im Radio und als Athena neulich diese Panzerentzündung hatte, da war die Tierärztin echt hilfreich.

Womit wir dann zum Ergebnis kamen: Wir sind zwar unterschiedlich, aber wir bevölkern alle die Erde. Sind quasi Nachbarn. Bilden die Einheit der Erdenbewohner. Womit wir drei dann auch alle gut leben konnten. Seien wir doch am Tag der Deutschen Einheit einfach mal ehrlich, letztlich sind wir alle anders, jeder auf seine Weise, und doch müssen wir irgendwie auf dieser Erde zusammen klarkommen. Denn: Wir alle leben auf dieser Erde. Unserer Erde.

Und so gratulieren wir drei ganz herzlich zum 25sten Tag der Deutschen Einheit. Feiert schön.

Wir haben folgendes Wochen- und Feiertagsprogramm für Euch vorbereitet:
Am Montag (29.9.) am Infotag informieren Euch Kakadu-Reporterin Jessica Zeller, zusammen mit Fine, Luis und Tjorven und einem Rechtsanwalt über alles Wissenswerte zum Thema Tauschbörse, Herunterladen und Kopieren.
Deine Mitschüler bieten in einer Tauschbörse das letzte Album ihrer Lieblingsband zum Runterladen an? Deine Schwester hat ein paar coole Filme oder Games gebrannt, die dich und deine Freunde auch interessieren? Du suchst Informationen für eine Hausaufgabe und findest im Internet etwas Passendes? Na nichts wie kopiert. Oder etwa nicht? Selbst bei so alltäglichen Beispielen wie diesen, begibst du dich in Gefahr, gegen das Gesetz zu verstoßen - genauer: gegen das Urheberrecht. Musik aus dem Internet (picture alliance / dpa  / Daniel Bockwoldt)Musik aus dem Internet - die Kinderreporter finden heraus, was erlaubt ist und was nicht (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)

Und auch das  Fotografieren anderer mit dem Smartphone, Lästereien auf What´s App oder das Herunterladen von Musik können rechtliche, unangenehme oder teure Folgen haben - wenn nicht für das Kind, so doch für die Eltern. Kinderreporter finden heraus, was erlaubt ist und was nicht.

Am Dienstag (30.9.) am Medientag präsentiere ich Euch den neuen Kinofilm "Der kleine Nick", die Lesecrew stellt Euch ein Buch über ein Haus vor, in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt - und im Spieltipp lernt Ihr das Spiel "Zieh Leine, Flynn" kennen.

Am Mittwoch (1.10.) am Musiktag könnt Ihr im Klangohren CD-Tipp die CD "Café Unterzucker" hören und ich stelle Euch das Projekt TONBANDE vor. Professionelle jazzige Musik von blinden Kindern.
Anschließend geht es in meiner Musikreise nach Estland. "Zehn Männer spielen und ein Baby schreit!" So beschreibt in Estland eine alte Redensart den Klang des Dudelsacks. Torupil heißt er in Estland und war dort lange Zeit das Instrument erster Wahl, wenn getanzt und gefeiert wurde. Heute ist er fast ausgestorben, doch die Gruppe RO:TORO sorgt dafür, dass die alten Tanzlieder wieder zu hören sind. RO:TORO bedeutet Schilf-Rohr - eine Anspielung auf die Schilflandschaft, die es im nördlichsten baltischen Staat Estland gibt, und die Spielpfeife des Torupil, die ebenfalls ein Rohrblatt braucht. Die Musiker stellen dem Dudelsack das Saxophon und die Gitarre zur Seite, und begleiten es außerdem mit einem Wasser-Schlagzeug aus Plastikschüsseln. So erwecken sie die alten Runo wieder zum Leben. Gedichtgesänge, die früher von den wandernden Runensängern vorgetragen wurden und bei keinem Fest fehlen durften.Estonian Song and Dance Festival, Juli 2014 (picture alliance / dpa  / Valda Kalnina)Viel gesungen wird auf dem Estnischen Lieder- und Tanz-Festival (picture alliance / dpa / Valda Kalnina)

Am Donnerstag (2.10.) am Quasseltag, wird der 3. Oktober, der Tag der Deutschen Einheit mein Thema sein. Dieser Feiertag erinnert an die deutsche Wiedervereinigung, die am 3. Oktober 1990 stattfand. Deutsches Historisches Museum (picture alliance / dpa  / ZB / Sören Stache)Das Deutsche Historische Museum zeigt die deutsche Geschichte in "Bildern und Zeugnissen" - aber ohne Noten (picture alliance / dpa / ZB / Sören Stache)

Im Deutschen Historischen Museum wird die deutsche Geschichte in "Bildern und Zeugnissen" gezeigt. Ein schwieriges Thema. Um auch für Kinder die Geschichte gut verständlich zu machen, hat das Museum seinen Online-Auftritt auf den neuesten Stand gebracht. LeMo heißt der Begriff - lebendiges Museum online. Dorlis Blume hat daran mitgearbeitet. Sie kennt sich bestens in der deutschen Geschichte aus und weiß, wie man sie verständlich erklärt. Daher habe ich sie mir eingeladen.

