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Interview / Archiv | Beitrag vom 21.04.2011

Israelische Intellektuelle fordern Palästinenserstaat

Yehuda Bauer: Nur Zwei-Staaten-Lösung kann Frieden sichern

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Grenze zwischen Israel und dem besetzten Westjordanland (Deutschlandradio - Janine Wergin)
Grenze zwischen Israel und dem besetzten Westjordanland (Deutschlandradio - Janine Wergin)

Der ehemalige Leiter der Forschungseinrichtung von Yad Vashem, Yehuda Bauer, hat seiner Regierung vorgeworfen, im Westjordanland dauerhaft eine "eigenartige" Diktatur einrichten zu wollen.

Es werde versucht, mit der Besetzung des Palästinensergebiets eine Art israelisch-arabischen Doppelstaat zu errichten, erklärte der Historiker. Bauer gehört zu den Unterzeichnern einer Petition israelischer Intellektueller für einen Palästinenserstaat, die am Donnerstag in Tel Aviv verlesen wurde.

Der Netanjahu-Regierung warf Bauer vor: "Das ist Anti-Zionismus. Ich bin ein Zionist und ich will, dass das jüdische Volk in einem jüdischen Mehrheitsstaat mit Gleichberechtigung der nicht-jüdischen Minderheit seine Eigenartigkeit entwickelt." Mit einem Doppelstaat sei das nicht zu erreichen.

Bauer betonte, dass nur ein selbstständiger Palästinenserstaat eine Chance auf Frieden biete: "Sicherheitsprobleme sind bestimmt da. Ich bin kein Pazifist. (…) Aber wir wollen im Prinzip und auch praktisch gesehen einen Staat neben uns sehen, der auf den Grenzen von 1967 beruht."

Das vollständige Interview können Sie bis mindestens zum 21.9. 2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-demand-Angebot nachhören.

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