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Kulturnachrichten

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Kein Beschluss zur Kulturhauptstadt Chemnitz

Die Kulturminister der Länder werden erst im kommenden Jahr entscheiden, ob sie die Entscheidung der internationalen Auswahljury mittragen und für Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt 2025 stimmen. Bis dahin soll ein Gesprächsangebot der Jury über das in Medien in die Kritik geratene Vergabeverfahren wahrgenommen werden. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur würde diese Entscheidung die Chancen der sächsischen Stadt auf ein einstimmiges Ja wahren. Bei einem sofortigen Votum habe Bayern eine Enthaltung angekündigt. Gleichzeitig betonten die Kultusminister, Chemnitz sei "zweifelsohne die Siegerstadt". Damit es keine keine Zweifel an der Ernennung gebe, nehme man sich die Zeit bis Anfang Januar um zu entscheiden.

Berlinale findet 2021 "anders" statt

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin stehen 2021 wegen der Corona-Pandemie vor massiven Veränderungen. Die 71. Ausgabe im kommenden Jahr werde eine andere Berlinale sein, sagte ein Sprecher. Details dazu sollen im Laufe des Tages bekannt gegeben werden. Zuvor hatte das US-Branchenblatt "Variety" berichtet, dass ein virtueller Filmwettbewerb Anfang März ausschließlich für Branchenvertreter und parallel zum online stattfindenden "European Film Market" geplant ist. Anfang Juni könnten dem US-Magazin zufolge in einem "Mini-Festival" eine Reihe von Weltpremieren in Berlin gezeigt werden. Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt.

Unesco hat die Liste des Weltkulturerbes erweitert

Der tschechische Weihnachtsschmuck aus Glasperlen, die Uhrmacherkunst in der Schweiz und Frankreich, das nordafrikanische Couscous und - auf Antrag Deutschlands - die Bauhüttenkunst: Das alles gehört nun auch zum Schatz des Weltkulturerbes der Unesco. Auch die Finnen freuen sich. Denn ihre Saunatradition zählt nun ebenfalls zum immateriellen Weltkulturerbe. Um genau zu sein: Das Anheizen sowie die Bräuche, Lieder und Traditionen, die mit dem Saunieren verbunden seien. Die Regierung ist nun verpflichtet, den Fortbestand der Original-finnischen Saunatradition zu sichern und die Bedeutung für das Brauchtum, das Wohlbefinden und die Demokratie hervorzuheben.

VHS fordern Geld für digitale Bildungsoffensive

Die Volkshochschulen fordern mehr Geld für Bildungsangebote zu Digitalisierungs-Themen wie Handhabung digitaler Werkzeuge, Fragen der Datensicherheit oder Medienkompetenz. Der Digitalisierungsboom in vielen Lebensbereichen während der Corona-Pandemie zeige die Dringlichkeit einer bundesweiten digitalen Bildungsoffensive, erklärte der Vorsitzende des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV), Martin Rabanus, in Bonn. Für die Konzeption und die breite Bereitstellung entsprechender Bildungsangebote müsse der Bund für das kommende Jahr ausreichend Mittel zur Verfügung stellen. Das sei dringend notwendig, um eine weitere digitale Spaltung der Gesellschaft zu verhindern, betonte Rabanus.

Evangelische Filmjury kürt Film des Jahres

Der Film "Niemals Selten Manchmal Immer" von Eliza Hittman ist von der Evangelischen Filmjury zum Film des Jahres 2020 gekürt worden. Das teilte das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt am Main mit. Der Film erzählt von einer jungen Frau in einer US-amerikanischen Kleinstadt, die ungewollt schwanger wird und die Schwangerschaft abbrechen lassen will. Die Regisseurin behandele in extremer Verdichtung und mit größter Umsicht ein Thema, das auch nach mehr als hundertjährigem Kampf um Geburtenkontrolle ein Minengelände sei, begründete die Jury ihre Entscheidung. "Niemals Selten Manchmal Immer" lief auf der Berlinale 2020 und erhielt dort bereits den Großen Preis der Jury.

Vatican News jetzt auch auf Hebräisch

Das vatikanische Informationsportal Vatican News erscheint seit heute auch auf Hebräisch. Damit berichtet das multimediale Portal nach eigenen Angaben inzwischen in 36 Sprachen über die Botschaften des Papstes und das Geschehen in der Weltkirche. Hebräisch sei eine "symbolisch wichtige Sprache", schreibt das Portal mit einem Zitat des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa. Sie gehöre zu den Sprachen "an der Wurzel der Kirchengeschichte". Zusammen mit Griechisch und Aramäisch sei das Hebräische die Sprache der Heiligen Schrift.

