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Thema / Archiv | Beitrag vom 17.10.2011

Iranischer Regisseur: Teheran will Filmschaffende einschüchtern

Mohammad Farokhmanesh kritisiert Haftstrafe gegen Kollegen

Das Gericht beschuldigte Panahi, "Propagandafilme gegen die Islamische Republik" gedreht zu haben. (picture alliance / dpa / Str)
Das Gericht beschuldigte Panahi, "Propagandafilme gegen die Islamische Republik" gedreht zu haben. (picture alliance / dpa / Str)

Der iranischstämmige Regisseur und Filmproduzent Mohammad Farokhmanesh sieht das Urteil eines Teheraner Berufungsgerichts im Fall Panahi als Teil einer Einschüchterungskampagne. Farokhmanesh sagte, dass der kritische Filmemacher Panahi jetzt für sechs Jahre ins Gefängnis solle, sei beängstigend und enttäuschend.

Das Urteil sei Teil einer Einschüchterungskampagne der iranischen Regierung gegenüber den Filmschaffenden im Land. Die Regierung brauche jemanden wie Panahi, der in der Öffentlichkeit stehe, damit alle anderen Angst bekämen. Laut Farokhmanesh funktioniert diese Strategie auch: In den letzten zwei Jahren seien kaum Filme im Iran rausgekommen. "Keiner traut sich, Filme zu machen, man weiß überhaupt nicht, woran man ist", sagte er.

Zuletzt seien im Iran sechs Dokumentarfilmer verhaftet worden, weil sie angeblich mit der BBC kooperiert hätten. Farokhmanesh lebt in Hamburg und ist Teilhaber einer Filmproduktionsfirma.

Sie können das vollständige Gespräch mit Mohammad Farokhmanesh mindestens bis zum 17.03.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören.

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