Freistil, vom 12.07.2009

Von Wolf Eismann

Inseln haben von jeher die Phantasie der Menschen beschäftigt: als Ort idyllischen Einsiedlerdaseins ebenso wie als Zielpunkt von Entdeckergeist. Vielleicht lässt sich an solchem Ort der Traum von einem anderen Leben eher realisieren? Wir erinnern uns an Defoes "Robinson Crusoe": Als Seemann wollte er dem langweiligen Londoner Alltag entfliehen, erlitt unterwegs Schiffsbruch - und landete als einziger Überlebender auf einer einsamen Insel. Dort schuf er seine eigene Zivilisation.

Strand auf den Malediven (Stock.XCHNG / Vivek Chugh)
Strand auf den Malediven (Stock.XCHNG / Vivek Chugh)

Der Maler Paul Gauguin wiederum kehrte seiner Heimat Paris den Rücken und ließ sich - verzaubert von der fremden Wildnis - auf einer Südseeinsel nieder.

Die Faszination für alles Unbekannte und Exotische ließ uns Legenden von so genannten Barbaren- und Zauberinseln erfinden. So soll es Odysseus einst auf die Insel der Zyklopen verschlagen haben, zu jenen Furcht erregenden einäugigen Riesen. Auf anderen Inseln wüteten "King Kong" und "Godzilla" - oder Saurier, die sich im "Jurassic Park" partout nicht einsperren lassen wollten.