Seit 01:05 Uhr Tonart

Mittwoch, 19.12.2018
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Dienstag, 6. November 2018

Jüdischer Zukunftskongress eröffnet in Belin

Tagung unter dem Motto "Weil ich hier leben will"

In Berlin ist der erste Jüdische Zukunftskongress offiziell eröffnet worden. Die Tagung mit mehr als 1.000 Teilnehmern geht bis Donnerstag und steht unter dem Motto "Weil ich hier leben will". Ziel der Veranstalter ist es, Anstöße zu geben, um das jüdische Leben in Deutschland zu festigen und zu erneuern. Der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, Daniel Botmann, sagte zum Auftakt wörtlich: "So viel Zukunft war nie seit der Schoah". Er verwies auf aktives jüdisches Leben und geschaffene Strukturen wie Gemeinden, Schulen und Kindergärten. Dennoch stehe auch die Frage im Raum, wie sicher jüdisches Leben sei. Der Blick der Tagung ist verschränkt mit dem 80. Jahrestag der vom nationalsozialistischen Regime organisierten und gelenkten Novemberpogrome am Freitag.

Deutscher Kleinkunstpreis geht an Christian Ehring

Der Kabarettist Ehring moderiert die ARD-Sendung "extra 3"

Der Kabarettist Christian Ehring wird mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2019 ausgezeichnet. Er erhalte ihn in der Sparte Kabarett, weil er es als "grandioser Geschichtenerzähler" verstehe, "das Leben im Großen wie im Kleinen zu einem beeindruckenden Gesellschaftsbild zusammenzufügen", teilte das Kleinkunsttheater Unterhaus in Mainz mit. Ehring moderiert die ARD-Sendung "extra 3". In der Sparte Chanson/Lied/Musik wird die Berliner Liedermacherin Dota mit dem Preis bedacht, in der Sparte Kleinkunst geht er an das österreichische Duo BlöZinger, bestehend aus Robert Blöchl und Roland Penzinger. Den Förderpreis erhält die Poetry-Slammerin Lara Stoll aus der Schweiz, der Ehrenpreis geht an den österreichischen Sänger und Musiker Willi Resetarits. Überreicht werden die Preise am 10. März kommenden Jahres in Mainz.

Bayerischer Buchpreis für "Töchter" von Lucy Fricke

Bestes Sachbuch: "Zeit der Zauberer" von Wolfram Eilenberger

Der Roman "Töchter" von Lucy Fricke ist mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet worden. "Das ist mein erster Preis seit 13 Jahren", sagte Fricke in ihrer Dankesrede. Damals habe sie einen Preis für unveröffentlichte Autoren bekommen. "Ich habe immer Witze gemacht, dass ich nichts mehr gewinne, seit ich veröffentliche." Als bestes Sachbuch wurde "Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 - 1929" von Wolfram Eilenberger ausgezeichnet. Preisverleihungen seien immer etwas beschämend, sagte er. "Weil sie den Autor daran erinnern, dass das Urteil über sein Werk nicht bei ihm selbst liegt." Die Preise in beiden Kategorien sind mit jeweils 10 000 Euro dotiert. Bereits vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr ("Atlas eines ängstlichen Mannes") mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wird. Er verstehe es, "uns schreibend die Welt zu erschließen - ohne Hast, mit Blick fürs Große im Kleinen, für das, was über kulturelle Grenzen und verschiedene Zeit- und Sprachräume hinweg verbindet", hieß es in der Begründung.

Das ideale Museum des Wes Anderson

US-Regisseur und Partnerin Juman Malouf eröffnen Ausstellung in Wien

Einmal in den Sammlungen des Wiener Kunsthistorischen Museums (KHK) stöbern und die besten Schätze aussuchen - dieser Traum ist für den US-Regisseur Wes Anderson wahr geworden. Der exzentrische Filmemacher und seine Lebensgefährtin, die libanesische Designerin Juman Malouf, durften eine Ausstellung nach ihrem Geschmack zusammenstellen. Seit Dienstag ist die Schau "Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures" in Wien zu sehen. Seit 2012 lädt das KHM jedes Jahr Künstler ein, aus seiner umfassenden Sammlung eine Ausstellung zu konzipieren.

