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Kulturnachrichten

Samstag, 3. Februar 2018

Joachim Gauck mit Carlo-Schmid-Preis geehrt

Die Laudatio hielt der ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin

Alt-Bundespräsident Joachim Gauck ist in Mannheim mit dem Preis der SPD-nahen Carlo-Schmid-Stiftung ausgezeichnet worden. Gauck werde unter anderem als Brückenbauer zwischen Ost und West in Deutschland und Europa geehrt, begründete die Stiftung mit Sitz in Stuttgart. Stiftungschef Siegmar Mosdorf überreichte Gauck die Auszeichnung bei einer Feierstunde im Schloss der nordbadischen Stadt. Die Laudatio hielt der ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin. Der Carlo-Schmid-Preis besteht neben einer Geldsumme aus einer Plastik des Künstlers Hans Scheib. Die Bronze stellt in Anlehnung an Friedrich Hölderlins Roman "Hyperion" eine Figur dar, die den "Schritt nach vorn - den Fortschritt" wagt.

Schauspieler Rolf Zacher ist tot

Großes Repertoire: Von Dschungelcamp bis "Berlin Alexanderplatz"

Der Schauspieler und Musiker Rolf Zacher ist tot. Der 76-Jährige sei "friedlich gestorben", bestätigte seine Lebensgefährtin Carola Blendermann. Die Verabschiedung werde im privaten Kreise stattfinden. Zacher erhielt den Bundesfilmpreis für eine Gaunerrolle in Reinhard Hauffs "Endstation Freiheit" im Jahr 1980, im selben Jahr spielte er in Rainer Maria Fassbinders Film "Berlin Alexanderplatz" mit. 2016 war er beim Dschungelcamp dabei.

Museum des 20. Jahrhunderts rückt näher

Vertrag mit Architekten unterzeichnet

Der lang geplante Bau des Museums des 20. Jahrhunderts in Berlin ist ein Stück näher gerückt. Das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron haben den Vertrag zum Bau des Museums in Berlin vor einigen Tagen unterzeichnet, sagte ein Sprecher der Stiftung Preußischer Kulturbesitz heute. Damit reagierte die Stiftung auf einen Bericht im Magazin "Focus". Darin hatten die Kunstsammler Ulla und Heiner Pietzsch, deren Sammlung in dem Museum ausgestellt werden sollen, ihren Ärger über die langwierige Planung des Museums geäußert. Sie seien verärgert, dass die Architekten bis heute keinen Auftrag bekommen hätten, obwohl der Bundestag das Geld für den Bau längst bewilligt habe. Baubeginn des rund 200 Millionen Euro teuren Museums ist nach Senatsangaben für 2019 geplant, die Kosten trägt der Bund.

Regisseur Hartmann wehrt sich

Vorwurf: "Atmosphäre der Angst" am Burgtheater

Regisseur Matthias Hartmann hat sich gegen öffentliche Angriffe seiner ehemaligen Mitarbeiter am Burgtheater in Wien gewehrt. Die österreichische Zeitung "Der Standard" veröffentlichte heute einen offenen Brief von Burgtheater-Angestellten, die Hartmann vorwerfen, während seiner Intendanz von 2009 bis 2014 eine "Atmosphäre der Angst" geschaffen zu haben. Hartmann sprach daraufhin von einem "gezielten Angriff" auf die Premiere des überregional beachteten David-Bowie-Musicals "Lazarus". Das Musical soll unter Hartmanns Regie am Abend die deutsche Erstaufführung in Düsseldorf erleben. Einige Unterzeichner kenne er gar nicht, mit anderen habe er nicht zusammengearbeitet. Er sehe den Brief in Zusammenhang mit seiner Entlassung als Intendant des Burgtheaters und der Aufklärung des ihm angelasteten Finanzskandals. Hartmann musste die "Burg" nach einem Etatloch von 20 Millionen Euro 2014 verlassen.

