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Konzert / Archiv | Beitrag vom 03.08.2019

Jaques Offenbachs Operette "Pomme d’Api"Verführerisches Mädchen - verführerisches Äpfelchen

Moderation: Stefan Lang

Eine junge Frau hält lachend einen kleinen roten Apfel in den Vordergrund. (imago images / Science Photo Library)
Ein süßer Spitzname für die Liebste: Rotes Äpfelchen. (imago images / Science Photo Library)

Es war die Sängerschauspielerin Louise Théo, die Jacques Offenbach in einem Pariser Cafékonzert erlebte und sofort beschloss, für sie eine kleine Operette zu schreiben. Ein Liebesabenteuer um eine junge Frau, die "Pomme d'api" genannt wird: rotes Äpfelchen.

Ein Akt, drei Rollen und eine klassische Handlung – das steckt in Offenbachs "Pomme d'api". Nachdem der Komponist Louise Théo live erlebte und von ihrer Bühnenpräsenz begeistert war, komponierte er ihr eine einaktige Operette auf den Leib. Geprobt wurde bei Offenbach zu Hause, das Bühnenwerk erlebte am 4. September 1873 im Pariser Renaissance-Theater seine Uraufführung. Danach folgte eine Vorstellung der anderen, ein Riesenerfolg für Offenbach und Théo. 

Klassische Liebesgeschichte der Commedia dell'arte

Es ist die Geschichte des reichen Rentiers Rabastens, der nichts davon hält, dass sein Neffe Gustave sein Herz an Catherine verschenkt hat. Er will die leidenschaftlichen Beschreibungen über "Pomme d'api", also das rote Äpfelchen, wie Gustave seine Liebste nennt, nicht mehr hören. Dann die Verwicklung. Der Alte bekommt Appetit und offeriert Catherine, seine eigene Geliebte zu werden. Dem Neffen dreht er mittlerweile den Geldhahn zu. Doch im Finale, ein großes herrliche Festmahl, wird dem Alten klar, dass er gegen die Liebe der jungen Leute nicht ankommen kann.

(cdr)

Aufzeichnung der Operette vom 15. Mai 2019 in der Maison de France Berlin

Jacques Offenbach
"Pomme d’Api", Operette in einem Akt
Libretto: Ludovic Halévy und William Busnach

Catherine, Dienstmädchen - Jeanne Seguin, Sopran
Gustave - Grégoire Mour, Tenor
Rabastens, Rentier - Robert Elibay-Hartog, Bariton
Klavier und Leitung: Vladimir Stoupel

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