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Kulturnachrichten

Sonntag, 2. Oktober 2016

Joy Fielding stellt in München neuen Krimi vor

Stargast auf diesjährigem Krimi-Festival

Die kanadische Krimi-Autorin Joy Fielding stellt am Sonntagabend in München ihren neuen Roman "Die Schwester" vor. Sie ist einer der Stars des diesjährigen Krimi-Festivals. Schauspielerin Suzanne von Borsody leiht der Schriftstellerin ihre deutsche Stimme. In dem Roman erzählt Fielding die Geschichte eines Ehepaares, dessen kleine Tochter im Urlaub auf mysteriöse Weise aus einem Hotelzimmer verschwindet. Das Kind taucht nie wieder auf. Jahre später meldet sich telefonisch eine Frau, die behauptet, die verschwundene Tochter zu sein. Joy Fielding gehört zu den erfolgreichsten Krimi-Autorinnen weltweit. Den Durchbruch schaffte sie vor 25 Jahren mit "Lauf, Jane, lauf!".

Dirigent Sir Neville Marriner ist tot

Gründer der "Academy of St. Martin in the Fields"

Der britische Dirigent, Sir Neville Marriner, ist tot. Er starb er im Alter von 92 Jahren, wie die "Academy of St. Martin in the Fields" mitteilte. Das Kammerorchester hatte Marriner selbst mitbegründet und es als Violinist und später als Dirigent zu einem herausragenden Ensemble gemacht. Marriner leitete außerdem das Los Angeles Chamber Orchestra und das Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart, er war Gastdirigent bei Orchestern wie der Staatskapelle Dresden und dem Royal Concertgebouw Orchester Amsterdam. Seine mehr als 600 Einspielungen umfassen Werke der barocken und romantischen Musik bis zu zeitgenössischen Komponisten. Für seine musikalischen Verdienste ernannte Königin Elizabeth II. ihn 1975 zum Commander of the British Empire und erhob ihn 1985 in den Adelsstand.

Inkognito von Elena Ferrante angeblich gelüftet

Sie sei die Übersetzerin Anita Raja

Die streng gehütete Identität der italienischen Erfolgschriftstellerin Elena Ferrante ("Meine geniale Freundin") ist laut einem Zeitungsbericht angeblich geklärt. Der italienische Enthüllungsjournalist Claudio Gatti schreibt in der Sonntagsbeilage der Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 ore", hinter dem Pseudonym verberge sich die Übersetzerin Anita Raja. Deren Name war bereits früher im Rätselraten um die Identität gefallen. Der Artikel erschien am Sonntag zeitgleich in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", der amerikanischen Zeitschrift "The New York Review of Books" und auf der französischen Website Mediapart. Gatti folgte demnach der "Spur des Geldes". Raja arbeite als freie Übersetzerin für den italienischen Verlag Edizioni e/o, in dem Ferrantes Werke erscheinen. Seit dem Riesenerfolg der englischen Ausgabe der Tetralogie hätten sich die Zahlungen an Raja vervielfacht, was mit der Tätigkeit als Übersetzerin nicht zu erklären sei.

Schlosskirche in Wittenberg feierlich wiedereröffnet

Bundespräsident und dänische Königin anwesend

Mit einem Festgottesdienst in Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck und der dänischen Königin Margrethe II.
ist die Wittenberger Schlosskirche nach mehrjährigen Sanierungsarbeiten wieder eröffnet worden. An der Tür des Gotteshauses soll der Reformator Martin Luther 1517 seine 95 Thesen angeschlagen haben. Luther liegt dort begraben. "Wir freuen uns, dass die Schlosskirche wieder in neuem Glanz erstrahlt", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zu Beginn des Gottesdienstes. Im Jahr des Reformationsjubiläums könnten auch viele Besucher aus aller Welt diesen "kraftvollen Ort" ganz persönlich erleben. Der Vorfahr der dänischen Königin, Christian II.,war nach seiner Absetzung 1523 nach Wittenberg geflüchtet, wo er im Haus des Malers Lukas Cranach lebte und persönlichen Kontakt mit Martin Luther und Philipp Melanchthon pflegte.

Kinderfilmtage: "Heidi" gewinnt Emmi

Film von Alain Gsponer sei "spannend, lustig, traurig und nie langweilig"

Der Film "Heidi" ist zum Abschluss der Kinderfilmtage im Ruhrgebiet als bester Kinderfilm 2016 mit dem Preis Emmi ausgezeichnet worden. Hauptdarstellerin Anuk Steffen wurde zudem für ihre Darstellung der Heidi mit dem Preis Emo als beste Kinderdarstellerin geehrt, wie die Veranstalter der Kinderfilmtage am Sonntag in Essen mitteilten. Mit der Verleihung des mit 2.000 Euro dotierten Emo und des mit 1.000 Euro dotierten Emmi in der Essener Lichtburg endete das Kinderfilmfestival. Der Emmi wird von einer Kinderjury verliehen. Die jungen Juroren erklärten, sie hätten mit "Heidi" einen Film ausgewählt, der viele verschiedene Gefühle in ihnen ausgelöst habe. Der Film von Alain Gsponer aus dem Jahr 2015 sei spannend, lustig, auch traurig und damit nie langweilig, obwohl er eine bekannte Geschichte erzähle. Die Emo-Jury, die mit erwachsenen Film-Experten besetzt ist, würdigte die Strahlkraft und Zärtlichkeit von Hauptdarstellerin Anuk Steffen, die es ermögliche, eine altbekannte Geschichte überzeugend und frisch zu erzählen.

