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Kompressor | Beitrag vom 24.04.2017

Jed Martin-Retrospektive in HamburgDer berühmteste Künstler, den es nie gab

Bettina Steinbrügge im Gespräch mit Timo Grampes

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"Damien Hirst und Jeff Koons teilen den Kunstmarkt unter sich auf" heißt dieses Werk, angefertigt von Jed Martin ... äh ... Anita Schmid (Copyright: Anita Schmid)
"Damien Hirst und Jeff Koons teilen den Kunstmarkt unter sich auf" heißt dieses Werk, angefertigt von Jed Martin ... äh ... Anita Schmid (Copyright: Anita Schmid)

Den Künstler Jed Martin gibt es nicht - und doch werden seine Werke momentan in Hamburg ausgestellt. Wie kann das sein? Antworten von Bettina Steinbrügge, Direktorin des Hamburger Kunstvereins.

Der Künstler Jed Martin ist eine Erfindung des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq, die Hauptperson in seinem Roman "Karte und Gebiet". Doch nun gibt es Jed Martin plötzlich wirklich, könnte man meinen, denn seine Werke werden derzeit im Hamburger Kunstverein ausgestellt. Parallel dazu läuft im Schauspielhaus der Stadt eine dem Künstler gewidmete Bühnenshow.

Jed Martin sei eine Figur, an der man alle großen Fragen rund um die Kunst durchspielen könne, sagte Bettina Steinbrügge, die Direktorin des Kunstvereins, im Deutschlandradio Kultur.

Zehn Künstler und ein großes Verwirrspiel

Sie hat zehn Künstlerinnen und Künstler davon überzeugt, bei der Ausstellung mitzumachen. Einzige Bedingung: Jed Martin sein. So kamen Werke von Lutz Bacher, Stefan Vogel, Constantin Luser oder Christopher Williams zusammen.

Das Ganze ergebe nun ein "großes Verwirrspiel", an dem alle - Bühnenshow- und Kunstvereinbesucher als auch die Mitwirkenden - "sichtlich Spaß" haben, wie Steinbrügge beobachtet hat.

Ab und an scheint das Kunstpublikum aber auch zu verwirrt zu sein, um Fiktion und Realität noch auseinanderzuhalten: "Erstaunlich viele glauben bis heute, dass es Jed Martin wirklich gibt."

(ahe)

Info: Die Ausstellung "Jed Martin: Die Karte ist interessanter als das Gebiet" ist bis 18. Juni 2017 im Kunstverein Hamburg zu sehen.

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