Kriminalhörspiel, vom 16.03.2020, 22:03 Uhr

Justiz-Krimi: Ein Taxifahrer im Todestrakt Hoffnung ist Gift

Nach dem Roman von Iain Levison
Der gefühlskalte Mörder Robert glaubt als einziger an die Unschuld von Jeff Sutton. (EyeEm /  Jose M Alderete)
Der gefühlskalte Mörder Robert glaubt als einziger an die Unschuld von Jeff Sutton. (EyeEm / Jose M Alderete)

Als eines Morgens die Polizei vor Jeff Suttons Tür steht, kann der Taxifahrer nicht fassen, was man ihm vorwirft: Er soll ein zwölfjähriges Mädchen entführt und vergewaltigt haben. Der angebliche Beweis: Fingerabdrücke im Apartment der Familie. Jeffs Suttons Version der Geschichte: Vor zwei Tagen habe er die Mutter des Opfers vom Flughafen Dallas ins noble Westboro gefahren, und auf ihre Bitte hin in der Wohnung gewartet, während sie das Wechselgeld holen ging. Doch damit nicht genug: Später am Abend habe er zwei angetrunkene Studentinnen mitgenommen, und, nachdem eine der beiden sich während der Fahrt übergab, sein Taxi mit einem Dampfreiniger gesäubert. Jeff Sutton wird in Untersuchungshaft genommen und zur eigenen Sicherheit im Todestrakt untergebracht – denn als mutmaßlicher Vergewaltiger lebt es sich gefährlich im Gefängnis. Robert, ein gefühlskalter Mörder, ist dort sein einziger Gefährte. Ausgerechnet er glaubt an Jeffs Unschuld. Aber glaubt Jeff selbst noch an Gerechtigkeit? Am Tag der Urteilsverkündung nimmt der Fall eine überraschende Wendung. Ein Krimi, der auf einer wahren Geschichte beruht.


Hoffnung ist Gift
Nach dem Roman von Iain Levison
Übersetzung: Walter Goidinger
Bearbeitung: Steffen Moratz
Regie: Cordula Dickmeiß
Mit: Nico Holonics, Stefanie Eidt, Devid Striesow, Rainer Strecker, Philipp Engelhardt, Manuel Harder, Mirko Böttcher, Anna Grisebach, Cristin König, Max Urlacher, Ingo Hülsmann, Harald Schrott, Karla Sengteller, Carolin Haupt, Henning Vogt, Isabel Schosnig, Ilka Teichmüller
Komposition: Andreas Bick
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
Länge: ca. 56'00


Iain Levison, geboren 1963 in Aberdeen/Schottland als Sohn deutscher Eltern, lebt seit 1975 in den USA. Nach seinem Studienabschluss schlug er sich eine Zeit lang mit Gelegenheitsjobs durch, unter anderem als Krabbenfischer und Taxifahrer. In seinem Manifest über Arbeitsmoral "A Working Stiff’s Manifesto – A Memoir of Thirty Jobs" sowie auch in seinen späteren Romanen setzt er sich intensiv mit der Ausbeutung der Arbeiter auseinander. 2005 erlangte er mit seinem Roman "Betriebsbedingt gekündigt" internationalen Erfolg. Das Buch wurde ebenso wie sein 2008 erschienener Roman "Tiburn" vom MDR als Hörspiel produziert. Zuletzt erschien 2016 sein Roman "Gedankenjäger".

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