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Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 27.11.2016

Kasten, Bock und BarrenWer hat Angst vorm Schulsport?

Von Monika Köpcke

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Kinder an den Kletterstangen (imago/Kristin Schnell)
Kinder an den Kletterstangen (imago/Kristin Schnell)

Eine Ohnmacht vortäuschen oder sich einfach wegschleichen und eine sechs riskieren: Alles ist besser, als irgendwie über den Kasten kommen zu müssen. Sportunterricht, das ist für viele Kinder gleichbedeutend mit Angst.

Angst, sich zu blamieren, ausgelacht zu werden, sich zu verletzen. Klar, auch vor Mathe zittern viele. Doch beim Sport ist das empfundene Versagen umfassender und es findet vor aller Augen statt. Ist dieses Unbehagen die Quittung für das Übermaß an Fernsehen und Computerspielen?

Viele Kinder bewegen sich zu wenig und sind zu dick. Kein Wunder also, dass Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer stetig abnehmen. Aber ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht. Auch veraltete Erziehungsmethoden in so manchen Turnhallen tragen eine Mitschuld.

Eine Studie der Universität Augsburg hat sich der mangelnden Sportmotivation von Kindern und Jugendlichen gewidmet. Viele gaben an, im Unterricht gedemütigt oder bestraft worden zu sein. Sie verknüpfen körperliche Aktivität mit negativen Erfahrungen - und verzichten infolgedessen darauf. 

(Gekürzte Wiederholung der Sendung vom 09.02.2014
Manuskript zur Original-Sendung als PDF-Dokument oder als Text-Dokument)

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