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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 13.10.2017

Jérôme Ferraris RomaneWelttheater aus dem Geist Korsikas

Von Dirk Fuhrig

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Der französische Schriftsteller Jérôme Ferrari (imago / Insidefoto)
Der französische Schriftsteller Jérôme Ferrari (imago / Insidefoto)

Liebe, Verbrechen, Krieg und Frieden: Mit seiner Korsika-Trilogie machte Jerôme Ferrari die widerborstige Insel zum Schauplatz von Weltliteratur. Dirk Fuhrig hat den französischen Schriftsteller und Goncourt-Preisträger auf Korsika besucht.

Die drei berühmtesten Korsen, so heißt es in einem Kulturreiseführer über die Mittelmeerinsel, seien Kaiser Napoleon Bonaparte, das Model Laetitia Casta - und der Schriftsteller Jérôme Ferrari. Der 1968 geborene Autor hat mit seinem mit dem Prix Goncourt ausgezeichneten Roman "Predigt auf den Untergang Roms" die traditionell widerborstige Insel in die zeitgenössische Weltliteratur befördert.

Die Dorfkneipe als sozialer Kulminationspunkt

Keineswegs in einem touristisch-pittoresken Sinn, im Gegenteil: Die Konflikte, die das Leben in bergdörflicher Abgeschiedenheit mit sich bringt, werden von Ferrari als Grundelemente der menschlichen Existenz dargestellt. Liebe, Hass, Verbrechen, Krieg und Frieden verhandelt seine Korsika-Trilogie ebenso wie die blutige Kolonialgeschichte Frankreichs und die Migrationsbewegungen des 21. Jahrhunderts.

Seine Werke verknüpfen Alltag und Geschichte, kleine und große Politik mit der philosophischen Frage nach einem gelungenen Leben. Die Dorfkneipe als sozialer Kulminationspunkt wird zur Bühne eines Welttheaters. Ein Insel-Besuch bei Jérôme Ferrari auf Korsika.

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