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Sein und Streit | Beitrag vom 27.09.2015

Kant und die FlüchtlingeWenn philosophisches Denken auf soziale und politische Realität trifft

Moderation: Thorsten Jantschek

Der Philosoph Immanuel Kant in einer zeitgenössischen Darstellung (picture alliance / dpa / Foto: Diener)
Kriege führen keinen Fortschritt herbei – nicht nur diese Einsicht Immanuel Kants hat seine Aktualität nicht eingebüßt. (picture alliance / dpa / Foto: Diener)

Mit dem Philosophen und Kant-Experten Volker Gerhardt spricht Thorsten Jantschek über den Aufklärer Immanuel Kant vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise. Der Berliner Architekt Arno Brandlhuber beantwortet drei an den Philosophen angelehnte Fragen.

"Es ist tatsächlich nicht nur ein Zeichen der guten Gesinnung, der Humanität, sondern es ist das Menschenrecht, als Besucher in einem Land willkommen geheißen zu werden, und darauf haben die Flüchtlinge einen Anspruch." – Volker Gerhardt

Wien, einerseits ein Kulminationspunkt der europäischen Flüchtlingsbewegungen, andererseits in dieser Woche Austragungsort des 12. Internationalen Kant-Kongresses. Im Gespräch mit dem Philosophen von der Berliner Humboldt-Universität und Kant-Experten Volker Gerhardt spricht Thorsten Jantschek über den politischen Philosophen und Aufklärer Immanuel Kant vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Flüchtlingskrise. Kriege führen keinen Fortschritt herbei – nicht nur diese Einsicht Kants hat seine Aktualität nicht eingebüßt. Auch wenn es um Weltbürgerrecht und Willkommenskultur geht, erzeugt das kantische Denken Argumentationspotentiale. Kant war nicht nur im 18. Jahrhundert sehr aktuell, er ist es noch immer!

Außerdem in der Sendung:

Harald Stübing beschäftigt sich im philosophischen Wochenkommentar mit der Frage: Sprache ist die faszinierendste Fähigkeit des Menschen, man kann sich damit zu philosophischen Höhenflügen aufschwingen oder einfach nur quasseln. Wie bewegt sich die Sprache zwischen diesen Polen und was verändert die digitale Kommunikation?

"Die Welt steht Kopf" – dieser Film wird ab kommender Woche im Kino zu sehen sein. Es geht um eine Elfjährige, deren Gefühle verrückt spielen. Ein leichter Film mit schwerwiegenden Fragen: Wie steuern Emotionen unser Gehirn und unser Handeln? Ein Beitrag von Jan Drees.

Kleine Leute, große Fragen: Georg Gruber hat in dieser Woche Kinder vom Ammersee gefragt: Darf man Betrüger betrügen?

Und unsere drei an Kant angelehnten Fragen beantwortet der Architekt Arno Brandlhuber.

Mehr zum Thema

Volker Gerhardt im Interview - Was Immanuel Kant zur Flüchtlingskrise sagen würde
(Deutschlandradio Kultur, Sein und Streit, 27.09.2015)

Kommentar - Mit Begriffen irritieren
(Deutschlandradio Kultur, Sein und Streit, 27.09.2015)

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