Interpretationen 

Die "Römische Trilogie" von Ottorino RespighiEpiphanie der "Ewigen Stadt"

Mit Rom musste er sich erst anfreunden: Der Komponist Ottorino Respighi stammte aus Bologna und empfing wichtige Prägungen in Sankt Petersburg (imago images / Leemage)

Pinien und Brunnen singen ihr Lied, Feste der Vergangenheit ertönen neu: In seiner "Römischen Trilogie" brachte der italienische Komponist Ottorino Respighi die "Ewige Stadt" zum Klingen. Mit der Folge beinahe ewiger Missverständnisse.

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Die Geigerin Ida Haendel (1928-2020)Ein Ton voller Hitze und Glut

"Ich bin dazu da, dem Komponisten zu dienen": Ida Haendel, hier 1989 in München, pflegte ein Repertoire von Johann Sebastian Bach bis Allan Pettersson (imago images / Michel Neumeister)

Meisterwerke, Virtuosenstücke, Altes, Neues: Die Geigerin Ida Haendel widmete sich der Musik mit flammendem Ernst. Erinnerungen an eine Jahrhundertmusikerin, die den Komponisten Gehör verschaffen wollte.

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Ferruccio Busonis Bach-Bearbeitungen"Johann Sebastian doppelt gefiltert"

Johann Sebastian Bach, wie ihn Ferruccio Busonis Zeit sah: Das von Carl Seffner entworfene Denkmal wurde 1908 vor der Leipziger Thomaskirche enthülltl Travel (imago images / Kosecki)

Kunst, Empfindung, Fantasie: Diese Eigenschaften bewunderte Ferruccio Busoni an Johann Sebastian Bach. Mit seinen Bearbeitungen schuf der italienische Komponist und Pianist um 1900 einen eigenen "Bach-Sound", der noch heute eine Herausforderung darstellt.

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Momentaufnahmen einer MusikerdynastieDie Bachs vor Bach

Der Königin der Instrumente diente eine Dynastie von Handwerkern: Orgel in der Bachkirche im thüringischen Arnstadt (imago images / Sylvio Dittrich)

Wenn sich mit dem Musikernamen Bach einmal nicht der Vorname Johann Sebastian verbindet, sind zumeist seine Söhne gemeint. Zwei von ihnen erlangten Weltruhm. Doch auch frühere Bach-Generationen brachten geniale Komponisten hervor.

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Adventskantaten von Johann Sebastian Bach"Schwingt freudig euch empor"

Sah er so aus? Jedenfalls sah sein Interpret Gustav Leonhardt (2. v. l.) so aus, als er 1968 in einen Spielfilm die Rolle von Johann Sebastian Bach übernahm. (imago images / Courtesy Everett Collection)

Die Adventszeit ist ein Lichtblick. Nach den düsteren Novemberfeiertagen waren, so der Dirigent John Eliot Gardiner, "die Leute bestimmt ganz froh, da etwas über den Berg zu sein". Bachs Adventskantaten leben von dieser Stimmung.

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Beethoven: Die Neunte Sinfonie"Wem der große Wurf gelungen…"

Neuerungen bis zuletzt: Auch mit seiner Neunten und letzten Sinfonie gelang es Beethoven noch einmal, die Musikwelt zu überraschen. Porträt von Joseph Karl Stieler, 1820 (imago images / United Archives International)

Sie ist Inbegriff und Sonderfall zugleich, sie wird geliebt und gehasst, sie wird rauf und runter gesungen und gespielt, und trotz allem bleibt sie schwierig und rätselhaft: Mit Beethovens Neunter Sinfonie ist die Welt noch lange nicht fertig.

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Beethoven: Klaviertrio op. 1 Nr. 3 und Streichquintett op. 104Kühner Erstling und reifer Nachzügler

Der Titan: So sah die Nachwelt Ludwig van Beethoven, hier im Heiligenstädter Park in Wien. Manchmal galt dieser grimmige Blick auch Zeitgenossen wie Joseph Haydn (imago / CHROMORANGE)

Porträt des Künstlers als junger Mann: Mit seinen Klaviertrios Opus 1 betritt Ludwig van Beethoven das offizielle Podium als Komponist. Sein frühes Meisterwerk, das Trio in c-Moll, begleitete ihn ein Leben lang: er bearbeitet es viel später zu einem Quintett.

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Lieder von Benjamin Britten"Hee-haw, hippety hop"

Tea on the Beach: Vor einem Rettungsboot posieren der Choreograph John Cranno, der Tenor Peter Pears und der Komponist Benjamin Britten (v.l.n.r.), undatierte Fotografie aus Aldeburgh (imago / ZUMA / Keystone)

Benjamin Britten war ein Meister der modernen englischen Kunstmusik, hatte aber auch eine Vorliebe für Volkskunst. Viele Folksongs hat er bearbeitet und dabei Stücke voller Witz, Hintersinn und Melancholie geschaffen.

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Der Pianist und Komponist Wilhelm KempffMusik muss erlebt werden

Magie des Augenblicks: Der Pianist Wilhelm Kempff, 1962 in München (imago / Michel Neumeister)

Über sechs Jahrzehnte war Wilhelm Kempff auf der Bühne zu Hause. Der Poet am Klavier hat besonders als Interpret Beethovens und Schuberts Maßstäbe gesetzt. Anderes ist noch zu entdecken, darunter seine eigenen Kompositionen.

