Interview 

Fernsehfilm "Die Getriebenen" 2015 haben alle verloren

Szene aus dem Film "Die Getriebenen". (rbb/carte blanche/Volker Roloff)

Der Fernsehfilm "Die Getriebenen" arbeitet den Umgang mit den Fluchtbewegungen von 2015 auf. Regisseur Stephan Wagner glaubt mit Blick auf das Management der Coronapandemie, dass die Politik aus den damaligen Ereignissen gelernt hat.

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Corona - wann ist man geheilt?Mit einem Test zurück ins normale Leben

Das Foto zeigt einen Gang der Corona-Intensivstation im Universitätsklinikum Dresden. (picture alliance / Sebastian Kahnert / dpa-Zentralbild / dpa)

Nach Schätzungen gibt es über 30.000 Menschen in Deutschland, die eine Corona-Erkrankung bereits überstanden haben. Nach allem, was wir zurzeit wissen, können sich Genesene vorerst nicht mehr anstecken. Die Hoffnungen ruhen deswegen auf dem Antikörpertest.

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Aktion "Deutschland betet gemeinsam"Die Krise als Chance für extreme Gläubige

Das Foto zeigt eine gläubige Frau mit Mundschutz im Gebet. Im Vordergrund brennen Kerzen. (picture alliance / NurPhoto / Artur Widak)

Eine Initiative will viele Menschen dazu bringen, heute zur gleichen Zeit 90 Minuten für Deutschland zu beten. Der Journalist und Kirchenkenner Philipp Greifenstein sieht das kritisch - und verweist auf den ideologischen Hintergrund der Initiatoren.

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IfW-Chef Felbermayr über Globalisierung"Die Welt wird hochvernetzt bleiben"

Gabriel Felbermayr, Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, im September 2018 (picture alliance / apa / Herbert Pfarrhofer)

Weil die Welt so eng verflochten wirtschaftet, hatte Corona leichtes Spiel. "Ein Ende der Globalisierung ist das nicht", sagt Gabriel Felbermayr vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Doch einige Wirtschaftsstrategien müssten auf den Prüfstand.

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BriefkulturWas Briefe auch heute noch so besonders macht

Ein Briefumschlag mit rotem Siegel und einem Stempel daneben. (Unsplash / SAMUEL)

Die große Zeit des Briefes begann mit dem Aufstieg der bürgerlichen Kultur. Gerade Frauen fanden über sie den Weg zu literarischer Produktion, sagt die Germanistin Jana Kittelmann - und E-Mail und Chats machten Briefe längst nicht überflüssig.

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Bundesfreiwilligensprecherin zu Corona"Jeder Helfer ist zur Bewältigung dieser Krise nötig"

Helfende Hände bilden eine Treppe. (Illustration) (imago images / Ikon Images)

"Freiwillige helfen jetzt": Über eine Online-Plattform will Bundesfamilienministerin Giffey Freiwilligendienstleistende für den Coronaeinsatz gewinnen. Bundesfreiwilligensprecherin Lea Hetzinger begrüßt den Vorschlag - und will sich auch selbst melden.

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Wissenschaftler über Corona und nationale GrenzenWarum Schlagbäume das Virus nicht aufhalten

An einer Wand mit Weltkarte ist eine Atemschutzmaske angepinnt. (picture alliance / Ulrich Baumgarten)

Das Saarland macht die Grenze zu Frankreich dicht. Um die Neuinfektionen einzudämmen, heißt es. Vollkommen sinnlos, wenn es überall Infizierte gibt, sagt Dirk Brockmann, der als Physiker an epidemiologischen Modellen arbeitet.

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Corona bei HaustierenMüssen auch Hund und Katze bald zum Test?

Eine Züchterin schmust mit ihrer Britisch-Kurzhaar-Katze  (picture alliance / dpa / ZB / Patrick Pleul)

In New York ist ein Tiger im Zoo positiv auf Corona getestet worden. Müssen Tierhalter sich jetzt auch Sorgen um Hund und Katze machen - und gar auf Abstand gehen? Dem Tiermediziner Klaus Osterrieder zufolge besteht kein Grund zur Panik.

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Grüner HedonismusVerzichten – aber mit Stil

Porträt von Alexander von Schönburg in Berlin im Garten der Residenz des britischen Botschafters. Verschwommen im Hintergrund ein Gebäude. (DPA / Zentralbild / Jens Galane)

Ökologisches Handeln und Konsumverzicht werden sich nur durchsetzen, wenn sie mit einer Steigerung der Lebenslust einhergehen. Davon ist Alexander von Schönburg überzeugt. Wie das funktionieren kann, beschreibt der Journalist in "Der grüne Hedonist".

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Potsdamer Oberbürgermeister über Lesbos"Europa muss menschlich bleiben"

Eine Frau geht mit Kindern durch ein Flüchtlingslager, in welchem desolate Verhältnisse herrschen. (picture alliance/imageBROKER/Florian Bachmeier)

In den Geflüchtetenlagern auf Lesbos zeichnet sich eine humanitäre Katastrophe ab. Der Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) plädiert für humanitäre Hilfe, die zugleich die Sorgen der Bevölkerung ernst nimmt.

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Mit Hegel durch die CoronakriseFreiheit heißt nicht, dass man tun kann, was man will

Lithografie Georg Wilhelm Friedrich Hegels (picture-alliance/Design Pics/Ken Welsh)

Freiheit im Sinne Hegels beruhe immer auf der Auswahl des Vernünftigen, sagt der Philosoph Klaus Vieweg. Daher sei die temporäre Begrenzung der Bewegungsfreiheit wegen des Coronavirus vernünftig – „unter dem Blickwinkel des höheren Rechts auf Gesundheit und Leben“.

