Das Feature, vom 05.05.2020, 19:15 Uhr

Katholische Kirche und sexualisierte GewaltDie Blockade der Bischöfe

Warum hat bisher kein katholischer Bischof in Deutschland persönliche Konsequenzen aus vielfacher sexualisierter Gewalt durch Geistliche gezogen? Ein Kardinal erzeugt wissentlich einen völlig falschen Eindruck. Auch Hoffnungsträger mauern. Aber es gibt Insider, die erzählen.

Dutzende Bischöfe stehen in violetten Gewändern in den Gebetsbänken. (dpa/Frank Rumpenhorst)
Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, Fulda, September 2019 (dpa/Frank Rumpenhorst)

Der tausendfache Missbrauch ist seit Herbst 2018 klar. Sämtliche deutsche Bischöfe wussten Bescheid. „Zu behaupten, sie hätten es nicht gewusst, ist eine Schutzbehauptung!“, erklärt ein gut informierter Kirchenrechtler.

Einige Täter sind mittlerweile namentlich bekannt, auch ein vor Jahrzehnten verstorbener Bischof wird bezichtigt.

Hoch geachtete deutsche Kirchenführer zeigten eine erschreckende Kälte gegenüber den Betroffenen. Bischöfe und Kardinäle äußerten Scham, Konsequenzen hatten sie nicht zu tragen. Anders als in Ländern wie Frankreich, wo der ranghöchste katholische Würdenträger wegen Nichtanzeige sexueller Gewalt vor Gericht stand.

Die Blockade der Bischöfe
Katholische Kirche und sexualisierte Gewalt
Von Gaby Mayr

Regie: Claudia Kattanek
Es sprachen: Hildegard Maier, Thomas Balou Martin und Anja Gawlick
Ton und Technik: Wolfgang Rixius und Caroline Thon
Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: Dlf 2020

Dr. Gaby Mayr, geboren in Köln, Studium der Wirtschaftswissenschaften. Freie Journalistin für Hörfunk und Print, mehrere Journalistenpreise. Zuletzt: "Juliane-Bartel-Preis" für "Schwangerschaftsabbruch. Ein Tabu und seine Folgen" (Dlf/SR 2018)

Die Blockade der Bischöfe. Katholische Kirche und sexualisierte Gewalt (PDF)

Die Blockade der Bischöfe. Katholische Kirche und sexualisierte Gewalt (Textversion)

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