Prozess gegen Kirill Serebrennikow erstmals öffentlich

Der Starregisseur steht seit August 2017 unter Hausarrest

Im Strafprozess der russischen Justiz gegen den Starregisseur Kirill Serebrennikow soll am Mittwoch erstmals öffentlich verhandelt werden. Der international renommierte Künstler und drei Mitangeklagte werden beschuldigt, bei einem Theaterprojekt 133 Millionen Rubel (1,8 Millionen Euro) an Staatsgeldern veruntreut zu haben. Serebrennikow weist die Vorwürfe zurück. Er befindet sich seit August 2017 in Hausarrest. Bei einem ersten Gerichtstermin im Oktober waren hinter verschlossenen Türen Prozessfragen geklärt worden. Das Vorgehen gegen Serebrennikow wird in der russischen Kulturszene als Drohgebärde des Staates empfunden. Viele Künstler haben sich mit ihm solidarisiert.

Geschmackloses Video zum Grenfell-Hochhausbrand

Mittlerweile gab es die sechste Festnahme

Wegen eines geschmacklosen Videos zum Brand des Grenfell-Hochhauses in London sind sechs Männer festgenommen worden. Fünf Männer im Alter von 19 bis 55 Jahren aus dem Süden der britischen Hauptstadt hatten sich bereits am Montagabend selbst der Polizei gestellt, wie Scotland Yard mitteilte. Am Dienstag nahmen die Ermittler einen weiteren Verdächtigen im Alter von 19 Jahren fest. Die Männer hatten ein großes Modell des Hochhauses mit braunen Pappfiguren an den Fenstern in Brand gesetzt. Auf einem im Internet kursierenden Video ist Gelächter zu hören, als ein Mann ruft "Helft mir! Helft mir!". Eine andere Person sagt: "Das passiert mit ihnen, wenn sie keine Miete zahlen." Der Vorfall stieß auf starken Protest in sozialen Medien und bei Angehörigen der Opfer. Premierministerin Theresa May nannte das Video "völlig unakzeptabel". Bei der Katastrophe vor knapp eineinhalb Jahren waren 72 Menschen ums Leben gekommen. Ein kleines Feuer breitete sich rasend schnell in dem Sozialbau aus. Brandschutzauflagen waren ignoriert worden. Vor allem eine neue Fassadenverkleidung machte das Hochhaus zur Todesfalle.

"Erklärung der Vielen" für Weltoffenheit und Toleranz

Kultureinrichtungen, Verbände und Künstler rufen bundesweite Kampagne ins Leben

Kultureinrichtungen, Verbände und Künstler aus Berlin, Dresden, Düsseldorf und Hamburg rufen die bundesweite Kampagne "Erklärung der Vielen" ins Leben. "Wir - die Unterzeichnenden - zeigen gemeinsam Haltung für Toleranz, Vielfalt und Respekt und verpflichten uns, aktiv dafür zu arbeiten", heißt es in der am Dienstag verschickten Einladung zu dem Projekt. Die Kampagne soll am Freitag beginnen und parallel in den genannten Metropolen vorgestellt werden. An der Aktion beteiligen sich in Dresden beispielsweise die Semperoper und das Staatsschauspiel. Das Ziel der Kampagne besteht darin, überregionale Netzwerke für den Austausch von Künstlern und Kultureinrichtungen anzuregen.

Millionenspritze für Berliner Naturkundemuseum

Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt 660 Millionen Euro

Das Berliner Naturkundemuseum erhält für seine Sanierung und Erweiterung eine Geldspritze in dreistelliger Millionenhöhe vom Bund und vom Land. Das Investitionsvolumen betrage insgesamt 660 Millionen Euro, teilte die Berliner Senatskanzlei am Dienstag mit. Die Hälfte dieser Summe kommt demnach als sogenannte Sonderfinanzierung vom Bund, an diesem Donnerstag werde der Haushaltsausschuss des Bundestages die Summe freigeben. Die andere Hälfte steuert das Land Berlin bei.