4000 Jahre altes Grab in Ägypten entdeckt

Forscher finden Grab in der Nähe von Pyramiden

In der Nähe der berühmten Pyramiden von Giseh haben ägyptische Archäologen ein mehr als 4000 Jahre altes Grab entdeckt. Die Grabkammer gehöre einer Priesterin mit Namen Hat Bet, sagte Antikenminister Khaled al-Enani. Das Grab stamme aus der Zeit der fünften Dynastie und sei mehr als 4000 Jahre alt. Die Forscher entdeckten bei Ausgrabungen westlich der Cheopspyramide. Es bestehe aus Lehmziegeln und zeige seltene Inschriften und Zeichnungen, heißt es vom Obersten Antikenrat. Die Darstellungen zeigten die Priesterin in verschiedenen Jagd- und Fischszenen, sowie sitzend an einem großen Gabentisch. In den vergangenen Monaten hatten die ägyptischen Behörden mehrere antike Entdeckungen bekanntgegeben, darunter auch mehrere Grabkammern in der südägyptischen Stadt Luxor. In der Nähe der Pyramiden soll demnächst ein neues Museum für Altertümer öffnen.

Schauspieler Thieme vermisst Anarchie im Theater

Junge Regisseure heutzutage sind "ein bischen aseptisch"

Schauspieler Thomas Thieme kann dem heutigen Theater nicht mehr viel abgewinnen. Er beobachte und bedauere den Untergang der Anarchie im Theater, sagte Thieme der Tageszeitung "Die Welt". Die Regisseure, die heute zwischen 20 und 30 sind, die seien ja schon ein bischen aseptisch. Das sei, so wörtlich "Mittelstandsbetreuung. Viel an der Rampe, viel Klugscheißerei, inkompetente Politikironie." Der 69-Jährige trauere den beiden langjährigen Berliner Theaterchefs Claus Peymann vom Berliner Ensemble und Frank Castorf von der Berliner Volksbühne nach, für die er lange auf der Bühne stand. Diese beiden Theatermänner seien die mit der größten Fresse gewesen, sie waren auch die witzigsten und seien jetzt weg. Sie seien durch "biedere Interviewgeber" ersetzt worden. Im Fernsehfilm "Der namenlose Tag" von Volker Schlöndorff spielt Thieme die Hauptfigur des Kriminalhauptkommissars Jakob Franck.

Berufung zum Stadtklangkünstler

Bonner Preis für Akio Suzuki

Die Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn hat den japanischen Künstler Akio Suzuki zum "stadtklangkünster bonn" 2018 berufen. Im Rahmen des international einmaligen Projekts "bonn hoeren" stellt die Beethovenstiftung Bonn auch in diesem Jahr einen Ort zur Verfügung, eine sogenannte "künstlerische Projektresidenz" an dem eine neue Klanginstalltion im öffentlichen Raum der Stadt entwickelt und realisiert werden kann. Es ist das neunte Mal, dass solch ein Preis hier vergeben wird. Im Zentrum der Arbeit von Suzuki wird die Auseinandersetzung mit der Architektur des Kunstmuseums Bonn stehen. Der 77-Jährige Klangkünstler gilt als Meister medienübergreifender Kunst. Seine künstlerische Arbeit mit Klang und Stille bezieht sich vor allem auf Natur- und Architekturräume.

"Spice Girls" wollen wieder zusammenarbeiten

Mitglieder früherer Girlgroup treffen sich in London

Die "Spice Girls" wollen wieder zusammenarbeiten. Die fünf früheren Mitglieder der britischen Girlgroup - Victoria Beckham, Melanie Brown, Emma Bunton, Melanie Chisholm und Geri Horner - kamen in London erstmals seit 2012 wieder zusammen. Anschließend verkündeten sie, dass die Zeit sich jetzt richtig anfühle, um neue Chancen zu erkunden. Bei dem Treffen in Horners Haus war auch der frühere Bandmanager Simon Fuller dabei. Die britische Boulevardzeitung "Sun" berichtete, die "Spice Girls" würden Fernsehprojekte in China, eine neue Talentshow und ein Greatest-Hits-Album in Erwägung ziehen. Die kommerziell erfolgreichste Girlgroup aller Zeiten, die Hits wie "Wannbe" und "Say You'll Be There" landete, hat weltweit 85 Millionen Alben verkauft. Die Pop-Band war 1994 gegründet worden. 2000 ging sie auseinander. 2012 traten sie bei den Olympischen Sommerspielen in London ein letztes Mal gemeinsam auf.