Heine-Preis 2016 geht an Britin Kennedy

Ausgezeichnet wird ihr eigenwilliges literarisches Werk

Die britische Schriftstellerin Alison Louise Kennedy erhält den Heine-Preis 2016 der Stadt Düsseldorf. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Er soll im Dezember überreicht werden. "Ausgezeichnet wird die in Glasgow geborene Autorin für ihr eigenwilliges literarisches Werk, in dem sie die Grenzen menschlicher Seele und zugleich die des Schreibens auslotet", hieß es in der Jury-Begründung. "Ihr Blick auf politische und soziale Zustände schärft gesellschaftliche Diskussionen, etwa über den Irak-Krieg oder den Brexit". In der Tradition Heinrich Heines sei Kennedy eine große Literatin und eine streitbare Europäerin. Der Heine-Preis zählt zu den wichtigsten Kultur- und Literaturpreisen in Deutschland. 2014 hatte der Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge den Preis erhalten. Weitere Preisträge sind Jürgen Habermas, Simone Veil, Walter Jens, Marion Gräfin Dönhoff, Max Frisch und Richard von Weizsäcker.

70 Künstler beim Theaterfestival Unidram

Sieben Inszenierungen geplant

Rund 70 Künstler aus Russland, Israel, Frankreich, Ungarn, Tschechien, Deutschland und den Niederlanden werden in diesem Jahr beim Internationalen Theaterfestival Unidram in Potsdam mitwirken. Sie sind vom 8. bis 12. November in sieben Inszenierungen zu sehen, wie die Veranstalter mitteilten. Aufführungsort ist das T-Werk in der Schiffbauergasse. Im Vorjahr kamen etwa 2000 Besucher zu den Veranstaltungen. Zum Auftakt kommt am 8. November ein Stück des in den Niederlanden lebenden brasilianischen Künstlers Duda Paiva auf die Bühne. Erzählt wird eine Geschichte von Krankheit und Heilung. Erstmals außerhalb von Russland zeigt Akhe, ein Künstlerkollektiv aus St. Petersburg, seine Performance zum Tibetischen Totenbuch.

Alec Baldwin parodiert Trump im TV-Duell

Auftritt in NBC-Sendung "Saturday Night Live"

Der US-Schauspieler Alec Baldwin gesellt sich zur Riege der Donald-Trump-Imitatoren. Mit der Komikerin Kate McKinnon als Hillary Clinton lieferte sich der 58-Jährige in der NBC-Sendung "Saturday Night Live" am Wochenende eine Comedy-Version des ersten TV-Duells der Präsidentschaftskandidaten. Mit blonder Tolle, gespitztem Mund und schnaubenden Zwischenrufen war Baldwin kaum vom Original zu unterscheiden. Die zur Stammbesetzung der Show gehörende McKinnon mimte eine Clinton, die mit großen Augen die Einlassungen ihres Debatten-Gegners verfolgte und sich über dessen verbale Eigentore freute. Trumps Optik, aggressive Rhetorik und zuweilen exzentrische Aussprache haben schon mehreren Stars eine perfekte Bühnenvorlage geboten. So schlüpfte schon mehrfach TV-Moderator Jimmy Fallon in die Trump-Rolle - unter anderem in einem Interview mit demselben. Auch Oscar-Preisträgerin Meryl Streep lieferte in einer Aufführung eine Parodie des Republikaners.

Malu Dreyer eröffnet Maya-Ausstellung

Viele der Exponate werden erstmals in Europa gezeigt

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat in Speyer eine Ausstellung über die präkolumbianische Kultur der Maya eröffnet. Die Schau im Historischen Museum der Pfalz rücke das Verhältnis von Mensch und Natur in den Fokus, sagte die SPD-Politikerin nach einer Mitteilung der Staatskanzlei. An der Eröffnung der Ausstellung nahm auch der guatemaltekische Kulturminister José Luis Chea Urruela teil. Die Ausstellung sei ein Spiegel für die intensive und erfolgreiche kulturelle Partnerschaft zwischen Deutschland und den Ländern Mittelamerikas, sagte Dreyer. Von den 250 Exponaten der bis 23. April 2017 dauernden Ausstellung werden viele erstmals in Europa gezeigt. Die Schau will Antworten auf Fragen nach dem Alltagsleben der Maya und dem Verschwinden der Hochkultur geben.

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