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Klimaforscher über Lerneffekte der Coronakrise"Wir merken derzeit, was alles geht"

In einer Illustration wird die Form einer Weltkugel  auf blauem Hintergund gezeigt, vollgepackt mit Gebäuden - sie ähnelt so der Form des CoVid19-Virus. (imago-images / Westend 61)

Raus aus den Sackgassen, rein in die Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft: Mit den Erfahrungen der Coronakrise können wir auch die Klimafrage zielgerichteter lösen, glaubt der Klimaforscher Uwe Schneidewind.

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Somalias AusnahmesituationIn Mogadischu lebt man immer mit der Angst

Die Innenansicht eines zerstörten Restaurants in Mogadischu nach einem Terroranschlag in Somalia. (Getty/Anadolu/Nour Gelle Gedi)

In Somalias Hauptstadt sind zwar die Restaurants geöffnet, aber die Gäste müssen stets einen Anschlag von Terroristen befürchten. Der Ausnahmezustand ist seit Jahren das Lebensgefühl für die Bewohner von Mogadischu, sagt die Reporterin Bettina Rühl.

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Krankenhausclowns in CoronazeitenBesonders ansteckend: das Lachvirus

Maria Gundolf, von "ROTE NASEN Deutschland e.V." besucht als Clown "Brischitt" Pflegebedürftige und Kinder. (ROTE NASEN Deutschland e.V. / Gregor Zielke)

Die Besuchsverbote in Kliniken und Altenheimen wegen des Coronavirus sind für Patienten wie Kinder und Alte besonders hart. Clowns wissen da auf bewährte Weise Rat - auch auf digitalem Weg.

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Krankenhäuser in der CoronakriseDie Folgen der Fallpauschalen

Eine Krankenschwester legt auf der Isolierstation für Coronavirus-Behandlungen ihre Schutzkleidung an bevor sie ein Patientenzimmer betritt. (picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert)

Je mehr Menschen am Coronavirus erkranken, desto größer wird der Druck in den Krankenhäusern. Auch eine Folge des Fallpauschalen-Systems, sagt Gerald Gaß von der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

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Folgen von TschernobylDie Mutter aller Ausnahmezustände

Das zerstörte Atomkraftwerk in Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion, eine Luftaufnahme wenige Tage nach dem Reaktorunglück am 26. April 1986.  (picture alliance / AP Photo / Volodymir Repik)

Gesundheitsgefahren, Unsicherheit, Angst – viele fühlen sich in der Coronakrise an die Situation nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erinnert. Wie man damals damit umging, hat die Historikerin Melanie Arndt untersucht.

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Optimismus in der CoronakriseWarum Märchen gerade jetzt helfen

 Eine Zeichnung aus "Rotkäppchen und der böse Wolf". (imago )

Märchen lesen – gerade in Zeiten der Coronakrise eine gute Idee, meint der Literaturwissenschaftler Hans-Jörg Uther. Weil sie meistens gut ausgehen, können sie nicht nur Kindern Hoffnung geben.

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Rechtswissenschaftler zu Kontaktsperren„Das geht in einem Rechtsstaat so nicht“

Die Polizei kontrolliert am Tempelhofer Feld in Berlin während der Coronakrise, dass die Menschen den Mindestabstand einhalten und keine Gruppen bilden. 29. März 2020. (Getty / Adam Berry)

Alleine auf einer Bank sitzen oder zu zweit im Park: In Berlin, Bayern und anderen Bundesländern ist das derzeit verboten. Diese Maßnahmen gingen zu weit, manche seien sogar rechtswidrig, sagt der Rechtswissenschaftler Clemens Arzt und fordert Nachbesserungen.

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Entschleunigung durch CoronaWarum die neue Langsamkeit nicht entspannt

Eine Menschenmenge in einer Großstadt, die einen Zebrastreifen überquert. (EyeEm / Marc Bruxelle)

Was wäre ein Leben ohne Stress und Eile! Doch jetzt, wo die Coronakrise das Leben radikal entschleunigt, fühlt es sich gar nicht so toll an – was allerdings auch nicht verwunderlich ist, sagt der Soziologe Hartmut Rosa.

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Geschichte von PandemienDie Spanische Grippe und die Parallelen zu Covid-19

Zwei Krankenpflegerinnen tragen einen Patienten während der Pandemie, der spanischen Grippe, in Washington DC, USA, 1918. (Getty / Universal History Archive / Universal Images Group)

Etwa 25 Millionen fielen der Spanischen Grippe, die nach dem Ersten Weltkrieg wütete, zum Opfer. Der Medizinhistoriker Harald Salfellner hat ein Buch über die damalige Pandemie geschrieben und er sieht Ähnlichkeiten zur aktuellen Coronakrise.

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Pflegekritiker Fussek zu den Lehren aus der Coronapandemie"Die Pflege zur Schicksalsfrage der Nation machen"

Die Hand einer Altenpflegerin in Schutzhandschuh hält die Hand eines alten Menschen in einem Seniorenheim. (imago / Martin Wagner)

Die Pflegekräfte sind am Limit – und das nicht erst seit der Coronakrise, sagt Sozialarbeiter Claus Fussek. Er kritisiert die Missstände in der Pflege seit 30 Jahren – und fordert: Nach der Krise braucht es einen Systemwechsel.

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