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Kulturnachrichten

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Israelische Journalisten aus Bethlehem ausgewiesen

Die israelischen Journalisten wollten aus Bethlehem über die Weihnachtsfeierlichkeiten berichten.

Wie die "Jerusalem Post" berichtet, haben die palästinensischen Behörden ihnen das aber untersagt. Die Reporter der Tageszeitung "Haaretz", des Nachrichtensenders "i24 News" und anderer Medien hätten die Stadt verlassen müssen. Die "Jerusalem Post" beruft sich auf das palästinensische Informationsministerium. Demnach hatten Journalisten aus dem Westjordanland die Ausweisung ihrer israelischen Kollegen gefordert. Sie wollten damit gegen Restriktionen Israels gegen palästinensische Medienvertreter protestieren.

Türkei will nur noch jugendfreie Filme fördern

Gefördert werden nur noch jugendfreie Filme.

Diese Verordnung hat die türkische Regierung erlassen. Sie sieht auch vor, dass Fördergelder zurückverlangt werden können, falls ein Projekt im Nachhinein als nicht jugendfrei bewertet wird. Die Entscheidung über die Verteilung der Gelder sollen die 14 Mitglieder des Filmförderungsrats treffen. Er besteht aus zehn Filmschaffenden und vier Vertretern des Kulturministeriums, die das letzte Wort haben. Von Regisseuren kommt deshalb Kritik: Die Regierung missbrauche den Rat als vermeintlich demokratisches Instrument.

Maria Aljochina: Freiheit hängt nicht von der Höhe der Mauern ab

"Ohne Protestkunst wäre unser Leben leer."

So sieht es die "Pussy-Riot"-Musikerin Maria Aljochina, die ebenso wie ihre Bandkollegin Nadeschda Tolokonnikowa am Montag vorzeitig aus der russischen Lagerhaft entlassen wurde. Aljochina sagte "Spiegel Online", beide wollten nun nach neuen Aktionsformen suchen. In der Strafkolonie habe sie verstanden, dass Freiheit nicht von der Höhe der Mauern abhänge, die einen umgäben. Das russische Strafsystem beruht nach Aljochinas Ansicht auf der systematischen Unterdrückung der Persönlichkeit. Eine Reform müsse damit beginnen, die Häftlinge nicht länger in Baracken gefangen zu halten, in denen ihnen jede Privatsphäre genommen werde.

Chinesischer Uni-Vizepräsident wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen

In China erreicht der Kampf gegen Korruption jetzt auch die Universitäten.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, wurde der Vizepräsident einer renommierten Hochschule in Hangzhou abgesetzt. Zudem ermittelten die Behörden gegen den Vizepräsidenten der Universität von Sichuan und einen hohen Angestellten der Pekinger Renmin-Universität. - Präsident Xi Jinping hatte nach seinem Amtsantritt angekündigt, verschärft gegen Bestechlichkeit vorzugehen. Korruption gibt es an den chinesischen Universitäten unter anderem im Zusammenhang mit Forschungsgeldern und der Zulassung von Studenten.

Papst erteilt Segen "Urbi et Orbi"

Für Franziskus ist es eine weihnachtliche Premiere.

Der Papst verkündet am Mittag seine Weihnachtsbotschaft und erteilt den Segen "Urbi et Orbi" - der Stadt und dem Erdkreis. Dazu werden auf dem Petersplatz in Rom zehntausende Gläubige erwartet. In seiner ersten Christmette hatte der 77-Jährige gestern die Armen und Verfolgten in den Vordergrund gestellt. Er erklärte, die Hirten hätten zuerst die Nachricht von der Geburt Jesu erhalten, weil sie zu den Ausgegrenzten gehörten. Der Papst rief die Gläubigen zu Gottes- und Nächstenliebe auf.

Katalanischer Fernsehsender strahlt Weihnachtsansprache des spanischen Königs nicht aus

Dieses Mal bekamen die Katalanen die Weihnachtsansprache von König Juan Carlos nicht zu sehen.

Das staatliche Fernsehen in der Region strahlte die Rede erstmals in seiner 30-jährigen Geschichte nicht aus. Stattdessen legten die Mitarbeiter kurzzeitig die Arbeit nieder, um gegen Einsparungen zu protestieren. Katalonien hat 7,6 Millionen Einwohner und eine eigene Sprache. Es gibt seit längerem Bestrebungen, in einem Referendum über die Unabhängigkeit des Landesteils abstimmen zu lassen.

Michael Haneke findet "Zerstreuungskino" langweilig

Das interessanteste Kino ist für Michael Haneke das der Dritten Welt.

