Seit 00:05 Uhr Neue Musik
Donnerstag, 06.05.2021
 
Seit 00:05 Uhr Neue Musik

Interview / Archiv | Beitrag vom 05.12.2006

Josefsson: "Deutschland hat eine historische Chance"

Energie-Berater zum Klimaschutz

Industrieanlage (AP)
Industrieanlage (AP)

Der zum Klimaschutzbeauftragten der Bundesregierung ernannte Chef des Stromkonzerns Vattenfall, Lars Göran Josefsson, sieht Deutschland vor einer historischen Aufgabe. Mit der 2007 beginnenden Ratspräsidentschaft müsse es dafür sorgen, ein Nachfolgeabkommen zum weltweiten Klimaschutz für das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zu schaffen.

Im Deutschlandradio Kultur sagte Josefsson: "Deutschland hat eine historische Chance eine solche Agenda maßgeblich zu konkretisieren." Spätestens 2009 müssten Pläne für ein neues System zum Klimaschutz bei den EU- und G8-Staaten vorliegen. Die Menschen hätten noch zehn bis fünfzehn Jahre Zeit, den Klimawandel in der Welt noch aufzuhalten.

Lars Göran Josefsson ist Präsident des schwedischen Energieversorgers Vattenfall und Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Tochtergesellschaft Vattenfall Europe AG. Ökonomie und Ökologie schlössen sich nicht aus. Im Gegenteil: "Grüne Unternehmenspolitik ist eine sehr vernünftige Firmenpolitik. Interessant für den Klimaschutz ist doch; Die Technologien sind nicht das Problem, auch nicht Kapital, sondern die Politik", sagte Joseffson. Der alleinige Grund, warum Stromkonzerne nicht auf fossile oder atomare Energien verzichten könnten, sei: "Es ist nicht möglich so schnell und in solchem Volumen regenerative Energien einzusetzen, um das Problem zu lösen. Sonst würden wir das natürlich machen."

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Interview

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur