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Konzert / Archiv | Beitrag vom 29.04.2021

Jakub Hrůša dirigiert das Rundfunk-Sinfonieorchester BerlinAndacht neben Ausgelassenheit

Moderation: Stefan Lang

Ein Geiger und ein Dirigent stehen in Aktion vor einem Orchester. (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Olivia Pohlenz)
Der Dirigent Jakub Hrůša ist ein regelmäßiger Gast beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Olivia Pohlenz)

Mit einem Adagio von Leoš Janáček eröffnen Dirigent Jakub Hrůša und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin den Abend - ein inniger Einhalt, bevor Geiger Frank Peter Zimmermann mitreißend tänzerische Werke von Béla Bartók und Bohuslav Martinů spielt.

Erneut können wir heute ein exklusives Radiokonzert anbieten. Der Abend bietet Musik aus dem tschechisch-ungarischen Raum, das innige Töne anschlägt, denen Tänzerisches bis wild Fröhliches gegenüberstellt werden.

Mit zwei Solowerken ist Frank Peter Zimmermann zu Gast. Er gehört zu den Spitzengeigern unserer Zeit und verlässlicher Gast im Spielplan des Orchesters. Zimmermann präsentiert zwei folkloristisch geprägte Werke für sein Instrument, die er ob ihrer Launigkeit sehr gern spielt.

Der Geiger in Abendrobe beim Spiel vor dem Orchester. (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Olivia Pohlenz)Frank Peter Zimmermann mit der Geige „Lady Inchiquin“, die Stradivari 1711 baute. (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Olivia Pohlenz)

Béla Bartók nahm in seiner Rhapsodie Nr.1 für Violine und Orchester Volksmelodien aus dem Gebiet des ehemaligen Königreiches Ungarn auf. Die Suite concertante für Violine und Orchester des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů hingegen enthält Elemente tschechischer und mährischer Volksmusik.

Ein Dirigent steht vor einem Orchester, das relativ weit auseinander und auf Stufen sitzt, die sich nach oben hin öffnen. (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Olivia Pohlenz)Im Haus des Rundfunks in der Berliner Masurenallee findet das Orchester eine ideale Aufnahmesituation. (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Olivia Pohlenz)

Eine musikalische Besonderheit ist hierzulande Musik von Vítězslav Novák. Die Musik des Böhmen, der von 1870 bis 1949 lebte, wird in seiner Heimat häufig gespielt. Dort ist er als der "tschechische Strauss" bekannt. Seine Slowakische Suite bündelt musikalische Genre-Bilder aus dem dörflichen Leben – Musik, die eine zauberhafte Verbindung von Leichtigkeit und Tiefe bietet. 

Radiokonzert
Aufzeichnung vom 24. April 2021 im Haus des Rundfunks in der Masurenallee Berlin

Leoš Janáček
Adagio für Orchester

Béla Bartók
Rhapsodie Nr. 1 für Violine und Orchester Sz 87

Bohuslav Martinů
Suite concertante für Violine und Orchester H 276 a

Vítězslav Novák
Slowakische Suite – sinfonische Dichtung

Frank Peter Zimmermann, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Jakub Hrůša

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Die Klavierkonzerte von Bohuslav Martinů - "Eine gespenstische Geschichte"
(Deutschlandfunk Kultur, Interpretationen, 21.3.2021)

Das Konzert für Orchester von Béla Bartók - Aus der neuen Welt, für eine neue Zeit
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