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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 03.08.2020

James Murdoch steigt bei Art Basel einEin Coup für die Kunst?

Jenny Friedrich-Freksa im Gespräch mit Anke Schaefer

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Vor der Messehalle der Art Basel steht eine große, schwarze, viereckige Skulptur.  (picture alliance/dpa/Mandoga Media)
Die in Not geratene Schweizer Messegesellschaft der Art Basel bekommt einen neuen Großinvestor. (picture alliance/dpa/Mandoga Media)

Die Art Basel hat einen neuen Großinvestor: James Murdoch, Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch. Warum er einsteige, lasse sich schwer sagen, meint die Kulturjournalistin Jenny Friedrich-Freksa - er sei aber sicher weniger bedenklich als der Vater.

Wegen Corona befindet sich die MCH, die Messegesellschaft der Art Basel, derzeit in keiner einfachen Lage: die Schau abgesagt, die Zukunft ungewiss. Nun kommt allerdings frisches Kapital in die Kassen, denn bei der weltweit wichtigsten Kunstmesse steigt ein neuer Großinvestor ein: James Murdoch, Sohn des einflussreichen und umstrittenenen US-Medienunternehmers Rupert Murdoch. Der Sohn sei dabei auf jeden Fall noch die weniger bedenkliche Wahl, meint Jenny Friedrich-Freksa, Chefredakteurin der Zeitschrift "Kulturaustausch".

Der Sohn ist anders "unterwegs" als der Vater

"Man kann sagen, er gehört zu den Guten - oder zu den Besseren in dem Murdoch-Clan", sagt Friedrich-Freksa. James Murdoch sei gerade aus dem väterlichen Hauptunternehmen ausgestiegen und sei insgesamt "ein bisschen anders unterwegs" als der Vater: "Er unterstützt den Wahlkampf von Joe Biden, er hat sich öfters schon gegen die Klimawandel-Berichterstattung der familieneigenen Unternehmen ausgesprochen." Er sei insofern noch die bessere Lösung.

Es geht wohl um das große Geld

Warum er nun bei der Art Basel einsteige, - ob er eine neue Beschäftigung brauche oder in der Messe das große Geld vermute, sei schwer zu sagen, so die Kulturjournalistin. "Ich denke, es ist schon definitiv ein Wirtschaftsfaktor, weil die Art Basel ist die wichtigste Kunstmesse der Welt und die Leute gehen nur irgendwo rein, wo sie sich auch einen Vorteil versprechen." In dem Kunstmarkt stecke wahnsinnig viel Geld drin "und dass man sich da an so einem Knotenpunkt beteiligen will, kann man sich schon vorstellen."

(cmk)


Unsere komplette Sendung mit Jenny Friedrich-Freksa hören Sie hier:

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