Gericht weist Klage von Tina Turner ab

Das Oberlandesgericht Köln hat eine Klage der Sängerin Tina Turner abgewiesen. Die Sängerin hatte gegen das Werbeplakat für die Show "Simply The Best - Die Tina Turner Story" geklagt. Man könne denken, dass sie selbst an der Show mitwirke, was aber nicht der Fall sei. In erster Instanz gab ihr das Landgericht Köln darin recht. Gegen diese Entscheidung legte der Tourveranstalter Cofo Entertainment aus Passau Berufung ein und bekam nun recht. Das Oberlandesgericht geht nicht davon aus, dass der Eindruck entsteht, Tina Turner würde in der Show selbst auftreten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Das Oberlandesgericht ließ Revision zum Bundesgerichtshof zu. Die Rechtsfrage, ob in einem solchen Fall die Kunstfreiheit oder das Recht am eigenen Bild und am eigenen Namen höher zu bewerten sei, sei noch nicht höchstrichterlich geklärt, so das Oberlandesgericht.

Paul McCartney macht Doku über seine Musikkarriere

Der Ex-Beatle Paul McCartney hat eine Doku-Serie über seine Musikkarriere angekündigt. Bei dem bisher titellosen Projekt, das mit seiner Zeit als Beatle beginnt und sich bis in die Gegenwart zieht, wird McCartney von dem US-Musikproduzenten Rick Rubin unterstützt. Einen Schwarz-Weiß-Trailer dazu veröffentliche der 78-Jährige bereits auf Youtube und Twitter. Wann und wo die Dokumentationsreihe zu sehen sein wird, teilte er noch nicht mit. In der sechsteiligen Serie sollen auch bisher noch nicht veröffentlichte Beatles-Aufnahmen zu hören sein.

Nachlass von Maximilian Schell wird versteigert

Der Nachlass des österreichischen Schauspielers Maximilian Schnell wird versteigert. 290 persönliche Objekte des Oscar-Gewinners sollen in einer Online-Auktion verkauft werden, teilte die Tochter des Darstellers, Nastassja Schell, mit. Bei den Objekten handelt es sich unter anderem um zahlreiche Gemälde namhafter Künstler, von Reine Mazoyer bis Thomas Hartmann, sowie mehrere Porträts des Schauspielers selbst, darunter eines zu Schells "Jedermann"-Debüt 1978.

Das Humboldt Forum ist eröffnet

Mit einer Online-Zeremonie ist nach acht Jahren Bauzeit das Humboldt Forum in Berlin eröffnet worden. Generalintendant Hartmut Dorgerloh begrüßte die Zuschauer im Foyer des neuen Zentrums für Kultur, Kunst und Wissenschaft und lud sie zu einem virtuellen 360-Grad-Rundgang ein. Kulturstaatsministerin Monika Grütters bezeichnete das für knapp 700 Millionen Euro wiederaufgebaute Hohenzollern-Schloss als Ort für einen "gleichberechtigten Dialog der Kulturen". Dorgerloh sagte, das Humboldt Forum fühle die Verpflichtung, "sich für demokratische Werte, Meinungsfreiheit und Toleranz einzusetzen". Es solle eine internationale Dialogplattform für globale kulturelle Fragen entstehen, ein Ort des Verstehens, des gemeinsamen Nachdenkens und des gemeinsamen Handelns. Kritiker hatten zuvor betont, ohne die Rückgabe hunderter Benin-Bronzen an Nigeria seien solche Aussagen Lippenbekenntnisse. Raubkunst müsse restituiert werden.

Chorleiter Gotthilf Fischer ist tot

Der Chorleiter Gotthilf Fischer ist tot. Er starb bereits am Freitag im Alter von 92 Jahren, wie seine Managerin in Stuttgart bestätigte. Fischer begann seine Karriere als Leiter des Concordia Gesangsvereins, später firmierten die Chöre unter seinem Namen. Mit den Fischer Chören bekam er zahlreiche Goldene Schallplatten. Auch im Fernsehen war Fischer aktiv, so zum Beispiel als Initiator der Serie "Straße der Lieder" in der ARD. Obwohl Fischer dem volkstümlichen Schlager zuzuordnen war, guckte er oft über seinen Tellerrand hinaus. So nahm er als 72-Jähriger an der Berliner Loveparade teil.

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