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Wortwechsel | Beitrag vom 10.05.2019

Iran-Atomabkommen vor dem AusDroht ein Krieg am Persischen Golf?

Moderation: Annette Riedel

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Die US- und iranische Flagge nebeneinander, darüber als Schattenriss das typische Donald-Trump-Profil. (imago images / Ralph Peters)
Der Iran droht, aus dem Anti-Atom-Abkommen auszusteigen. Die USA reagieren mit Sanktionen und Truppenbewegungen. Wie entwickelt sich die Lage? (imago images / Ralph Peters)

Ein Jahr, nachdem die USA den Atom-Deal platzen ließen, kündigt der Iran an, ebenfalls aus dem Abkommen auszusteigen. Die USA haben Flugzeugträger in die Region verlegt. Ob nun schlimmstenfalls ein Krieg droht, hängt auch vom Verhalten Europas ab.

Das Iran-Atom-Abkommen sollte sicherstellen, dass Iran Atomkraft für zivile Zwecke nutzen darf, ohne dabei nuklear aufzurüsten. Die USA hatten ihren Ausstieg aus dem Abkommen vor einem Jahr damit begründet, Irans Aufrüstung mit Raketen hätten dem Geist des Abkommens widersprochen.

Nun stellt Irans Führung ein Ultimatum. Sechzig Tage gibt sie den verbliebenen Vertragspartnern Zeit, einen wirtschaftlichen Ausgleich für die Sanktionen zu schaffen. Tun sie dies nicht, fühlt sich Teheran auch nicht mehr an den Kompromiss gebunden. Das Land droht dann, mehr Plutonium und schweres Wasser zu lagern, als bisher erlaubt. Damit könnte es schlimmstenfalls in die Lage versetzt werden, Nuklearwaffen herzustellen.

Wie wird das Kräftemessen am Persischen Golf ausgehen? Kann Deutschland, kann Europa vermitteln? Wie bedrohlich ist die Situation? Welche Interessen hat US-Präsident Donald Trump? Droht ein neuer Krieg?

Im "Wortwechsel" von Deutschlandfunk Kultur diskutieren darüber am Freitag, den 10.5.2019, ab 18:05 Uhr 

Katajun Amirpur, Islamwissenschaftlerin und Iran-Expertin der Universität Köln

Elmar Brok, CDU-Politiker, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament

Bijan Djir-Sarai, FDP-Außenpolitiker und Vorsitzender der deutsch-iranischen Parlamentariergruppe im Bundestag.

Wortwechsel

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