EU genehmigt Disneys Fox-Deal unter Auflagen

Disney muss Anteile bestimmter Sender in Europa verkaufen

Die Europäische Kommission hat die 71 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Film- und Fernsehgeschäfts des US-Medienkonzerns Twenty-First Century Fox durch den Konkurrenten Walt Disney unter Auflagen genehmigt. Disney müsse seine Anteile an bestimmten Sendern in Europa verkaufen, damit die Zustimmung wirksam werde, teilte die Kommission mit. Zu den Sendern gehören unter anderen History und Crime & Investigation, die von A+E Television Networks kontrolliert werden, einem Gemeinschaftsunternehmen von Disney und Hearst. Im Juni hatte das US-Justizministerium dem Geschäft unter Auflagen zugestimmt. Das Film- und Fernsehgeschäft von Fox hat unter anderem Hits wie "Avatar", die "X-Men"-Reihe, "Titanic" sowie die TV-Serie "Die Simpsons" hervorgebracht. Zum Mickey-Mouse-Erfinder Disney gehören bereits die Sender ABC und ESPN sowie die Häuser Marvel, Pixar und "Stars Wars"-Produzent Lucasfilm.

Eklat um Erdogan-Zeichnung in Ausstellung

Türkische Generalkonsulin forderte, das Bild nicht zu zeigen

Eine kritische Zeichnung, die den türkischen Präsidenten zeigt, hat in einer Ausstellung in Linz am Rhein einen Eklat ausgelöst. Die türkische Generalkonsulin in Mainz, Sibel Müderrisoglu, habe die Stadt Linz dringend ersucht, das Bild des kurdischen Künstlers Ali Zülfikar nicht zu zeigen. Das sagte der Linzer Bürgermeister Hans Georg Faust (CDU). Das Kunstwerk zeigt Recep Tayyip Erdogan laut Zülfikar mit einer Brille, in der sich ein weinendes Kind als Symbol für den Krieg und ein inhaftierter Oppositionspolitiker spiegeln. Unten rechts befinde sich ein Stempelabdruck mit der Inschrift "Erdo-Bananen Republik". Wegen rechtlicher Bedenken sei das Werk bei der Vernissage umgedreht worden, so der Künstler weiter. Der hatte daraufhin den Vermerk "Zensiert von der Stadt Linz" angebracht. Nach eingehenden Beratungen sagte Bürgermeister Faust nun, das Bild könne wieder gezeigt werden - bis zum Ausstellungsende am 18. November.

Lange Haftstrafen für Mörder des Squeezer-Sängers

Jim Reeves wurde 2016 in einem Hostel getötet

Für den tödlichen Angriff auf den Musiker Jim Reeves in einem Hostel in Berlin-Charlottenburg sind zwei Männer zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. 14 Jahre Gefängnis ergingen gegen einen 31-Jährigen. Für 13 Jahre soll ein 24-Jähriger ins Gefängnis. Der 47 Jahre alte Sänger, der in den 90er Jahren mit der Eurodance- und Pop-Formation Sqeezer erfolgreich war, wurde im Februar 2016 in einem Sechs-Bett-Zimmer brutal geschlagen. Reeves habe den Angeklagten, die ein Zimmer mit ihm teilten, zuvor ein sexuelles Kontaktangebot gemacht, hieß es im Urteil. Als der Musiker bereits bewusstlos war, hätten sie ihn "in einer degradierenden, homophobe Gefühle ausdrückenden Art mehrfach mit einem Stuhlbein gepfählt".

Bonn stellt Programm für Beethovens Geburtstag vor

Die Geburtsstadt Bonn will das feiern und erwartet viele Gäste.

