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Kulturnachrichten

Sonntag, 5. Juni 2016

José Carreras singt gerne mit Fußballfans

FC Barcelona ist für Katalanen identitätsstiftend

Der spanische Star-Tenor José Carreras ist bekennender Fan des Fußballvereins FC Barcelona - und feuert ihn mit Schlachtengesängen an: "Ich singe sehr gern als Fußballfan mit all den anderen", sagte Carreras der "Welt am Sonntag". Er singe dabei "natürlich immer sehr diskret". Manchmal schreie er sich beim Anfeuern auch die Lunge heraus. Seine Leidenschaft für die Fußballmannschaft aus der Hauptstadt Kataloniens reicht zurück bis in die Ära der Franco-Diktatur, in der die katalanische Sprache und Kultur verboten waren. "Der FC Barcelona war identitätsstiftend" und die Unterstützung des Teams "damals die einzige Möglichkeit, unsere katalanischen Traditionen, unsere Sprache, unsere Identität gegen Franco zu verteidigen", sagte Carreras der Zeitung.

Ovationen für Martha Argerich zum Geburtstag

Pianistin gab an ihrem 75. Geburtstag ein Konzert in Berlin

Minutenlange Ovationen und ein "Happy Birthday": An ihrem 75. Geburtstag ist die Pianistin Martha Argerich in der Berliner Philharmonie mit Ovationen bedacht worden. Nach einem Konzert Argerichs mit ihrem langjährigen Freund Daniel Barenboim erhob sich das Publikum von seinen Sitzen und spendete rund 20 Minuten Beifall. Zuvor hatte die Staatskapelle Berlin ein Geburtstagsständchen angestimmt, das Publikum sang mit. Vor einer Zugabe zum Abschluss beschenkte Barenboim seine Klavierpartnerin mit einem großen Blumenstrauß. Argerich zählt seit einem halben Jahrhundert zu den bedeutendsten Pianisten weltweit und ist in den vergangenen Jahren immer wieder mit Barenboim aufgetreten.

Kinderfilmfestival "Goldener Spatz" gestartet

34 Produktionen im Wettbewerb

Mit einer Portion Spaß und Skurrilität hat das größte deutsche Kinderfilmfestival "Goldener Spatz" begonnen. Eröffnet wurde die 24. Ausgabe des Deutschen Kinder-Medien-Festivals in Gera mit dem Animationsfilm "Der Maulwurf und der Regenwurm" und der deutschen Festivalpremiere "Doktor Proktors Zeitbadewanne". Die Entscheidung über die Vergabe der "Goldenen Spatzen" trifft eine Kinderjury, der 34 Mädchen und Jungen aus Deutschland, Südtirol, Österreich, Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein und Belgien angehören. Erwartet werden zu dem Festival etwa 17.000 Besucher. Zu den Filmvorführungen haben sich zudem fast 100 Filmgäste wie Schauspieler, Regisseure, Autoren und Produzenten angekündigt. In der Deutschen Kindermedienstiftung "Goldener Spatz" arbeiten MDR, ZDF, RTL, die Thüringer Landesmedienanstalt, die Mitteldeutsche Medienförderung, die Stadt Gera und die Landeshauptstadt Erfurt zusammen.

Berliner Biennale lockt Tausende

Schau zeitgenössischer Kunst läuft bis 18. September

Mit ersten Darbietungen hat die 9. Berliner Berlinale ihr Eröffnungswochenende begangen. Die Künstler traten in der Akademie der Künste, in dem privaten Museum The Feuerle Collection und auf dem Fahrgastschiff Blue-Star auf. Zur Vorbesichtigung am vergangenen Donnerstag und Freitag sowie zur offiziellen Eröffnung am Freitagabend kamen nach Angaben der Veranstalter insgesamt 10000 Besucher. Wie viele es am gesamten Wochenende waren, war zunächst unklar. "Das Publikum ist sehr international", sagte Sprecherin Henriette Sölter. "Die Leute kommen aus Asien, Amerika, Afrika und natürlich aus Europa". Die meisten Besucher interessierten sich für das KW Institute for Contemporary Art und die Akademie der Künste. Diese beiden Orte seien aber auch die größten Schauplätze der Biennale mit den meisten ausgestellten Arbeiten, so Sölter. An fünf verschiedenen Orten präsentiert die Biennale bis zum 18. September 2016 unter dem Motto "The Present in Drag" zeitgenössische Kunst.

