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Freitag, 13.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 12. Oktober 2019

Jane Fonda bei Klima-Protest festgenommen

Die US-Schauspielerin Jane Fonda ist bei einem Klima-Protest am Freitag in Washington kurzzeitig festgenommen worden, weil die Demonstration nicht genehmigt war. In einer Videobotschaft erklärte sie: "Ich habe entschieden, mein Leben auf den Kopf zu stellen und für vier Monate nach Washington DC zu ziehen, um mich auf den Klimawandel zu konzentrieren." Wie die schwedische Fridays-for-Future-Initiatorin Greta Thunberg gesagt habe, handele es sich um eine Krise. "Wir müssen uns verhalten, als ob unser Haus brennt - denn so ist es." Fonda hatte den Protest mit einer Gruppe von Klimaschutz-Aktivisten unter dem Motto "Fire Drill Fridays" organisiert. "Fire Drill" bedeutet Brandschutzübung. Diese Brandschutzübungen sollen nun jeden Freitag vor dem Kapitol stattfinden.

Freie Fahrt in Breslau für Tokarczuk-Leser

Freie Fahrt in Breslau für Tokarczuk-Leser. Wer dort an diesem Wochenende Bus oder Bahn fährt, tut gut daran, ein Buch der polnischen Schriftstellerin Olga Tokarczuk dabei zu haben. Man habe die eigene Freude über den Literaturnobelpreis mit den Bürgern teilen wollen, wird ein Sprecher des Bürgermeisters zitiert.

Schwedische Akademie: Frühere Vorsitzende gestorben

Die Literaturwissenschaftlerin Sara Danius, frühere Vorsitzende der Schwedischen Akademie, ist im Alter von 57 Jahren gestorben. Sie war die erste Frau, die den Träger des Literaturnobelpreises verkündete. Danius war 2015 an die Spitze der Akademie gerückt, die den Literaturnobelpreis vergibt. Im Zuge des Akademie-Skandals um sexuelle Belästigung legte sie im April 2018 den Posten nieder, im Februar 2019 verließ sie die Akademie. Im Jahr 2014 machte sie eine Brustkrebserkrankung öffentlich.

Staatstrauertag zu Ehren von Karel Gott

Tschechien trauert um den Schlagerstar Karel Gott. Mit einem Staatstrauertag und einem Gottesdienst im Prager Veitsdom nahm das Land am Samstag Abschied von einem nationalen Idol. Zum Requiem kamen Staatspräsident Milos Zeman und Regierungschef Andrej Babis. Die Öffentlichkeit konnte die Trauerfeierlichkeiten auf dem Vorplatz über Großbildschirme und live im Fernsehen verfolgen. Bereits am Freitag hatten knapp 50 000 Fans bis kurz vor Mitternacht am aufgebahrten Sarg des Künstlers Abschied nehmen können. Nach Medienberichten soll der Leichnam des Sängers eingeäschert werden. Karel Gott war am 1. Oktober nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren gestorben.

Eike Schmidt kann als Uffizien-Direktor weitermachen

Nach seiner umstrittenen Absage als Chef des Kunsthistorischen Museums in Wien darf der Deutsche Eike Schmidt als Direktor der Uffizien in Florenz weitermachen. Schmidt könne zusammen mit anderen ausländischen Direktoren weitere vier Jahre in Italien bleiben, erklärte der italienische Kulturminister Dario Franceschini am Samstag auf Twitter. Schmidt hatte dem Museum in Wien überraschend wenige Wochen vor dem geplanten Amtsantritt abgesagt, obwohl der Wechsel von Florenz nach Wien seit zwei Jahren feststand. In Österreich hatte das Irritationen ausgelöst. Die Absage begründete er mit persönlichen Motiven und einer neuen Konstellation in der italienischen Kulturpolitik, die ihm das Bleiben aussichtsreich erscheinen lasse. Der in Freiburg geborene Schmidt hatte vor vier Jahren bei der Gemäldegalerie in Florenz begonnen.

Der Schauspieler Robert Forster ist tot

Der Schauspieler Robert Forster ist tot. Er ist am Freitag im Alter von 78 Jahren an den Folgen eines Hirntumors gestorben. Für seine Rolle in Quentin Tarantinos "Jackie Brown" wurde er für einen Oscar nominiert. Viele dürften ihn aus der Serie "Breaking Bad" kennen. Am Freitag feierte sein letzter Film "El Camino: Ein 'Breaking Bad'-Film" auf Netflix Premiere.

ZDF-"aspekte"-Literaturpreis für Miku Sophie Kühmel

Für ihren Debütroman "Kintsugi" wird die Schriftstellerin Miku Sophie Kühmel mit dem ZDF-"aspekte"-Literaturpreis ausgezeichnet. Kühmel gestalte das Werk mit Bravour und Raffinesse und durchleuchte prägnant das Beziehungsknäuel ihrer vier Charaktere, hieß es in der Begründung. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll am kommenden Donnerstag (17.10.) auf der Frankfurter Buchmesse verliehen werden. Miku Sophie Kühmel ist mit "Kintsugi" auch für den Deutschen Buchpreis nominiert, der an diesem Montag (14.10.) in Frankfurt verliehen wird. Der ZDF-"aspekte"-Literaturpreis würdigt ein deutschsprachiges belletristisches Erstlingswerk. Er wird in diesem Jahr zum 40. Mal vergeben.

Der Prix Europa 2019 ist verliehen

In Potsdam wurde am Freitag Abend der Prix Europa verliehen. Beim größten trimedialen Festival Europas gingen drei Preise nach Großbritannien und zwar für das beste Europäische Radio-Feature, den besten Fernsehfilm und die beste Radio-Investigation. Das TV-Pendant dazu ging nach Schweden, ebenso wie der Preis für den besten Dokumentarfilm 2019. Ausgezeichnet wurde auch eine deutsche Produktion: Der Digital Audio Rising Star ging an das Hörspiel "Helena". Den Ehrentitel Europäischer Journalist des Jahres erhielt Armin Wolf. Der österreichische Nachrichtenmoderator beim ORF war in der letzten Zeit wiederholt für seine kritischen Fragen als Journalist angegriffen worden.

Carlos-Fuentes-Literaturpreis für Luisa Valenzuela

Die argentinische Schriftstellerin Luisa Valenzuela ist in Mexiko mit dem Carlos-Fuentes-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Damit würdigt die Jury nach Angaben des mexikanischen Kulturministeriums ihr erzählerisches Genie im Bereich des Romans und der Kurzgeschichte. Valenzuela hat mehr als 30 Bücher veröffentlicht.
Der mit 125.000 US-Dollar dotierte Preis ist einer der wichtigsten Literaturpreise im spanisch-sprachigen Raum. Er wurde nach dem Tod des mexikanischen Schriftstellers Carlos Fuentes gestiftet.

Kronprinzenpaar eröffnet Munch-Ausstellung

Norwegens Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit haben in Düsseldorf eine Ausstellung mit Werken von Edvard Munch eröffnet. Diese entstand in Kooperation mit dem Munch Museum in Oslo. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt nun bis zum 1. März kommenden Jahres 140 Gemälde, Druckgrafiken und Skulpturen des norwegischen Malers. Deutschland und Norwegen seien Freunde in Kunst und Kultur, sagte Kronprinz Haakon in seiner Rede, die er auf Deutsch hielt. Das sei auch daran zu sehen, dass Edvard Munch zu seinen Lebzeiten unter anderem in Hamburg lebte.

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