Den 250. Geburtstag des Komponisten Ludwig van Beethoven im Jahr 2020 feiert seine Vaterstadt Bonn mit einer Fülle von Konzerten, Kongressen und Ausstellungen. Unter anderem geben die Dirigenten Simon Rattle, Kent Nagano und Daniel Barenboim Konzerte. Wie die Organisatoren in Bonn berichteten, plant die Bundeskunsthalle eine Ausstellung über den Komponisten mit Porträts, Musikinstrumenten, vielen Hörstationen und Dokumenten. Das Bonner Beethovenhaus, wo der Komponist 1770 in einer Dachkammer geboren wurde, vergrößert seine Dauerausstellung."Ziel ist, dass möglichst viele Menschen mit Beethoven in Berührung kommen", sagte Christian Lorenz, der Künstlerische Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums Gesellschaft.

Gleiche Mehrwertsteuer für E-Books und Bücher

EU Richtlinie verabschiedet

Für E-Books und elektronische Ausgaben von Zeitungen und Magazinen können von nun an dieselben Mehrwertsteuersätze wie für gedruckte Medien gelten. "Ab sofort können die Mitgliedstaaten ermäßigte, besonders ermäßigte oder Nullsteuersätze auch auf elektronische Veröffentlichungen anwenden", teilte der Rat der EU mit. In den meisten EU-Staaten gilt bislang für gedruckte Bücher und Zeitungen ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz, nicht jedoch für digitale Medien. In Deutschland werden für gedruckte Medien und Hörbücher auf Datenträgern bislang sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig. Für E-Books, Hörbücher zum Download und E-Paper von Zeitungen und Magazinen gilt hingegen der normale Steuersatz von 19 Prozent. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte im Oktober eine Reform der deutschen Mehrwertsteuer angekündigt, um die Sätze anzugleichen.

EU: Mehr Jugendschutz auf Video-Plattformen

Plattformen sollen schnell auf jugendgefährdende Inhalte reagieren

Für Video-Plattformen wie Netflix und YouTube gelten in der EU bald strengere Jugendschutz-Regeln. Damit wolle man Kinder und Jugendliche vor allem vor gewaltverherrlichenden Inhalten schützen, teilten die EU-Staaten in Brüssel mit. Die Reform der Richtlinie für audiovisuelle Medien nun offiziell in Kraft. Die EU-Länder haben 21 Monate Zeit, sie in nationales Recht umzusetzen. Den neuen Regeln zufolge müssen Plattformen wie Youtube oder Netflix schnell reagieren, wenn Nutzer gefährliche oder anstößige Videos melden. Für solche Meldungen müssen die Anbieter leicht zu handhabende Mechanismen bereitstellen. Außerdem müssen die Plattformen Maßnahmen dazu ergreifen, Jugendliche und Kinder vor schädlichen Werbeinhalten zu schützen. Ansonsten sieht die Richtlinie etwas mehr Freiheit für Sender beim Werben vor.

Frankreich ehrt Kriegsautor Maurice Genevoix

Überreste werden stellvertretend für die Generation 1914 ins Pantheon überführt

Bei den Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkriegs hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Ehrung für den Schriftsteller Maurice Genevoix angekündigt. Die sterblichen Überreste des früheren Soldaten und Autors sollen im kommenden Jahr ins Pariser Pantheon überführt werden, wie Macron in Les Éparges nahe Verdun in Ostfrankreich ankündigte. Von seinen Kriegserlebnissen erzählte er in dem Sammelband "Ceux de 14" (Die 14er). Macron sagte, der 1980 verstorbene Schriftsteller werde stellvertretend für eine ganze Generation von Männern und Frauen ausgezeichnet, die von 1914 bis 1918 ihr Leben riskiert hätten. Der 1890 geborene Schriftsteller verarbeitete seine Kriegserlebnisse in 14 Werken. Im Jahr 1926 erhielt er für seinen Roman "Raboliot" den bedeutendsten französischen Literaturpreis Goncourt.

US-Medien setzen rassistische Trump-Wahlwerbung ab

Spot rückt Migranten in schlechtes Licht

Führende US-Medien gaben bekannt, einen Wahlwerbung für die republikanische Partei von Präsident Trump wegen Rassismus nicht mehr zu senden. Das meldete der Sender CNN. In dem Spot wird die Migrantenkarawane, die auf die US-Grenze zusteuert als Bedrohung dargestellt. Um diese anschaulich zu machen wird der illegale eingewanderte Polizistenmörder Luis Bracamontes eingeblendet. Der sagt lachend in die Kamera, er bedaurem nicht mehr getötet zu haben. Selber hatte CNN den Spot nicht im Programm, aber die Sender NBC und Fox News, der den Republikanern nahe steht, sowie Facebook gaben an, die Werbung für die Republikaner nicht mehr zu senden. Am Wochenende war der Spot bereits von Millionen Amerikanern gesehen worden.