Der Regisseur sagte der Deutschen Presse-Agentur, dort hätten die Menschen wirkliche Probleme, mit denen sie kämpften und gegen die sie etwas tun wollten. Hierzulande gebe es eher Zerstreuungskino. Das sei ein wenig langweilig. Haneke hatte 2013 für "Liebe" den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film erhalten. Danach bekam er nach eigenen Angaben viele Angebote aus den USA. Diese habe er aber alle abgelehnt. Amerikaner wollten nach dem Kino beruhigt nach Hause gehen. Das sei genau das, was ihn nicht interessiere.

Italienische Filmposter für "12 Years a Slave" zurückgezogen

Brad Pitt ist zwar eine gute Werbefigur - aber in dem Fall ging die prominente Platzierung dann doch zu weit.

Das amerikanische Filmstudio Lionsgate hat italienische Plakate für den Film "12 Years a Slave" zurückziehen lassen. Darauf ist neben dem irischen Schauspieler Michael Fassbender auch Pitt zu sehen - obwohl er nur eine kleine Nebenrolle spielt. Der schwarze Hauptdarsteller Chiwetel Eijofor ist dagegen auf keinem der Poster abgebildet. Lionsgate erklärte, die Plakate der italienischen Werbefirma seien von den Produzenten nicht autorisiert worden. - In dem Film geht es um einen Afro-Amerikaner, der aus dem freien Norden der USA in die Südstaaten verschleppt und versklavt wird.

Polnische Parlamentarier wollen Christen in Ägypten unterstützen

Polnische Parlamentarier wollen in Ägypten auf die Lage verfolgter Christen aufmerksam machen.

Dafür hat die Arbeitsgruppe "Verteidigung der Christen in der Welt" nach eigenen Angaben eine Einladung des ägyptischen Tourismusministeriums erhalten. Die Gruppe besteht aus 16 Abgeordneten verschiedener Parteien. Sie wollen im Frühjahr nach Ägypten reisen und sich ein Bild von der Situation der Kopten machen. Ein Sprecher der Abgeordneten erklärte, Polen werde den Tourismus und die Handelsbeziehungen mit Ägypten nur fördern, wenn die Rechte der christlichen Minderheit gewahrt würden.

Chodorkowski: Pussy-Riot-Aktivistinnen sollten keinen Groll empfinden

Wenn es nach Michail Chodorkowski geht, dann sollten die freigelassenen "Pussy Riot"-Musikerinnen auf Hass und Groll verzichten.

Der ebenfalls kürzlich aus dem Gefängnis entlassene Kreml-Kritiker gratulierte Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa auf seiner Internetseite zu ihrer Begnadigung. Nach der schweren Prüfung im Gefängnis sei es nun das Wichtigste für die Frauen, Kraft zu finden, damit negative Gefühle keinen Platz hätten - auch wenn ihre Haftbedingungen einem europäischen Staat im 21. Jahrhundert unwürdig gewesen seien. Die beiden Aktivistinnen hatten kritisiert, ihre Entlassung sei ein PR-Trick von Präsident Wladimir Putin kurz vor Olympia.

Eintrittskarten für "Nymphomaniac" bisher teuerste in Dänemark

Für diesen Film müssen die Dänen tief in die Tasche greifen.

Wie skandinavische Medien berichten, kostet Lars von Triers "Nymphomaniac" in dänischen Kinos umgerechnet rund 20 Euro Eintritt - so viel wie noch kein Streifen vorher. In "Nymphomaniac" geht es um eine Frau, die süchtig nach immer neuen Affären ist. Der Film dauert viereinhalb Stunden. In Dänemark läuft er heute an, in Deutschland kommt er Ende Februar in die Kinos.

US-Schlagzeuger Ricky Larson ist tot

Er war einer der führenden Schlagzeuger weltweit.

Jetzt ist Ricky Lawson im Alter von 59 Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien gestorben. Mitte Dezember war bei ihm eine Arterienerweiterung im Gehirn diagnostiziert worden. Lawson wirkte an Studioalben von Popstars wie Michael Jackson, Phil Collins und Whitney Houston mit. Er gehörte außerdem zu den Gründungsmitgliedern der Jazz-Fusion-Band "Yellowjackets". 1986 wurde Lawson mit dem Grammy ausgezeichnet.

Schriftstellerin Helga M. Novak gestorben

Ihr letztes Buch war der autobiografische Band "Im Schwanenhals".

An Heiligabend ist die Schriftstellerin Helga M. Novak im Alter von 78 Jahren gestorben. Das teilte der Verlag Schöffling mit. Novak wuchs in der DDR auf und lebte zeitweilig in Island. Nach ihrer Rückkehr in die DDR wurde sie 1966 wegen ihrer regimekritischen Haltung ausgewiesen. In der Bundesrepublik wurde Novak mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa mit der Roswitha-Gedenkmedaille der Stadt Bad Gandersheim und dem Brandenburgischen Literaturpreis. Sie gehörte dem Verband Deutscher Schriftsteller und dem PEN-Zentrum an.

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