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Interpretationen / Archiv | Beitrag vom 23.08.2015

Jean Sibelius' Violinkonzert op. 47In der Werkstatt des Komponisten

Moderation: Ulrike Timm

Sibelius-Denkmal in Helsinki (Volker Michael)
Das Sibelius-Denkmal in Helsinki (Volker Michael)

Das Violinkonzert op. 47, Jean Sibelius' einziges Solokonzert, ist längst ein Repertoirestück. Doch es gab eine frühere Fassung, die heute weniger bekannt ist. Wir erkunden das Werk und seine Geschichte – und werfen einen Blick in die Werkstatt des Komponisten.

"Die Geige hatte mich ganz in ihren Bann geschlagen. Zehn Jahre war es mein frommster Wunsch gewesen, ein großer Geiger zu werden. Es bedeutete ein schmerzhaftes Erwachen, als ich eines Tages feststellen musste, dass ich für den mühsamen Pfad eines Virtuosen meine Ausbildung zu spät begonnen hatte" – Jean Sibelius.

Erst nach und nach setzte sich das Konzert durch

Er muss es trotzdem weit gebracht haben auf der Geige, sogar bei den Wiener Philharmonikern hat er vorgespielt um eine Orchesterstelle. Er wurde abgelehnt – und zugleich ermuntert, sich ganz auf die Komposition zu werfen. Aber Jean Sibelius hat aus seinen verschütteten Träumen etwas gemacht, sein Violinkonzert op. 47 nämlich, sein einziges Solokonzert überhaupt. Ein Werk, das heute ein Repertoirestück ist, das sich aber erst nach und nach durchsetzte. Sibelius überarbeitete die erste Fassung gründlich, bis 1905 sein Violinkonzert in der heute üblicherweise aufgeführten Version vorlag.

In der Sendung wollen wir das Geigerische dieses Werkes erkunden, seinem nordischen Tonfall nachspüren. Und eine Aufnahme der heute nicht mehr gebräuchlichen Erstfassung erlaubt zugleich einen Blick in die Werkstatt des Komponisten.

Sibelius' Violinkonzert erklingt in Aufnahmen mit Vilde Frang, Jascha Heifetz, Leonidas Kavakos, Gidon Kremer, Anne-Sophie Mutter, Ginette Neveu, David Oistrach und Frank Peter Zimmermann.

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