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In Concert / Archiv | Beitrag vom 22.07.2019

Jazzdor Berlin 2019Musikalische Sternstunden

Moderation: Matthias Wegner

Das Bild zeigt die Jazz-Muisikerin Anna-Lena Schnabel mit einem Saxophin in der linken Hand. (Steven Haberland)
Die Jazz-Musikerin Anna-Lena Schnabel (Steven Haberland)

Drei Deutschlandpremieren und eine Weltpremiere, nämlich das erste Konzert des deutsch-französischen Quartetts "Extradiversion", prägten den Abend des 6. Juni beim Festival Jazzdor in Berlin.

Das Festival Jazzdor Strasbourg-Berlin fand in diesem Jahr bereits zum 13. Mal statt und sorgte erneut für etliche musikalische Sternstunden. Besonders hervorzuheben: die Festival-Kreation "Extradiversion". Ein deutsch-französisches Quartett, das in dieser Form zum ersten Mal aufeinander traf. Entscheidend daran beteiligt: die Saxofonistin Anna-Lena Schnabel und der Schlagzeuger Edward Perraud.

Außerdem war das abenteuerfreudige Quartett des Klarinettisten Jean-Marc Foltz "Wild Beasts" zu hören, wobei diese "wilden Bestien" manchmal auch ganz zart agieren können. Und: Das Quartett "House of Echo". Beim Versuch die Musik dieser Band zu beschreiben oder gar einzuordnen, kann man eigentlich nur scheitern, denn der musikalische Kosmos der vier Musiker ist riesig. Melodische Spaltungen, Einflüsse aus Noise und Free Jazz, finden sich hier ebenso wie Zitate aus Post Rock und Minimal Music. "House of Echo" waren eine große Entdeckung beim diesjährigen Festival.

House of Echo (Deutschlandpremiere)
Enzo Carniel, Klavier
Marc Antoine Perrio, Gitarre
Simon Tailleu, Kontrabass
Ariel Tessier, Schlagzeug

Extradiversion (Uraufführung)
Anna-Lena Schnabel, Saxofon  
Florian Weber, Klavier
Joachim Florent, Kontrabass
Edward Perraud, Schlagzeug

Jean-Marc Foltz Quartet "Wild Beats" (Deutschlandpremiere)
Jean-Marc Foltz, Klarinette
Philippe Mouratoglou, Gitarre
Sébastien Boisseau, Kontrabass
Christophe Marguet, Schlagzeug

13. Jazzdor Strasbourg-Berlin
Kesselhaus Berlin
Aufzeichnungen vom 06.06.2019

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