Feature, vom 18.11.2017, 18:05 Uhr

Intersexuelle Menschen erzählenDazwischen

Von Karla Krause

Nach mehr als 30 Jahren in der Frauenrolle erfährt Sandrao von seiner/ihrer Zwischengeschlechtlichkeit und fordert seitdem: "Menschenrechte auch für Zwitter".

Ein junges, nachdenkliches Gesicht mit Baseballkappe. (Foto: Sandrao)
Ein junges, nachdenkliches Gesicht mit Baseballkappe. (Foto: Sandrao)

Malte ist gerade im Abitur, als ihm die Ursache der vielen Operationen im Kindesalter klar wird: Pseudo-Hermaphroditismus. Seitdem kämpft er um sein Selbstbild als Mann.

Menschen zwischen den Geschlechtern oder mit beiden Geschlechtern sind in unserer Gesellschaft nicht vorgesehen, existieren allenfalls in der Mythologie. Geschlechtliche "Vereindeutigung" im frühen Kindesalter war bis vor kurzem der unumstrittene Ausweg. Und noch immer werden Eltern zu unnötigen Operationen überredet, wenn ihr Kind zwischengeschlechtlich zur Welt kommt, oft mit verheerenden Folgen für die Zukunft dieser Kinder.

Regie: Guiseppe Maio
Mit: Lisa Hrdina, Gabriele Blum, Andreas Tobias, Romanus Fuhrmann
Ton: Michael Kube
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
Länge: 54'05
Ursendung

Karla Krause, geboren 1942, war Reporterin, Buchautorin, Dramaturgin und Fernsehproduzentin. Seit 2000 arbeitet sie als Autorin vor allem für das Radiofeature. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Geschichten zur medizinischen Ethik, u.a. "Tödliches Erbe" (RBB/WDR 2007, Robert Geisendörfer Preis), "Sternenkind" (HR/WDR 2012, DRK-Medienpreis, Hörfunkpreis der Theodor Springmann Stiftung) und "Kinder am Ende des Lebens" (HR 2015, TOM Medienpreis 2016). Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Von einem, der auszog, den Tod nicht zu fürchten" (DKultur 2011, Robert Geisendörfer Preis).

Abonnieren Sie unseren Newsletter!