Gila Lustiger erhält Jakob-Wassermann-Literaturpreis

Preis ist mit 10000 Euro dotiert

Die Autorin und Journalistin Gila Lustiger ist mit dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis 2016 der Stadt Fürth ausgezeichnet worden. Die 53-Jährige sei bekannt für ihr "widerständiges Erzählen im Sinne von Freiheit und Humanität", teilte die Stadt nach der Preisverleihung in Fürth mit. Zu ihren bekanntesten Werken zählen "Die Bestandsaufnahme", "So sind wir" und der 2015 erschienene Gesellschaftsroman "Die Schuld der anderen". Die in Frankfurt am Main geborene Autorin lebt in Paris. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Die Stadt verleiht ihn alle zwei Jahre in Erinnerung an den in Fürth geborenen Erzähler Jakob Wassermann (1873-1934). Die letzten drei Preisträger waren Urs Widmer, Gerhard Roth und Feridun Zaimoglu.

Abitur "op platt" in Mecklenburg-Vorpommern

Land stellt für Plattdeutsch-Abitur jeweils eine Lehrerstelle zusätzlich bereit

An sechs Gymnasien und Gesamtschulen in Mecklenburg-Vorpommern können Schüler künftig das Abitur auf Plattdeutsch ablegen. Das Land will dafür jährlich insgesamt 450.000 Euro bereitstellen, wie Bildungsminister Mathias Brodkorb auf dem Plattdütsch-Bäukerdag (Büchertag) in Rostock ankündigte. Er freue sich sehr über das Interesse der Schulen an der niederdeutschen Sprache, sagte der Minister. Ursprünglich waren nur vier Schulen für das Programm vorgesehen. Das Land stellt für das Abitur auf Plattdeutsch an jeder der ausgewählten Schulen eine Lehrerstelle zusätzlich bereit.

Dresdner Musikfestspiele mit Besucherrekord

Durchschnittlichen Platzauslastung lag bei 93 Prozent

Mit einem Konzert des Festspielorchesters sind die 39. Musikfestspiele in Dresden zu Ende gegangen. Unter Leitung von Ivor Bolton spielte das eigens für das Festival zusammengestellte Orchester die 2. Sinfonie von Robert Schumann, dessen Cellokonzert mit Festspielintendant Jan Vogler als Solisten und Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie. Das Festival stand unter dem Motto "Zeit" und erreichte nach Veranstalterangaben mit rund 48 000 Zuschauern einen Besucherrekord. Bei einer durchschnittlichen Platzauslastung von 93 Prozent seien die Einnahmen aus den Kartenverkäufen in diesem Jahr erstmals auf knapp über eine Million Euro angewachsen.

Dieter von Holtzbrinck gibt Verlagsführung ab

Medienunternehmer Michael Grabner übernimmt im Herbst

Verleger Dieter von Holtzbrinck zieht sich zurück. Er übergibt den Vorsitz des Aufsichtsrates seiner DvH Medien GmbH mit seinem 75. Geburtstag am 29. September an den Medienunternehmer Michael Grabner. Das teilte die Gesellschaft in Stuttgart mit. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Grabner war bisher stellvertretender Vorsitzender des Kontrollgremiums. Diesen Posten soll künftig der österreichische Verleger Eugen Russ übernehmen. Die 2009 gegründete DvH Medien GmbH ist die Holding für die Verlagsgruppen "Handelsblatt" (Düsseldorf), "Tagesspiegel" (Berlin) und die DvH Ventures GmbH (Köln). Hinzu kommt eine 50-prozentige Beteiligung am "Zeit"-Verlag (Hamburg).

"Star Wars"-Fan-Film ist Web-Video des Jahres

17-minütiger Clip enstand an der Fachhochschule Aachen

Ein an der Fachhochschule Aachen als Prüfungsarbeit entstandenes Online-Video ist von der European Web Video Academy als "Video des Jahres" ausgezeichnet worden. Das Team um Regisseur Shawn Bu hatte für einen "Star Wars"-Fan-Film auf der Internet-Videoplattform YouTube mehr als neun Millionen Klicks gesammelt. Der Student hatte den 17-Minüter mit dem Titel "Darth Maul: Apprentice" für seine Bachelorarbeit gedreht. Bei der Preisverleihung in Düsseldorf wurde die Supermarktkette Edeka für ihre Weihnachtswerbung mit einem einsamen Rentner in der Kategorie "Commercial" ausgezeichnet. Der Spot um einen Rentner, der mit einer fingierten Todesanzeige seine Kinder zu Weihnachten nach Hause lockt, hatte sich ebenfalls im Netz zum Renner entwickelt.

Sophia Loren in Rumänien für Lebenswerk geehrt

Italienischer Filmstar erhielt Sonderpreis beim Filmfestival in Cluj

Die italienische Filmdiva Sophia Loren hat beim Transilvania International Film Festival (TIFF) im rumänischen Cluj-Napoca einen Sonderpreis für ihr Lebenswerk erhalten. Die 81-Jährige nahm die Auszeichnung unter dem Beifall des Publikums entgegen und zeigte sich "sehr gerührt" über die "riesige Überraschung". Das Werk des rumänischen Regisseurs Bogdan Mirica, "Dogs", das dieses Jahr schon in Cannes in der Sektion "Un certain regard" zu sehen war, gewann den Preis als bester Film. Das Festival, eines der einflussreichsten auf dem Balkan, fand zum 15. Mal statt. Gezeigt wurden mehr als 250 Filme, einige von ihnen als Weltpremieren.

Christian Wulff würdigt Fatih Akin

Türkischstämmiger Regisseur erhält Integrationspreis der Insel Norderney

Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat den türkischstämmigen Regisseur Fatih Akin für seine Filme über Zuwanderung und Integration gewürdigt. Akin lägen Verständigung, Aussöhnung und Respekt im Spannungsverhältnis zwischen Mehrheit und Minderheiten am Herzen, sagte Wulff bei der Verleihung des Integrationspreises der Insel Norderney. Der Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor nahm dort die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen. Christian Wulff ist Schirmherr des 27. Internationalen Filmfestes Emden-Norderney. Akins Filme erzählten sensibel von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte: "Es sind unkonventionelle, ehrliche Filme." Die Jury des Filmfestes urteilte, der Regisseur habe in seinen Filmen wiederholt Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die zwischen Orient und Okzident zerrissen seien. Er habe auf mitreißende Weise gezeigt, wie schmerzhaft die Eingliederung in eine neue Gesellschaft sein könne. Akin sei ein herausragender Vertreter des deutschen Autorenkinos.

Adenauer-Literaturpreis für Michael Kleeberg

Mit 15000 Euro dotierte Auszeichnung wurde in Weimar verliehen

Der Schriftsteller Michael Kleeberg ist in Weimar mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet worden. Seine literarische Meisterschaft liege "in ebenso eleganten wie eindringlichen Gesellschaftsporträts unserer Gegenwart", begründete die Jury ihre Entscheidung für die Vergabe der mit 15.000 Euro dotierten Auszeichnung. Die Laudatio hielt der Intendant der Staatsoper Unter den Linden, Jürgen Flimm. Für seine Werke wurde Kleeberg bereits mehrfach ausgezeichnet unter anderem mit dem Anna-Seghers-Preis und dem Hölderlin-Preis. Den literarischen Durchbruch schaffte er nach Darstellung des Leiters des Referats Literatur der Adenauer-Stiftung, Michael Braun, mit seinem Roman "Ein Garten im Norden". Seine Werke "gehen der Identität des europäischen 'Mutbürgers' auf den Grund, der sich mit dem globalisierten Fortschritt abgefunden hat, aber weiterhin des Trostes von Kunst und Metaphysik bedarf", erklärte die Jury.

Technische Universität bezieht neues Akademiezentrum

Ehemaliges Zisterzienserkloster wurde drei Jahre lang restauriert

Die Technische Universität München (TUM) hat ihr neues Akademiezentrum im historischen Kloster Raitenhaslach an der Salzach eröffnet. Vorausgegangen war eine dreijährige Restaurierung des Prälatenstocks des ehemaligen Zisterzienserklosters für rund 20 Millionen Euro, wie die TUM mitteilte. Das Kloster wurde 1764 fertiggestellt. Seit der Säkularisation von 1803 war es im privaten Besitz. Die Stadt Burghausen ersteigerte das Gebäude im Jahr 2003. Auf insgesamt 1.000 Quadratmeter schuf die Hochschule nach eigenen Angaben nun ein Zentrum für Wissenschaftler und Studierende. Es biete einen Tagungsraum für bis zu 180 Personen sowie weitere Seminarräume. Internationale Konferenzen, Workshops und Ferienakademien sollen Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen zusammenkommen. In zwei Studierzimmern könnten sich Promovierende einquartieren, um ihre Doktorarbeit zu schreiben.

Martin Meyer erhält Ludwig-Börne-Preis

Mit 20000 Euro dotierter Preis wurde in der Frankfurter Paulskirche verliehen

Der Publizist und langjährige Feuilleton-Chef der "Neuen Zürcher Zeitung", Martin Meyer, hat in der Frankfurter Paulskirche den mit 20.000 Euro dotierten Ludwig-Börne-Preis 2016 erhalten. Der Preisrichter, der Pianist András Schiff, begründete seine Wahl mit Meyers Essays und Analysen, "die zu den interessantesten und anregendsten ihrer Gattung im deutschsprachigen Raum zählen". In der Tradition von Börne beschäftige er sich "auf hohem sprachlichen Niveau" mit Fragen der Literatur, der Musik und der Gesellschaftspolitik. Meyer nannte in seiner Dankrede Börne einen "Fanatiker der Freiheit", der "gegen falsche Verhältnisse und gemütliche Kompromisse" gekämpft habe. Die seit 1993 vergebene Auszeichnung gehört zu den renommiertesten Preisen für Essays und Reportagen im deutschen Sprachraum. Über den Preisträger entscheidet allein ein vom Stiftungsvorstand benannter Juror.

"Rock am Ring" abgebrochen

Zehntausende Fans treten vorzeitig den Heimweg an

Nach Unwettern und Blitzeinschlägen mit mehr als 80 Verletzten ist in der Eifel das Festival "Rock am Ring" abgebrochen worden. Die Verbandsgemeinde Mendig in Rheinland-Pfalz entzog die Genehmigung für die Fortsetzung der Veranstaltung mit rund 90 000 Besuchern. Beim Festival auf völlig verschlammtem Gelände hatte es am Samstagabend nach zwischenzeitlicher Unterbrechung noch einmal ein Konzert auf zwei Bühnen gegeben. Dabei jubelten Zehntausende Rock-Fans der US-Band Red Hot Chili Peppers zu. Zwei Stunden nach Mitternacht trat auch noch die Berliner Rockband The BossHoss auf. Am Sonntagvormittag machten sich die Besucher auf den Heimweg. Bis 12.00 Uhr sollten sie auf Anordnung der Behörden auch die Campingplätze geräumt haben, da gegen 13.00 Uhr neue Gewitter vorhergesagt waren.

Entscheidung über Museum Morsbroich zieht sich hin

Stadtrat werde sich nach Sommerferien mit Sparmaßnahmen befassen

Die Entscheidung der Stadt Leverkusen über die Zukunft des renommierten Museums Morsbroich wird sich noch Monate hinziehen. Der Stadtrat werde nicht wie ursprünglich geplant Ende Juni einen Vorschlag zur Umsetzung der umstrittenen Sparmaßnahmen im Kulturbereich vorlegen, sagte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage. Erst nach den Sommerferien werde sich der Rat damit befassen. Bis dahin sollten auch noch Vorschläge der Bürger und der Politik geprüft werden. Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft KPMG hatten empfohlen, das Kunstmuseum zu schließen, damit das hoch verschuldete Leverkusen seine Sparvorgaben erfüllen kann. Mit der Schließung und dem Verkauf der Sammlung könnten demzufolge fast 780 000 Euro pro Jahr gespart werden. Im Stadtrat gibt es großen Widerstand gegen die Schließung. Das drohende Aus für Morsbroich hatte eine Protestwelle von Künstlern, Museen, Verbänden und Landespolitikern ausgelöst. Morsbroich macht immer wieder durch hochkarätige Ausstellungen auch überregional von sich reden.

Britischer Dirigent Andrew Manze warnt vor Brexit

Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie wirbt für Verbleib

Der britische Musiker Andrew Manze wirbt für einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union. "Der Brexit würde wahrscheinlich die EU verletzen", sagte der Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie der Deutschen Presse-Agentur. Die Folgen für die Briten seien unvorhersehbar. Der 51-Jährige leitet seit Sommer 2014 das Orchester in Hannover. Die Briten stimmen am 23. Juni über den Brexit ab. "Aus der Distanz betrachtet erscheint mir das Niveau der Debatte um den Brexit verstörend niedrig", sagte der aus London stammende Geiger und Dirigent. Er frage sich, ob die britische Wählerschaft Vernunft inmitten der Demagogie hören könne und ob sie dazu in der Lage sei, mit Augenmaß über ein so komplexes Thema zu urteilen. Welche Folgen ein EU-Austritt Großbritanniens für die Kulturinstitutionen in Europa haben könnte, vermag der Musiker nicht zu beurteilen. "Dazu habe ich weder eine Idee noch ein Gespür", sagte Manze.

Syrien-Konferenz will Zivilgesellschaft einbeziehen

An dreitägiger Konferenz nahmen 150 Experten teil

In die Bemühungen um den Schutz der syrischen Kulturgüter soll die Zivilgesellschaft einbezogen werden. Zu diesem Schluss kam die Expertenrunde der Syrien-Konferenz im Auswärtigen Amt. Der Direktor des Vorderasiatischen Museums, Prof. Markus Hilgert, sagte, die Zivilgesellschaft trage auch jetzt schon zum Schutz der Kulturgüter bei. "Zu ihnen zählt man auch die Geflüchteten. Sie sind Multiplikatoren für das syrische Kulturgut", so Hilgert, der an der Konferenz teilnahm. Die Teilnehmer hätten betont, Kultur sei das, was politische und religiöse Grenzen überwinde. Wichtig sei, dass die Unesco als überstaatliche und neutrale Organisation die Initiative ergreife und vermittele. An dem dreitägigen Treffen nahmen 150 Archäologen, Altertumswissenschaftler, Architekten, Denkmalpfleger und Städteplaner teil. Zu Beginn hatte sich der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, für den Wiederaufbau der zerstörten antiken Stätten im syrischen Palmyra ausgesprochen.

Bühnenverein pocht auf Freiheit der Kunst

Theatermacher weisen die Einflussnahme rechter Parteien auf die Bühnen scharf zurück

Der Deutsche Bühnenverein pocht auf die Freiheit der Kunst. Mit Blick auf das Erstarken rechtspopulistischer Strömungen haben sich die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung in Kaiserslautern für eine offene Gesellschaft ausgesprochen. Zum Abschluss der zweitägigen Konferenz sagte der geschäftsführende Direktor Rolf Bolwin: "Jeden Versuch solcher Parteien, beispielsweise der AfD in Deutschland, in die künstlerische Freiheit einzugreifen, weist der Bühnenverein scharf zurück." Ein weiteres Thema war die finanzielle Situation an deutschen Bühnen. Der Bühnenverein zog eine gemischte Bilanz. Die finanzielle Situation bei darstellenden Künstlern sei mit Gagen zwischen 2700 und 3100 Euro brutto monatlich "weitgehend zufriedenstellend", sagte Bolwin. Gleichwohl fordert der Bundesverband angesichts der stabilen Konjunktur eine ausreichende öffentliche Finanzierung für Theater und ihre Beschäftigten.

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