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Alte Musik | Beitrag vom 30.12.2020

Juliane Laake: Musik von William Young für Viola da gambaWelten auf sieben Saiten

Vorgestellt und interpretiert von Juliane Laake

Die Musikerin steht in Abendkleidung und offenem schwarzen, langem Haar mit ihrem Instrument vor rotem Hintergrund und schaut in die Kamera. (Juliane Laake / Juliane Menzel)
Juliane Laake studierte Viola da Gamba in Bremen und Den Haag. (Juliane Laake / Juliane Menzel)

William Young gehörte 1650 zu den berühmtesten Virtuosen. Der Engländer hatte die Gambe auf dem europäischen Festland mit seinem Spiel beliebt gemacht. Juliane Laake, Könnerin des celloartigen Instrumentes mit sieben Saiten, stellt ihn und seine Werke vor.

William Young war ein Star. Der englische Gambenvirtuose reiste durch Europa und ließ sich schließlich seine zehn letzten Lebensjahre als Instrumentalist, Kammerdiener und Komponist am Innsbrucker Hof nieder.

Es war sein Verdienst, die Gambe auf dem Festland bekannt zu machen. Sein Spiel löste eine große Beliebtheitswelle des Instrumentes aus. Juliane Laake stellt ihn in dieser Sendung näher vor.

Vergnügen für Kaiser und Königinnen

Immerhin musizierte er gemeinsam mit Kaiser Ferdinand III. in Regensburg, der dem "Engellandischen Musicanten" dafür 100 Dukaten überreichen ließ.

Ebenso ist überliefert, dass die schwedische Königin Christina, die eine Weile in Innsbruck weilte, das Spiel von Young besonders beeindruckte. Darüber berichten Quellen: "... die Königin aber passagierte auf und ab, als ob sie danzete ... die Musica gebe dero ein großes Contento, absonderlich der Clemente [Antoni], ein Castrato, der Engellender mit der Viola di gamba und der Roberto [Sabbatini] mit der kleinen Geigen".

Immerhin eine Sonatensammlung

Young widmete seinem Förderer und Gönner Ferdinand Karl sein einziges überliefertes Druckwerk. 1654 erschienen seine 21 Sonaten, die bei M. Wagner in Innsbruck verlegt wurden.

(cdr)

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