Merkel zum Gesetz gegen Hassbotschaften

Kanzlerin will Netzwerkdurchsuchungsgesetz nachbessern

Bundeskanzlerin Merkel ist dazu bereit, das Gesetz gegen Hassbotschaften nachzubessern. Durch das neue Netzwerkdurchsetzungsgesetz seien nun auch Plattformbetreiber für die Inhalte verantwortlich, die sie verbreiteten, rechtfertigte sie das Gesetz. Das Internet sei kein rechtsfreier Raum. Die Bundesregierung hatte für das Gesetz massive Kritik geerntet. Um Bußgelder zu vermeiden, würden beanstandete Inhalte aus Unsicherheit auch in Zweifelsfällen gelöscht, argumentieren die Gegner des Gesetzes. Dies gliche einer Zensur. Das neue Gesetz verpflichtet soziale Netzwerke, Hinweisen auf rassistische oder andere strafbare Äußerungen nachzugehen und entsprechende Inhalte rasch zu entfernen. Die Betreiber müssen Posts oder Videos binnen 24 Stunden löschen, wenn sie diese für verboten halten. Werden strafbare Inhalte nach Hinweisen nicht gelöscht, droht ihnen ein Bußgeld von bis zu 50 Millionen Euro.

New Yorker Met feuert Regisseur John Copley

Brite muss nach Belästigungs-Vorwurf Arbeit beenden

Die Metropolitan Opera in New York hat ihren Regisseur John Copley entlassen. Ein Chormitglied hatte dem 84-jährigen Briten verbale sexuelle Belästigung vorgeworfen. Bei einer Probe habe Copley zu dem Sänger gesagt: "Ich denke an dich, in meinem Bett, nackt." Gegenüber dem Intendanten des Hauses habe Copley den Vorfall nicht bestritten, hieß es in einer Mitteilung der Oper. Die Met wies darauf hin, dass sie sehr strikte Regeln habe, was den Umgang miteinander am Arbeitsplatz angehe. Das Wohlergehen und die Gesundheit der Künstler und Mitarbeiter stünden stets an erster Stelle. Der Intendant Peter Gelb hatte im vergangenen Jahr Kritik einstecken müssen – er hatte den langjährige Chefdirigenten James Levine gefeuert, aber erst ein Jahr nachdem Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen ihn bekannt geworden waren.

Wissenschaftler finden Maya-Stätte in Guatemala

Forscher benutzten spezielle Lasertechnik

In Guatemala haben Wissenschaftler eine bisher unbekannte riesige Maya-Stätte entdeckt. Sie umfasst tausende Bauwerke, landwirtschaftliche Flächen im industriellen Maßstab und Bewässerungskanäle. Die Forscher setzten eine spezielle Lasertechnik ein, die bei Luftbildaufnahmen zum Einsatz kommt. So konnte die Anlage, die von dichtem Dschungel überwachsen war, entdeckt werden. Die Archäologen gehen davon aus, dass rund zehn Millionen Menschen in der Region lebten.

Bruno Schnell ist tot

Verleger der "Nürnberger Nachrichten" wurde 88 Jahre alt

Der Herausgeber und Verleger der "Nürnberger Nachrichten", Bruno Schnell, ist tot. Er starb bereits am 27. Januar im Alter von 88 Jahren, wie das Blatt mitteilte. Zur Verlagsgruppe gehört auch die "Nürnberger Zeitung" und die Fußballzeitschrift "kicker". Die deutsche Medienlandschaft verliere mit Schnell eine ihrer "markantesten Persönlichkeiten", heißt es in der Mitteilung. Er sei vielfach sozial engagiert gewesen. So hätten die Nürnberger Nachrichten mit einigen kleineren Heimatzeitungs-Verlagen in der Region kooperiert, die auf diese Weise ihren Fortbestand hätten sichern können.

Temptations-Leadsänger Dennis Edwards gestorben

Edwards wurde 74 Jahre alt

US-Soulsänger Dennis Edwards, der mit den Temptations Hits wie "Papa Was A Rollin Stone" und "Cloud Nine" sang, ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Familie dem TV-Sender CBS. Die Temptations wurden nicht nur für ihren Motown-Sound nach dem gleichnamigen Label aus Detroit bekannt, sondern später auch für ihren Mix aus Funk und Disco. Die Gruppe trennte sich 1977 von Edwards, 1980 kehrte er aber zurück. 1984 startete er eine Solo-Karriere und schaffte es mit dem Album "Don't Look Any Further" in obere Chart-Platzierungen.

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