Facebook sperrt vor US-Wahlen 115 verdächtige Konten

US-Strafermittler hatten Hinweis gegeben

Kurz vor Beginn der US-Kongresswahlen hat Facebook 115 Nutzerkonten wegen des Verdachts der politischen Einflussnahme durch Russland gesperrt. Das weltgrößte Internet-Netzwerk gab bekannt, am Sonntag einen Hinweis von den US-Strafermittlern erhalten zu haben. Das Unternehmen prüfe nun, ob die Konten mit der russischen Internet Research Agency oder einer anderen Einrichtung in Verbindung stehen. Die US-Regierung hat der Internet Research Agency vorgeworfen, Internetplattformen Falschinformationen zu verbreiten und sich so in die heimische Politik einzumischen. Die Betreiber von Internetplattformen haben eine stärkere Wachsamkeit gegenüber Wahlbeeinflussung zugesagt, nachdem sie sich auf derartige Versuche bei der US-Präsidentenwahl vor zwei Jahren unzureichend vorbereitet sahen.

MDR-Chefin wird Schweizer Radio und Fernsehen leiten

Nathalie Wappler Hagen wechselt im Frühjahr 2019 in die Schweiz

Die MDR-Programmdirektorin Nathalie Wappler Hagen wird neue Direktorin von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Sie wurde einstimmig gewählt, wie die übergeordnete Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR mitteilte. Nathalie Wappler Hagen ist Schweizerin. Sie übernimmt die Aufgabe im Frühjahr 2019. Sie war früher Kulturchefin beim SRF und hat auch Stationen bei 3sat und dem ZDF hinter sich. Im Mai 2016 wurde sie zur MDR-Programmdirektorin gewählt.

Autopsie: Mac Miller an Überdosis gestorben

US-Rapper war im September tot aufgefunden worden

Der Anfang September tot gefundene US-Rapper Mac Miller ist laut Gerichtsmedizinern an einer versehentlichen Überdosis von Drogen, Medikamenten und Alkohol gestorben. Dem Autopsiebericht zufolge wurden unter anderem Kokain und das starke Schmerzmittel Fentanyl nachgewiesen, wie die Behörde in Los Angeles mitteilte. Sanitäter waren am 7. September per Notruf zum Haus des 26 Jahre alten Musikers in Studio City, einem Stadtteil von Los Angeles, gerufen worden. Dort sei sein Tod festgestellt worden, teilte die Gerichtsmedizin mit. Der in Pittsburgh geborene Ex-Freund von Sängerin Ariana Grande hatte mit Songs wie "Weekend", "Cinderella" und "Donald Trump" Erfolg. In diesem Herbst wollte er auf Tournee gehen. Der Rapper mit dem bürgerlichen Namen Malcolm James McCormick hatte in seinen Songs und in Interviews Suchtprobleme angesprochen.

Buchhandlung Lehmkuhl gegen Boykott rechter Verlage

Geschäftsführer Lemling sieht hysterische und vergiftete Diskussion

Der Geschäftsführer der Münchner Buchhandlung Lehmkuhl, Michael Lemling, hält nichts davon, Buchgeschäfte zu boykottieren, weil sie Werke rechter Verlage anbieten. "Wer sich gegen Rechts engagiert, sollte wissen, was Rechte denken und lesen, wie sie argumentieren", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Das sei ihm auch deshalb so wichtig, weil die Rechten nicht mehr so dumpf seien wie vor 30 Jahren. Rechtsintellektuelle wie der Leiter des Antaios-Verlags, Götz Kubitschek, und seine Autoren forderten einen richtig heraus und hätten eine Lesebegeisterung, die manchen Linken abgehe. Mit Boykotten komme man da nicht weiter. Die öffentliche Diskussion sei heutzutage hysterisch und vergiftet. Niemand wolle mehr miteinander sprechen. Lemling reagiert damit auf die Entscheidung der "Spiegel"-Kolumnistin Margarete Stokowski, eine Lesung in der Buchhandlung Lehmkuhl abzusagen, weil dort unter anderem Bücher des Antaios-Verlags angeboten werden.

