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Kulturnachrichten

Samstag, 11. April 2020

Japanischer Filmemacher Obayashi gestorben

Der japanische Regisseur und Filmemacher Nobuhiko Obayashi ist tot. Er sei am Karfreitag im Alter von 82 Jahren gestorben, heißt es auf seiner Website. 2016 wurde bei Obayashi Krebs im Endstadium festgestellt. Er gilt als einer der produktivsten Filmemacher seines Landes. Zu Obayashis bekanntesten Werken gehören "House", "Miss Lonely" und "Hanagatami". Sein letzter Film "Labyrinth of Cinema" sollte gestern in Japan in die Kinos kommen, was aber wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben wurde.

Stilles Gedenken in Buchenwald

In aller Stille ist in der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar der Befreiung des Konzentrationslagers durch Häftlinge und Einheiten der US-Streitkräfte am 11. April 1945 gedacht worden. Die Kränze zum 75. Jahrestag wurden nur von Mitarbeitern der Gedenkstätte abgelegt. Zudem wurde eine Webseite mit einer "Thüringer Erklärung" freigeschaltet. Sie trägt den Titel "75 Jahre danach - Historische Verantwortung wahren - Demokratie und Menschenrechte verteidigen". Die Webseite solle das Erinnern an die Opfer ermöglichen, erklärte die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Es geht darin um Verantwortung und Menschenrechte, sie kann von jeder und jedem unterzeichnet werden. So solle auch ein Zeichen gegen diejenigen gesetzt werden, die vom Nationalsozialismus als Vogelschiss sprechen würden oder eine Kehrtwende in der Erinnerungskultur forderten. Auf der Webseite befinden sich zudem Statements von Überlebenden und Nachgeborenen sowie die Reden, die bei den Gedenkveranstaltungen in Weimar und in Nordhausen gehalten werden sollten.

Knappe Million Dollar für Manuskript von Beatles' "Hey Jude"

In den USA ist ein von Paul McCartney handgeschriebener Liedtext des Beatles-Hits "Hey Jude" versteigert worden. Bei einer Online-Auktion wurden dafür mehr als 900.000 Dollar gezahlt. Wie das Auktionshaus Julien's in Beverly Hills mitteilte, hatte der Schätzpreis bei 160.000 Dollar gelegen. Der Text wurde von den Beatles 1968 bei der Aufnahme des Klassikers in den Londoner Trident Studios benutzt. Die Versteigerung mehrerer Erinnerungsstücke der Beatles fiel auf den 50. Jahrestag der offiziellen Band-Auflösung im Jahr 1970.

Figur auf Caspar-David-Friedrich-Gemälde identifiziert

Das Rätsel um die Figur auf Caspar David Friedrichs Gemälde "Der Wanderer über dem Nebelmeer" scheint gelöst. Bei der prominenten Rückenansicht handele es sich um Franz Christian Boll, einen Pastor aus Neubrandenburg, berichtet das Magazin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Herausgefunden habe es der frühere Journalist Detlef Stapf, der die erste Biografie Friedrichs und zugleich ein Buch über Boll im Berliner Okapi-Verlag vorlegt. Nach den Recherchen Stapfs stammten Friedrich und Boll aus ähnlichen Verhältnissen, kannten sich aus Neubrandenburg und waren miteinander befreundet. Stapf habe durch moderne Methoden der Gesichtserkennung herausgefunden, dass Boll auch auf weiteren Bildern Friedrichs zu sehen sei. "Der Wanderer über dem Nebelmeer" entstand um 1818 und gilt als eines der bedeutendsten Bilder der Romantik. Das unsignierte Ölgemälde befindet sich in der Hamburger Kunsthalle.

Kampagne #loverecordstores gestartet

Solidarität mit dem Tonträgerhandel vor Ort: Dieses Ziel hat eine nun auch in Deutschland von Prominenten unterstützte Social-Media-Initiative unter dem Hashtag "#loverecordstores". In der Coronakrise und angesichts geschlossener Geschäfte sollten die Verbraucher ermutigt werden, ihre Musik "weiter bei unabhängigen Plattenläden und online einzukaufen". Das teilte der Verband unabhängiger Musikunternehmer, VUT, mit - zu seinen Mitgliedern zählen rund 1200 Künstler, die sich selbst vermarkten, sowie Labels, Verlage, Vertriebe und Produzenten. Erste Videobotschaften sollen die Konsumenten auf das Anliegen aufmerksam machen. Der physische Tonträger-Markt habe in Deutschland im vorigen Jahr immer noch rund 36 Prozent ausgemacht, hieß es. Doch die aktuelle Situation beeinträchtige die Einnahmen massiv. Langfristig würden fehlende Erträge aus dem Handel auch Dominoeffekte auf weitere Teilbereiche der Musikwirtschaft haben.

Markusdom in Venedig legt Instandhaltung auf Eis

Der Markusdom in Venedig hat angesichts der Corona-Krise alle Instandhaltungsarbeiten eingestellt. Nur der Wach- und Reinigungsdienst werde aufrecht erhalten, sagte der zuständige erste Prokurator der Basilika, Carlo Alberto Tesserin, der Zeitung "Italia Oggi". Sämtliche Restaurierungen würden ausgesetzt; 53 Beschäftigte erhielten Kurzarbeitergeld. Auch nach dem Ende des Notstands werde die Rückkehr zur Normalität "leider ziemlich lang", so Tesserin. Nach Angaben der Zeitung ist es das erste Mal in der über tausendjährigen Geschichte des Markusdoms, dass das Gotteshaus komplett geschlossen ist. Erst im November hatte die Kathedrale durch ein Hochwasser schwere Schäden am Mauerwerk und der Baudekoration erlitten.

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