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Kulturnachrichten

Sonntag, 30. Mai 2021

Israelischer Bildhauer Dani Karavan gestorben

Kulturstaatsministern Monika Grütters hat den verstorbenen israelischen Bildhauer Dani Karavan gewürdigt: "Dani Karavans starke und beharrliche Stimme wird uns sehr fehlen", sagte die CDU-Politikerin. "Mit dem Blick des israelischen Juden hat er unsere deutsche Geschichte ins Bild gesetzt und uns zum Perspektivenwechsel ermutigt." Der Künstler war am Samstag im Alter von 90 Jahren in Tel Aviv gestorben. Karavan war für Aufsehen erregende Kunstwerke in aller Welt bekannt. In Deutschland schuf er unter anderem das Berliner Mahnmal für den NS-Völkermord an bis zu 500.000 Sinti und Roma, das 2012 eingeweiht worden war. Sein Markenzeichen waren begehbare Monumente - etwa der Heinrich-Böll-Platz in Köln oder die "Straße der Menschenrechte" am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Veranstalter in Leipzig zufrieden mit Buchmesse-Ersatz

Das Lesefest "Leipzig liest extra" ist nach vier Tagen zu Ende gegangen. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit der Resonanz und der Ausstrahlung der mehr als 400 Veranstaltungen an rund 80 Orten, davon rund 100 mit Publikum. Buchmesse-Direktor Oliver Zille sagte, das Lesefest habe nach 15 Monaten Pandemie "Türen in die Freiheit aufgestoßen". Autoren und Besucher seien vor Euphorie über ein Wiedersehen "geradezu durch die Räumlichkeiten der Veranstaltungsorte geschwebt", fügte Zille hinzu. Die Literatur habe endlich wieder ihre verdiente Bühne bekommen. Das Lesefest "Leipzig liest extra" war am Donnerstag als Ersatz für die Leipziger Buchmesse gestartet worden, die nach 2020 pandemiebedingt erneut ausgefallen war.

Bundessieger von "Jugend forscht" gekürt

Deutschlands beste Nachwuchswissenschaftler sind im Wettbewerb "Jugend forscht" ausgezeichnet worden. Leonard Münchenbach und Leo Neff, zwei 17-jährige Schüler aus Baden Würtemberg, setzten sich im Fachgebiet Physik mit einer Untersuchung über das Flugverhalten von Konfetti durch. Sie fanden eine Formel dafür, wie schnell Papierstreifen im freien Fall rotieren. Marik Müller aus Brandenburg gewann im Bereich Biologie. Er erfand eine Methode, um das Antibiotikum Florfenicol nach der Anwendung zu inaktivieren. So lasse sich das Risiko von Resitenzen reduzieren. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ehrte die Sieger in einer Online-Veranstaltung. 169 junge Talente hatten sich mit 113 Projekten beteiligt.

Anstieg von antisemitischen Straftaten in Bayern

Die Zahl antisemitischer Straftaten in Bayern hat sich zwischen 2013 und 2020 mehr als verdreifacht. Das ist das Ergebnis einer Anfrage der SPD im bayerischen Landtag. 2020 wurden demnach 353 judenfeindliche Straftaten festgestellt, 2013 waren es 109. Die SPD-Bildungspolitikerin Simone Strohmayr spricht von einem "erschreckenden Befund". Das Durchschnittsalter der Täter betrage 38 Jahre, die jüngsten seien gar erst zwölf Jahre alt gewesen. Aus Sicht der SPD erfordert dies im Sinne der Prävention mehr Medienbildung und Demokratieerziehung an Bayerns Schulen. Der bayerische Antisemitismus-Beauftragte Ludwig Spaenle plädiert dafür, dass Staat und Gesellschaft ihre Kräfte gegen antisemitisches Gedankengut bündeln müssten. Angesichts steigender Zahlen antisemitischer Straftaten 2020 in Bayern (353) und auch im Bund (2.275) sei Bildungsarbeit eine "unverzichtbare Säule" umfassenden Handelns.

Britischer Premier Johnson hat heimlich geheiratet

Der britische Premierminister Boris Johnson hat heimlich seine Verlobte Carrie Symonds geheiratet. Die Trauung habe gestern in der Westminster-Kathedrale in London stattgefunden. Das teilte Johnsons Büro mit. Es sei eine kleine Zeremonie gewesen. Derzeit dürfen wegen der Corona-Einschränkungen in England maximal 30 Personen an Hochzeiten teilnehmen. Die Gäste seien erst in letzter Minute eingeladen worden.Der 56-jährige Premier lebt seit seinem Amtsantritt 2019 mit der 33-jährigen Symonds zusammen in der Downing Street. Im vergangenen Jahr hatten sie ihre Verlobung bekanntgegeben. Ihr gemeinsamer Sohn kam im April 2020 zur Welt.

Kurzfilmpreis des BR geht an "The Present"

Bei der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg ist der vom Bayerischen Rundfunk mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis im Internationalen Wettbewerb vergeben worden. Die Jury zeichnete die Produktion "The Present" der britisch-palästinensischen Filmemacherin Farah Nabulsi aus. In der Begründung der Jury heißt es, es sei eine Tugend, Widerstand zu leisten, indem man Sichtbarkeit und Widerstand gegen die erstickende Kraft des Schweigens und der Unterdrückung einsetze. In diesem Fall werde der Widerstand durch die "edle und ästhetische Form des fiktionalen Kinos" verkörpert. "The Present" erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich an seinem Hochzeitstag im Westjordanland auf den Weg macht, um seiner Frau ein Geschenk zu besorgen. Dabei wird der Frage nachgespürt, wie einfach es wohl werden würde, zwischen den Soldaten, den abgesperrten Straßen und den Checkpoints einkaufen zu gehen.

US-Sänger B.J. Thomas ist gestorben

Der US-amerikanische Pop und Countrysänger B.J. Thomas ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Wie das Management auf seiner Webseite mitteilte, starb der fünffache Grammy-Gewinner an den Folgen einer Krebserkrankung. Thomas hatte bereits in den 1960er und 70er Jahren in den USA zahlreiche große Hits. Internationale Bekanntheit erlangte er mit dem Song "Raindrops Keep Fallin' On My Head", den er für den Film "Butch Cassidy and the Sundance Kid" aufgenommen hatte. Das Lied gewann einen Oscar. Später wandte sich Thomas auch der Country- und der Gospel-Musik zu. Nach Angaben seines Managements verkaufte der Sänger in seiner über 50-jährigen Laufbahn gut 70 Millionen Alben und hatte acht Nummer-eins-Hits.

US-Schauspieler Gavin MacLeod ist tot

Der Schauspieler Gavin MacLeod ist tot. Nach Angaben seiner Familie verstarb er im Alter von 90 Jahren in seinem Haus in Palm Desert im US-Bundesstaat Kalifornien. MacLeod spielte in mehreren Kinofilmen mit, darunter "Stoßtrupp Gold" mit Clint Eastwood (1970), "Kanonenboot am Yangtse-Kiang" (1966) mit Steve McQueen oder "Das Schwert des Ali Baba" (1965). Seinen großen Durchbruch hatte er in seiner Rolle als sarkastischer Nachrichtenredakteur Murray Slaughter in der US-amerikanischen "Mary Tyler Moore Show" in den 70er Jahren.
Als Captain Merrill Stubing in der Serie "Love Boat" wurde er auch einem breiten Publikum in Deutschland bekannt.

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