Daniel Wisser erhält Österreichischen Buchpreis

Autor überzeugt mit Roman "Königin der Berge"

Daniel Kärntner ist mit dem mit 20.000 Euro dotierten Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet worden.Der gebürtige Kärntner überzeugte die Jury mit seinem Roman "Königin der Berge", der um das Thema Sterbehilfe kreist. Multiple Sklerose wirft einen Mann in der Mitte seines Lebens aus der Bahn und zwingt ihn in Rollstuhl und Pflegeheim. Nun versucht er, seine Helferinnen und Helfer für seinen Todesplan zu gewinnen. Die Jury empfand das Buch „bei aller Tragik des Themas als eine überaus anregende und keineswegs düstere Lektüre“. Den mit 10.000 Euro dotierten Debütpreis erhielt Marie Gamillscheg für "Alles was glänzt“. Die in Berlin lebende Grazerin widmet sich darin einem kleinen, einst vom Bergbau geprägten Ort mit immer weniger Einwohnern.

Grütters für Einheitsdenkmal in Leipzig

Kulturstaatsministerin ruft Bürger auf, sich dafür einzusetzen

Die Stadt Leipzig soll ein Freiheits- und Einheitsdenkmal bekommen – das meint zumindest Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Sie sagte heute in Leipzig, sie finde es bedauerlich, dass ausgerechnet in der Stadt, in der die Macht von SED und Stasi durch ein friedlich aufbegehrendes Volk gebrochen wurde, immer noch nicht angemessen an dieses herausragende Ereignis erinnert werde. Die Bürger sollten sich mit Beharrlichkeit, Einfallsreichtum und Kreativität dafür einsetzen, dass auch die "Heldenstadt von 1989" endlich ihr Denkmal bekomme. Vor vier Jahren war ein Denkmals-Entwurf mit 70.000 bunten Würfeln nach jahrelangem Streit auf Eis gelegt worden. Seither wurde immer wieder überlegt, wie ein neuer Anlauf für ein Denkmal unternommen werden könnte.

Walter Hagen-Groll ist tot

Deutsche Oper Berlin ehrt ihren langjährigen Chordirektor

Walter Hagen-Groll, langjähriger Chordirektor der Deutschen Oper Berlin, ist tot. Er verstarb am Sonnabend mit 91 Jahren in Salzburg, wie das Haus heute mitteilte. 23 Jahre lang war Hagen-Groll für die Deutsche Oper tätig. Er "machte aus den 120 Sängern und Sängerinnen ein Kollektiv, das mit seinem Ausdrucksspektrum die Möglichkeiten eines Opernchores erweiterte und damit den Chor als gleichberechtigten Partner von Sängern und Orchester etablierte", teilte das Haus mit. Hagen-Groll wurde 1927 in Chemnitz geboren, trat sein Amt als Chordirektor der Deutschen Oper Berlin bereits mit 34 Jahren an und wechselte erst 1984 für zwei weitere Jahre an die Wiener Staatsoper. Nach 1986 lehrte er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst "Mozarteum" in Salzburg.

Kulturnachrichten hören

November 2018
MO DI MI DO FR SA SO
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 1 2

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

Hype um ComputerspielWie Fortnite die Welt erobert
Ein Junge spielt das Videospiel Fortnite, aufgenommen 2018  (picture alliance / Frank May)

Ein Game hat dieses Jahr für besonders viel Aufmerksamkeit gesorgt: Fortnite. Der Shooter eroberte 2018 viele Kinderzimmer und sorgte angeblich dafür, dass Özil Rückenschmerzen hat. Game-Experte Marcus Richter erklärt, warum das Spiel so beliebt ist.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur