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Die besondere Aufnahme / Archiv | Beitrag vom 17.07.2021

Johann Strauss: Die FledermausOperette für den Hausgebrauch

Moderation: Stefan Lang; Gast: Klaus Thiel

Illustration eines Grammohpons, aus dessen Trichter Noten strömen. (imago / freesurf)
Die Schellackplatte war eines der ersten Medien, das einen konzertunabhängigen Musikgenuss ermöglichte. (imago / freesurf)

In den 1920er-Jahren hatte nicht jeder ein Rundfunkgerät. Also wurden beliebte Bühnenwerke in vereinfachter Fassung mit Familie und Freunden nachgespielt. Eine solche Fassung der Strauss-Operette "Die Fledermaus" wurde 1929 auf Schellack gebannt.

Das Lieblingswerk öfter hören – das war in den 1920er-Jahren nur möglich, wenn man selbst tätig wurde. Zu diesem Zweck entstanden Klavierauszüge für den Hausgebrauch und Kurzfassungen. Die waren besonders einfach gesetzt, um Nichtprofis das heimische Nachspielen mit möglichst viel Spaß zu ermöglichen. "Kein Potpourri, keine Fantasie – sondern das ganze Werk, sinngemäß gekürzt, aber inhaltlich und chronologisch in seinen wertvollsten Teilen vollständig erhalten", versprach die damalige Werbung.

Zeitdokument auf dem Plattenteller

Dieses Konzept verfolgt auch die Bearbeitung der Johann-Strauss-Operette "Die Fledermaus" von Hermann Weigert und Hans Maeder aus den 20er-Jahren. 1929 wurde diese Fassung von rund 50 Minuten auf Schellack gebannt. 

Gemeinsam mit Opernfachmann Klaus Thiel hört Stefan Lang diese Aufnahme, die Sänger, Chor und Orchester der Staatsoper Berlin damals für die Schellackplatten-Aufnahmen der Deutschen Grammophon realisierten. 

Johann Strauß: Die Fledermaus
Kurzoperette für die Heimbühne, bearbeitet von Hermann Weigert und Hans Maeder 

Gabriel von Eisenstein, Rentier: Waldemar Henke   
Rosalinde, seine Frau: Margret Pfahl
Frank, Gefängnisdirektor: Leonard Kern
Prinz Orlofsky: Else Ruziczka
Alfred, Gesangslehrer: Franz Völker
Dr. Falke, Notar: Willy Domgraf-Faßbaender
Dr. Blind, Advokat: Felix Fleischer-Janczak
Adele, Kammermädchen: Adele Kern
Ida, ihre Schwester: Hertha Klust
Frosch, Gerichtsdiener: Eduard Kandl
Iwan: Ernst Spangenberg

Chor und Orchester der Staatsoper Berlin
Leitung: Hermann Weigert

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