Feature, vom 09.03.2011, 00:05 Uhr

Kanus hinterlassen keine Spuren

Ursendung
Von Joaquin Cofreces

"Welche Veränderung kann einen Stamm von Menschen gezwungen haben, eines der unwirtlichsten Länder auf der ganzen Erde zu betreten?" Das fragte sich einst Charles Darwin, als er die Küste Feuerlands zum ersten Mal sah.

Joaquin Cofreces (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Joaquin Cofreces (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Er war einer von zahlreichen europäischen Seefahrern, Siedlern und Entdeckern, die beim Anblick der kargen Landschaft melancholisch wurden.

Und die das Zusammentreffen mit den Ureinwohnern in Angst versetzte.
Heute sind solche Begegnungen nicht mehr möglich.
Die Yagan oder Yámana etwa, ein Volk von Seenomaden, gelten seit Anfang des 20. Jahrhunderts als quasi ausgestorben.
Sie haben uns nicht viel hinterlassen.
Die Spurensucher in Kunst und Wissenschaft hat das erst recht gereizt.


Regie: Tanja Runow und der Autor
Mit: Erika Skrotzki, Stefan Kaminski, Tom Vogt und Ilka Teichmüller
Produktion: DKultur 2010
Länge: ca. 54´30


Joaquin Cofreces, geboren 1975 in Buenos Aires, lebt als Radioautor und Komponist in Ushuaia (Feuerland). Zahlreiche Auszeichnungen, zum Beispiel beim Prix Phonurgia Nova 2009.
Zuletzt ein Klangkunst-Stück über die Sprache der Yaghan: "Hamoni Lapude Anan" (DKultur 2010).



Wiederholung am 28. März 0.05 Uhr

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