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Kulturnachrichten

Sonntag, 14. Oktober 2018

Plattenfirma versichert: Michael Bublé singt weiter

"Daily Mail" hatte zuvor berichtet, der Künstler wolle seine Karriere beenden

Michael Bublé wird nach Angaben seiner Plattenfirma weiterhin Musik machen. Das britische Boulevardblatt "Daily Mail" hatte zuvor berichtet, der Kanadier wolle seine Karriere als Künstler beenden. "Mir ist nicht mehr danach zumute", habe der Jazz- und Swing-Sänger in einem Interview gesagt, "ich trete zurück." Als Grund habe Bublé angegeben, künftig mehr Zeit für seine Kinder haben zu wollen. Das sei alles "nicht wahr", sagte eine Sprecherin von Warner Bros. der Deutschen Presse-Agentur. Bublés neues Album "Love" soll am 16. November erscheinen.

Opus Klassik ehrt Stars der Branche

Neuanfang bei den "Echo Klassik"-Preisen

Die Musikbranche ist am Sonntag bei einer Gala in Berlin zur ersten Verleihung des Echo-Nachfolgers "Opus Klassik" zusammengekommen. Für ihr Lebenswerk wurde dabei die Sopranistin Christa Ludwig geehrt. Der von Musikkonzernen, Platten-Labels und Konzertveranstaltern geschaffene Preis für die sogenannte E-Musik ist Nachfolger des "Echo Klassik". Mit dem Antisemitismus-Skandal um die Rapper Kollegah und Farid Bang beim "Echo Pop" waren alle Echo-Preise des Musikverbands BVMI abgeschafft worden. Diana Damrau und Juan Diego Flórez wurden als Sänger des Jahres ausgezeichnet. Mit dem Dirigenten-Preis wurde der Stuttgarter Generalmusikdirektor Cornelius Meister für eine Einspielung mit dem ORF-Radio-Symphonieorchester Wien geehrt. Ausgezeichnet wurden auch der russische Pianist Daniil Trifonow, die Staatsphilharmonie Ludwigshafen und das Gewandhausorchester Leipzig als Orchester des Jahres.

Gedenktafel in Berlin für Günter Pfitzmann

"Berliner mit Schnauze und Herz"

Der Schauspieler und Kabarettist Günter Pfitzmann bekommt 15 Jahre nach seinem Tod eine Gedenktafel in Berlin. Kultursenator Klaus Lederer will die Tafel am Montag in der Zietenstraße 22 in Schöneberg enthüllen. Dort befand sich die Praxis der ARD-Fernsehserie "Praxis Bülowbogen", mit der Pfitzmann einer der beliebtesten Darsteller der Bundesrepublik wurde. Pfitzmann verkörperte aus Sicht der Kulturverwaltung den "Berliner mit Schnauze und Herz". Er spielte auch als Otto Krüger in der Vorabendserie "Drei Damen vom Grill" (1977-1985) und als Richard Kaiser in "Der Havelkaiser" (1997-2000). 2003 starb der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Pfitzmann mit 79 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes.

Buchmesse: Leichter Rückgang beim Fachpublikum

Messe verzeichnete aber Rekordbeteiligung bei den Anbietern

Mit einem Plus beim Lesepublikum und einem Rückgang bei den Fachbesuchern ist die 70. Frankfurter Buchmesse zu Ende gegangen. Insgesamt rechneten die Organisatoren der weltgrößten Bücherschau kurz vor Schließen der Tore damit, dass während der fünf Tage etwa das Niveau von 286 000 Besuchern aus dem vergangenen Jahr gehalten wurde. Einem Plus von 0,8 Prozent beim allgemeinen Publikum am Wochenende stand ein Minus von 1,8 Prozent bei dem Fachbesuchern gegenüber. Mit 7503 Ausstellern aus 109 Ländern verzeichnete die Messe eine Rekordbeteiligung bei den Anbietern. Auch das Zentrum, wo die weltweiten Lizenzrechte für Bücher gehandelt werden, sei weiter angewachsen. Insgesamt gab es rund um die Buchmesse mit dem Ehrengast Georgien fast 400 Veranstaltungen.

Spanischer Maler Eduardo Arroyo gestorben

Arroyo wirkte auch als Schriftsteller, Bildhauer und Bühnenbildner

Der spanische Künstler Eduardo Arroyo, einer der Hauptvertreter des kritischen Realismus des 20. Jahrhunderts, ist tot. Der Maler, der auch als Schriftsteller, Bildhauer und Bühnenbildner tätig war, sei im Alter von 81 Jahren in seinem Haus in Madrid gestorben, berichtete die Zeitung "El País". Die Zeitung "La Vanguardia" würdigte ihn als "Ikone der narrativen Figuration". Arroyos Werke sind in den wichtigsten Museen der Welt zu bewundern, so im MoMA in New York, im Pariser Centre Pompidou und in der Berliner National-Galerie. Das Guggenheim New York widmete ihm 1984 eine Einzelausstellung. Das spanische Königshaus schrieb auf Twitter: "Spanien verliert heute eine der Insignien seiner Kunst." In seinen oft ironischen, farbenfrohen Werken, die Elemente der Pop Art beinhalten, hat sich Arroyo oft mit den politischen Zuständen in seiner Heimat nach dem Spanischen Bürgerkrieg befasst.

Dirigent Rademann mit Heinrich-Schütz-Preis geehrt

Preis soll künftig jährlich verliehen werden

Der Dirigent und Leiter der Bachakademie Stuttgart, Hans-Christoph Rademann, hat in seiner Geburtsstadt Dresden den Internationalen Heinrich-Schütz-Preis erhalten. Mit der Auszeichnung werde die "herausragende künstlerische wie wissenschaftliche Leistung" des 53-Jährigen in der Vermittlung und Verbreitung der Werke von Heinrich Schütz geehrt. Rademann sei für die Wiedergabe der Musik von Schütz ein kreativer Visionär, engagierter Motor und inspirierter Botschafter, hieß es. Der undotierte Ehrenpreis wurde erstmals vergeben. Das Schütz-Fest will ihn künftig jährlich verleihen. Die Auszeichnung wurde Rademann zum Abschluss des diesjährigen Schützfestes übergeben. Es hatte am 5. Oktober begonnen und umfasste rund 40 Veranstaltungen.

Geplantes Gandhi-Denkmal sorgt in Malawi für Streit

Gegner sehen indische Machenschaften hinter Plänen für Statue

Ein geplantes Denkmal für den indischen Unabhängigkeitskämpfer Mahatma Gandhi sorgt derzeit in Malawi für heftigen Streit. Mehr als 3000 Menschen unterzeichneten eine Petition gegen die Statue in der Stadt Blantyre, an der bereits seit zwei Monaten gearbeitet wird. In einer Erklärung der Initiative hieß es, der indische Nationalheld habe "nie etwas zu Malawis Freiheits- und Unabhängigkeitskampf beigetragen". Das Gefühl dränge sich deshalb auf, dass die Statue "dem malawischen Volk aufgezwungen" worden sei und dahinter eine fremde Macht stehe, die "ihr Image aufpolieren will und die Herrschaft über das ahnungslose Volk" anstrebe. Nach Angaben der malawischen Regierung ist die Errichtung des Denkmals Teil eines Deals mit Neu Delhi über den Bau eines millionenschweren Kongresszentrums in Blantyre.

Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen

Preisträger Aleida und Jan Assmann betonen Bedeutung der Meinungsvielfalt

Die Kulturwissenschaftler Aleida und Jan Assmann haben den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten. In ihrer gemeinsamen Dankesrede stellten die beiden Preisträger die Bedeutung der Meinungsvielfalt in einer demokratischen Gesellschaft heraus - betonten aber auch, dass es dabei auch Grenzen geben müsse. Aleida und Jan Assmann wurden ausgezeichnet für ihre Forschungen zu Erinnerungskultur sowie zum Zusammenhang zwischen Religion und Gewalt. Die 71-jährige Assmann ist Literatur - und Kulturwissenschaftlerin, ihr 80-jähriger Mann ist Ägyptologe. Die wissenschaftlichen Werke des Ehepaars bilden laut Jury eine "spannungsvolle, komplementäre Einheit" und sind für aktuelle Debatten von großer Bedeutung.

Beliebtestes Album in britischer Popgeschichte gewählt

Beatles gewinnen vor Adele und Oasis

Das Beatles-Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band", ist das beliebteste Popalbum in der britischen Musikgeschichte. Gemessen an Verkäufen, Downloads und Streams sei es das Lieblingswerk der Briten, teilte die Musikhitlisten im Vereinigten Königreich ermittelnde Official Charts Company mit. Das 1967 entstandene Album mit Songs wie "With a Little Help from My Friends" und "A Day in the Life" ist das experimentellste der vier Freunde aus Liverpool. "Sgt. Pepper" setzte sich im Ranking gegen Adeles "21" auf Platz zwei sowie Oasis' Erfolgsalbum "(What's the Story) Morning Glory?" von 1995 auf Platz drei durch.

Maas fordert Aufklärung im Fall Khashoggi

Saudi Arabien müsse alles tun, um den Fall aufzuklären

Bundesaußenminister Heiko Maas hat Saudi-Arabien aufgefordert, den mutmaßlichen Mord an dem regimekritischen saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi aufzuklären. Die Sorge um Khashoggi wachse mit jedem Tag der Ungewissheit, sagte Maas der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Angesichts der schwerwiegenden Vorwürfe müsste jetzt unverzüglich aufgeklärt werden, was dem Journalisten widerfahren sei. Khashoggi gilt seit dem 2. Oktober als vermisst. Er habe der saudischen Seite klar gemacht, dass sie alles tun müsse, um den Fall aufzuklären, sagte Maas der Zeitung. Medienberichten zufolge wird der kritische Journalist Khashoggi seit einem Termin im Konsulat von Saudi-Arabien in Istanbul vermisst. Inzwischen wird spekuliert, ob er getötet wurde. Die türkische Polizei ermittelt in dem Fall.

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