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Fazit / Archiv | Beitrag vom 11.09.2015

Jüdisches Museum in FrankfurtBesucher sollen auch über das Internet angesprochen werden

Mirjam Wenzel im Gespräch mit Eckhard Roelcke

(picture-alliance/ dpa)
Blick auf das Museum für Jüdische Kultur und Geschichte in Frankfurt am Main: Das Museum befindet sich im Palais der Bankiersfamilie Rothschild. (picture-alliance/ dpa)

Digitale Vermittlung und eine Online-Sammlung: Mirjam Wenzel will als neue Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt das Haus zu einem modernen Zentrum jüdischer Kultur ausbauen. Außerdem neu: In der Dauerausstellung wird der Nachlass der Familie von Anne Frank zu sehen sein.

Die Literaturwissenschaftlerin Mirjam Wenzel übernimmt Anfang 2016 die Leitung des Jüdischen Museums in Frankfurt. Die gebürtige Frankfurterin war zuletzt am Jüdischen Museum Berlin tätig.

Wenzel kündigte an, das Jüdische Museum im Rothschild-Palais und das zugehörige Museum Judengasse in der Frankfurter Innenstadt zu einem Zentrum für jüdische Kultur ausbauen zu wollen. Dazu will die 43-Jährige vor allem kulturhistorische Ausstellungen zeigen und die Sammlung online zugänglich machen.

"Ich denke, es ist Aufgabe von allen Museen, immer wieder neue Nutzer an sich zu binden", sagte Wenzel Im Deutschlandradio Kultur. Dafür sei die Digitalisierung ganz zentral, auch eine Social-Media-Kommunikation sei beispielsweise geplant.

Das Jüdische Museum Frankfurt wird zurzeit umgebaut und erweitert. Das Rothschild-Palais, in dem das Museum seit 1988 untergebracht ist, wird saniert. Parallel entsteht bis 2017 ein moderner Anbau. Nötig ist die Erweiterung auch, weil der Nachlass der Familie von Anne Frank zurück in ihre Heimatstadt Frankfurt kommt. Diesem will Wenzel einen eigenen Raum in der Dauerausstellung widmen. (mit dpa)

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