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Kompressor | Beitrag vom 05.07.2019

Karikaturen und MemesAn der Schwelle einer neuen Zeitrechnung für das politische Bild

Moderation: Christine Watty

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Eine Mitarbeiterin schaut sich am 15.01.2018 in der Burg in Hagen im Bremischen (Niedersachsen), die Karikatur "Rotsehen" in der Ausstellung "Klaus Stuttmann Karikaturen 2017" an.  (dpa / Picture alliance / Carmen Jaspersen)
Seit Jahrzehnten im Geschäft: Der Karikaturist Klaus Stuttmann - hier eines seiner Werke in einer Ausstellung (dpa / Picture alliance / Carmen Jaspersen)

Der Gebrauch und die Rezeption von Bildern verändert sich durch das Internet. Um Karikaturen gibt es immer wieder Skandale und Shitstorms, während Memes gefeiert und geteilt werden. Stirbt die Karikatur?

Karikaturen können ein schwieriges Gebiet sein - pointiert zu kritisieren, ohne in Klischees oder Vorurteile abzurutschen, ist manchmal ein Balanceakt. Die renommierte New York Times hat sich in diesem Jahr von politischen Karikaturen gänzlich verabschiedet. Gleichzeitig hat die Karikatur eine solche Macht, dass weltweit Karikaturisten in Haft sitzen. 

Sind die Zeiten schlecht für politische Karikaturen? Immer wieder gab es große und kleine Skandale bis hin zu Shitstorms im Netz, wenn Zeichner und Zeichnerinnen sich in der Wahl der Bildsprache vergriffen oder ihre Karikaturen fragwürdige Untertöne transportierten. Liegt es an der Macht des Bildes, die auf einen Blick sehr viel Information vermitteln kann, dass die Empörung angesichts von Karikaturen – als Form von visuellem Journalismus – ungleich stärker aufflammt als bei politischen Texten?

Satirischer und politischer Inhalt 

Warum werden im Vergleich dazu aber Memes mit ebenso satirischem und teils politischem Inhalt im Netz fröhlich geteilt und gefeiert? Passt die Karikatur nicht mehr in unsere digitale und stärker polarisierte Welt? Und was sagt das über unsere Pressefreiheit aus?

Diese Fragen diskutieren wir mit dem Karikaturisten Klaus Stuttmann, der seit den 1980er-Jahren für verschiedene Medien und inzwischen hauptsächlich für den Berliner "Tagesspiegel" zeichnet und mit Christian Gasser, freier Journalist und Mitherausgeber des Schweizer Comic-Magazin "Strapazin".

Außerdem gewährt Ludger Fittkau uns einen Einblick in die Redaktion des Satire-Magazins "Titanic", das in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert.

Und Jenny Genzmer hat für uns mit Memes-Machern gesprochen über die Frage, was die Bildsatire in Memes und die Memes-Kultur von der Welt der Karikaturen unterscheidet. Lösen Memes die klassische Karikatur ab? 

Fazit

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