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Kulturnachrichten

Freitag, 14. Mai 2021

Japanische Architektin Sejima leitet Biennale-Jury

Die Japanerin Kazuyo Sejima wird 2021 die Preisjury bei der Architekturbiennale in Venedig leiten. Das gaben die Veranstalter in der Lagunenstadt bekannt. Die Präsentation der 17. Internationalen Architekturbiennale unter dem Motto "How will we live together?" (Wie wollen wir zusammenleben?) startet am 22. Mai für das Publikum. Zur Ausstellung, die bis 21. November läuft, soll trotz Corona-Beschränkungen auch Publikum Zutritt haben. Sejima wurde 2010 mit dem renommierten Pritzker-Preis ausgezeichnet und war im selben Jahr selbst Kuratorin der Architekturbiennale. Die Fachjury vergibt unter anderem den Goldenen Löwen für den besten nationalen Beitrag und den Goldenen Löwen für den besten Teilnehmer der internationalen Schau.

Zentrum Kulturgutverluste lässt nach Raubkunst suchen

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste hat für fünf Forschungsprojekte zur deutschen Kolonialgeschichte 685 000 Euro an Fördermitteln bewilligt. Das teilte das in Magdeburg ansässige Zentrum mit. Gefördert werde unter anderem ein Verbundprojekt, das ganz Deutschland umspanne und Plündergut aus China untersucht. Nach der Niederschlagung des Widerstands der sogenannten "Boxer-Bewegung" im Jahr 1901 wurden tausende Kulturgüter aus China ins Deutsche Reich geschafft. Die am Projekt beteiligten Museen erforschen nun, ob geraubte Objekte aus China in ihren Beständen sind. Ein Verbundprojekt in Baden-Württemberg befasst sich den Angaben zufolge mit der Herkunft menschlicher Überreste in den wissenschaftlichen Sammlungen des Landes. Diese menschlichen Überreste wurden beispielsweise etwa zum Zweck anthropologischer Forschungen nach Europa und Deutschland gebracht.

Aquarell von Kandinsky wieder aufgetaucht

Nach über 70 Jahren ist das Kunstwerk "Gebogene Spitzen" des russischen Malers Wassily Kandinsky wieder aufgetaucht. Experten konnten die Arbeit mit einem Schätzpreis von rund 300 000 Euro zweifelsfrei zuordnen, teilte das Münchner Kunst-Auktionshaus Ketterer Kunst mit. Das Aquarell stamme aus dem Nachlass einer rheinländischen Privatsammlung und soll nun Mitte Juni in der bayerischen Landeshauptstadt versteigert werden. Das Aquarell soll bereits zu Lebzeiten Kandinskys (1866-1944) ausgestellt gewesen sein - etwa in Berlin, Paris oder Stockholm. 1932 endete die Ausstellungshistorie, wie das Auktionshaus mitteilte. Später soll Kandinsky das Werk einem Kunsthändler gegeben haben, der es nach aktuellem Kenntnisstand der Experten 1949 verkaufte. Anschließend verlor sich die Spur des Kunstwerks.

Auch das 50. Jazzfestival Moers nur digital

Auch die 50. Ausgabe des renommierten Jazzfestivals Moers läuft dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie digital ab. Wie schon vergangenes Jahr könne das über Pfingsten vom 21. bis 24. Mai geplante Festival nicht mit Publikum vor Ort stattfinden, teilten die Veranstalter mit. Bis zuletzt habe das Festival auf Zuschauer gehofft. Geplant sind beim großen Pfingsttreffen der zeitgenössischen Jazzmusik 36 Band- oder Einzel-Act-Auftritte mit mehr als 200 Musikerinnen und Musikern.

Verband: Kinoöffnungen lohnen vielerorts noch nicht

Trotz Lockerungen der Corona-Einschränkungen lohnt sich die Öffnung von Kinos nach Ansicht des Hauptverbands Deutscher Filmtheater vielerorts noch nicht. Die Vorstandsvorsitzende Christine Berg sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Die Auflagen sind immer noch so schlecht für uns, dass eine wirtschaftliche Öffnung überhaupt nicht möglich ist. Und dann haben wir auch noch gar kein attraktives Filmangebot." Berg beklagte die Maskenpflicht am Platz in den Kinos. Damit könnten keine Getränke und Knabbereien verkauft werden. Der Hauptverband Deutscher Filmtheater ist mit fast 600 Mitgliedsunternehmen nach eigenen Angaben der größte Kinoverband in Deutschland.

Picasso-Bild für 103,4 Millionen Dollar versteigert

Bei einer Auktion in New York hat ein Bild des spanischen Malers Pablo Picasso für 103,4 Millionen Dollar (85,4 Millionen Euro) den Eigentümer gewechselt. Das 1932 vollendete Werk "Sitzende Frau am Fenster (Marie-Thérèse)" ist damit das fünfte Picasso-Werk, das die Marke von 100 Millionen Dollar überschritten hat. Der bisherige Eigentümer hatte das Gemälde erst vor acht Jahren erworben. Damals hatte er dafür in London weniger als die Hälfte des nun erzielten Preises gezahlt.

Neues Verfahren gegen Deniz Yücel in der Türkei

Der deutsch-türkische Zeitungsjournalist Deniz Yücel muss sich in Istanbul erneut einem Gerichtsverfahren stellen. Das meldet die Medienrechtsorganisation MLSA, für die auch Yücels Anwalt tätig ist. Die Vorwürfe sind nicht neu, sie waren auch schon im ersten Verfahren gegen den früheren Türkei-Korrespondenten Deniz Yücel Thema. Nach Angaben der Medienrechtsorganisation MLSA geht es unter anderem wieder um die Formulierung Völkermord an den Armeniern und um eine Anekdote, einen Witz, beides findet sich in Artikeln Yücels von 2016. Er habe, laut Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft, die türkische Nation und den Staat verunglimpft, schreibt MLSA auf seiner Homepage. Demnach drohen ihm bis zu zwei Jahre Haft, der Prozess soll am 1. Juli beginnen.

Museumsbund warnt vor Schließung nach Corona

Der Deutsche Museumsbund sieht die Gefahr, dass einzelne Einrichtungen nach der Corona-Pandemie geschlossen werden könnten. Vizepräsidentin Christina Haak sagte der Deutschen Presseagentur, sie könne das per se nicht ausschließen. Das Potenzial für Einsparungen in den bundesweit über 6.600 Museen sei ohnehin gering, betonte die stellvertretende Generaldirektorin der Staatlichen Museen zu Berlin. Auch höhere Ticketpreise seien keine hilfreiche Alternative. Vor allem die Stadt-Bevölkerung reagiere darauf sehr empfindlich. Zum Internationalen Museumstag am Sonntag sind in den bundesweit gut 600 geöffneten Einrichtungen rund 1.500 Veranstaltungen geplant.

Neue Dinosaurierart in Mexiko entdeckt

Mexikanische Forscher haben nach eigenen Angaben eine bisher unbekannte Dinosauriergattung und -art entdeckt. Die Pflanzenfresserart Tlatolophus galorum habe identifiziert werden können, weil ein zu fast 80 Prozent erhaltener Schädel bei Ausgrabungen im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila gefunden worden sei, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mit. Dazu gehörte demnach auch ein 1,32 Meter langer Kamm. Dieser habe eine Kommunikationsfunktion gehabt: Durch innere Gänge, die Nase und Luftröhre verbänden, habe er wie eine integrierte Trompete funktioniert. Der Name der Gattung Tlatolophus setze sich aus dem Wort Tlahtolli (Wort) in der Aztekensprache Nahuatl und dem griechischen Wort Lophus (Kamm) zusammen.

Google Earth will schneller aktualisieren

Der Online-Dienst Google Earth will seine Bilder der Erde künftig schneller mit neuen Bildern versorgen. Man nähere sich in gewissen Bereichen immer mehr der Echtzeit an, beispielsweise bei der Darstellung bestimmter Orte bei Naturkatastrophen, sagte Projekt-Chefin Moore der Zeitung "Die Welt". Dies könne bei Rettungsmaßnahmen hilfreich sein. Eigene Satelliten will Google nicht ins Weltall schicken, da dies nicht nötig sei. Das Unternehmen lizensiert Bilder von vielen Anbietern und fügt sie zusammen. Moore erwartet außerdem größere Fortschritte beim Erstellen von Karten mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und Daten, die aus anderen Quellen stammen. Hier stehe man aber noch ganz am Anfang.

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