Am Freitag (3.10.) im Feiertagsprogramm am Tag der deutschen Einheit könnt Ihr früh um 7:30 Uhr die Geschichte "Lotta hat einen Plan" von Daniel Napp hören.
Lottas Mama ist Gewandmeisterin fürs Stadttheater Wienburg. Da Mama krank ist, kann sie das geänderte Kostüm von Donna Anna nicht selbst zum Theater bringen. Doch zum Glück hat ihre Tochter Lotta einen Plan, wie das Kostüm dennoch pünktlich zur Aufführung kommen kann.

Und  nach den Nachrichten im Kinderhörspiel gibt es "Wolfsmutter" von Maraike Wittbrodt als Feiertags-Ursendung.
Josi und Pauls Mutter ist Biologin, sie liebt Experimente, heute macht sie eins mit ihrer Familie. Sie beobachtet, wie lange es dauert, bis einer anfängt, das Abendbrot vorzubereiten. "Das machen wir doch nie", beschwert sich Paul. Was ist nur mit Mama los? Plötzlich hat sie eine neue Frisur, ist ständig in der Stadt unterwegs und als Vater am Wochenende zu einem Kongress fährt, da will sie auch verreisen, aber alleine, ohne die Kinder. Paul will wissen, was sie vorhat. Er fährt ihr nach und ist sehr überrascht, als er sie mitten unter Wölfen wiederfindet. Nachwuchs bei den Kanadischen Wölfen (picture alliance / dpa  / ZB / Britta Pedersen)Hier will eine Wolfs-Mutter ihr Baby wegtragen. Da sie keine Hände hat, macht sie dies mit ihrem Maul. (picture alliance / dpa / ZB / Britta Pedersen)

Weiter geht es dann am Sonntag (5.10.). Im Kakadu für Frühaufsteher könnt ihr als Ursendung die Geschichte "Der Tag am Meer" von Rusalka Reh hören.
Schon oft hat Mia versucht, den anderen Kindern von ihrem Erlebnis am Strand zu berichten. Doch sie glauben ihr nicht und so hat Mia aufgehört, davon zu erzählen. Von nun an behält sie die Erinnerung an diesen Sommertag für sich. Der Tag, als sie alleine zum Strand gegangen war, um Muscheln zu sammeln. Mia liebte es, am Strand zu sein. Stundenlang konnte sie einfach so im Wind stehen und über das Meer hinweg sehen. Dann wurde alles so weit, so endlos und schön. Malta: Gozo - Ranula Bay (picture alliance / dpa  / Hermann Wöstmann)Mia kann stundenlang am Strand spazieren gehen und Muscheln sammeln. (picture alliance / dpa / Hermann Wöstmann)

Und  nach den Nachrichten um 8:05 Uhr gibt es das Kinderhörspiel "Rico, Oscar und die Tieferschatten" von Judith Lorentz nach dem Kinderbuch von Andrea Steinhöfel zu hören.
Rico soll ein Ferientagebuch führen, aber das ist gar nicht so einfach für jemanden, der "tiefbegabt" ist. Rico kann zwar sehr viel denken, doch das dauert meistens etwas länger als bei anderen Leuten. Und wenn er nervös ist, dann purzelt in seinem Kopf alles durcheinander - wie Bingokugeln in einer Trommel. Eines Tages begegnet er Oskar. Mit einem Motorradhelm auf dem Kopf. Dass es das für Kinder gibt, hatte Rico gar nicht gewusst. Doch Oskar ist gar nicht so doof, wie er aussieht - ganz im Gegenteil, er ist hochbegabt. Und die beiden sind ein prima Team! Das merken sie auch, als sie Mister 2000, einem Kindesentführer, auf die Schliche kommen. Und vor allem Rico erweist sich als ganz schön schlauer Ermittler.

Tja, das war es für diese Woche. Feinstes Feiertagsprogramm, wie ich denke. Genießt den schulfreien Tag. Das ist ja sozusagen ein mega-langes langes Wochenende.

Einen habe ich aber noch:
Strebe nach Einheit,
aber suche sie nicht in der Einförmigkeit
(Friedrich von Schiller)

In diesem Sinne

Euer Kakadu

 

 

 

 

 

Studio 9

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur