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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 03.10.2018

James HawesIst die deutsche Einheit ein Irrtum der Geschichte?

James Hawes im Gespräch mit Winfried Sträter

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Helmut Kohl am 20. Februar 1990 vor einem Fahnenmeer in Erfurt. (dpa - Fotoreport / Heinz Wieseler)
Helmut Kohl am 20. Februar 1990 vor einem Fahnenmeer in Erfurt. (dpa - Fotoreport / Heinz Wieseler)

Der englische Germanist James Hawes wirft in dem Buch "Die kürzeste Geschichte Deutschlands" eine verblüffende Frage auf: War die deutsche Einheit wirklich die logische Konsequenz der Geschichte oder beruht sie auf einem Irrtum?

Die deutsche Einheit ist seit dem 3. Oktober 1990 Realität, aber der britische Germanist und Schriftsteller James Hawes bezweifelt, dass sie eine logische Konsequenz der Geschichte ist. Er sieht Unterschiede zwischen Ost und West, die tief in der deutschen Geschichte verwurzelt sind.

Für Hawes ist das Deutsche Reich von 1871 ein preußisches Gebilde und der deutsche Nationalstaat ein Produkt preußischer Machtpolitik. Schuld daran, dass es dazu kommen konnte, seien die Briten.

Wir fragen James Hawes, warum die Deutschen 1989/90 den Mauerfall und die Wiedervereinigung als historischen Glücksfall empfunden haben. Und: Wie lang ist der Atem der Geschichte, der noch in der Gegenwart spürbar ist?

Literaturhinweis:

James Hawes: "Die kürzeste Geschichte Deutschlands"
Propyläen Verlag, Berlin
329 Seiten, 18 Euro.

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