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Beethoven: Wie seine einzige Oper "Leonore" zu "Fidelio" wurde"...die oper erwirbt mir die Martirerkrone"

Eine Beethoven-Figur, die zwischen Bäumen steht. (imago / CHROMORANGE)

Mit kaum einer Komposition kämpfte Beethoven so sehr wie mit seiner einzigen Oper, die zunächst "Leonore" hieß und dann als "Fidelio" berühmt wurde. Das Drama um Tyrannei, Freiheit und Gattenliebe hat sich als zeitloses Werk erwiesen.

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Paul Abrahams Operette "Ball im Savoy""Was hat eine Frau von der Treue?"

Dagmar Manzel und das Ensemble der Komischen Oper Berlin, 2013 in Barrie Koskys Inszenierung von "Ball im Savoy" (imago / POP-EYE)

Warum bin ich verliebt in dich? Bist du mir treu? Diese und weitere durchaus existentielle Fragen werden in der Operette "Ball im Savoy" von Paul Abraham verhandelt. Das eindeutig-zweideutige Erfolgsstück von einst wird heute gespielt, schräger denn je.

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Ludwig van Beethovens Klaviersonaten op. 31Fülle der Emotionen

Hinter sich das Postamt der gewesenen Bundeshauptstadt Bonn, vor sich die Musik der Zukunft: Ludwig van Beethoven (imago / imageBROKER / Stefan Ziese)

Mit dem 19. Jahrhundert begann für Ludwig van Beethoven der Aufbruch in eine neue Ära. Seine drei Klaviersonaten op. 31 – darunter die "Sturm-Sonate" – sind Experimentierfelder des Poetischen und beschwören die Romantik herauf.

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Der Dirigent Sir John Barbirolli (1899-1970)Musikalische und menschliche Wärme

Als Dirigenten auch bei Proben mit Fliege auftraten: Sir John Barbirolli am Pult der Royal Albert Hall, 1953 in London (imago / United Archives International)

Sir John Barbirolli, englischer Dirigent mit italienischen Wurzeln, war ein großer Musiker seiner Zeit. Ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod ist er etwas in Vergessenheit geraten. Sein ausuferndes diskographisches Vermächtnis ist neu zu entdecken.

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Das Cellokonzert von Paul HindemithZwischen Wahnsinn und Anpassung

Mit Streichinstrumenten kannte er sich aus: Der Komponist, Bratschist und Dirigent Paul Hindemith (imago / Photo 12)

Es ist ein europäisch-amerikanisches Werk, ungewöhnlich farbenreich, wechselnd zwischen lyrischen und martialischen Passagen. Paul Hindemiths Cellokonzert von 1940 ist ein Zeitdokument, dessen Musik noch heute fasziniert.

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Giuseppe Verdis Oper "La forza del destino"Macht des Schicksals, Übermacht der Erinnerung

Keine Lust auf Oper: Trotzdem schuf Giuseppe Verdi auch in späteren Jahren Meisterwerke für die Bühne (imago / Leemage)

Eine Geschichte von Flucht, Vergeltung, Liebe und Tod. Ein Leben zwischen Kloster und Schlachtfeld. Logik? Nebensache. Ideale Voraussetzungen für die Opernbühne: "Die Macht des Schicksals" ist ein Meisterwerk von Giuseppe Verdi.

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Beethovens Streichquartett op. 130/133Musik mit viel Charme, Humor und Sinnlichkeit

Die Musik gegen alle Widerstände durchgesetzt: Ludwig van Beethoven (imago / bonn-sequenz)

Krank und verworren, verständlich wie Chinesisch: Beethovens Zeitgenossen bedachten seine Große Fuge mit heftigen Schmähungen. Heute gilt sie als Monument der Klassik, genauso wie das Streichquartett op. 130, für das sie eigentlich komponiert wurde.

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Liederzyklus "La bonne chanson" von Gabriel FauréSkandalös sanft

Historisches Foto des jungen Komponisten mit kleinem, dunklen Schnauzbart, sich auf einen kleinen Sockel stützend. (Getty Images / Hulton Archive)

"La bonne chanson" – das gute Lied, das schlichte Lied: Gabriel Faurés Zyklus nach Gedichten von Paul Verlaine gehört zu den Höhepunkten französischer Liedkunst - Liebeslieder, gewidmet einer Bankiersgattin. In Deutschland ist das Werk noch zu entdecken.

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Die Geigerin Alice HarnoncourtMutter und Herz des Orchesters

Der Dirigent und Cellist Nikolaus Harnoncourt und die Geigerin Alice Harnoncourt in einer frühen Aufnahme (Privat / Residenz-Verlag)

Ein Orchester als Lebenswerk und weit mehr als das: Gemeinsam mit ihrem Mann Nikolaus Harnoncourt hat die Geigerin Alice Harnoncourt die Beschäftigung mit Musik in Theorie und Praxis verändert.

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Lieder von Sergej Rachmaninow"Des Abends dunkle Schleier"

Klagen einer verwundeten Seele: Der Komponist Sergej Rachmaninow (1873-1943) (imago / Ann Ronan Picture Library)

Sergej Rachmaninow: Der Name des russischen Komponisten steht für höchste Klavier-Virtuosität, für schwelgerische Spätromantik. Aber er war auch ein Meister des intimen Kunstliedes, das diesen Klischees nicht unbedingt entspricht.

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Beethovens Klavierfantasie op. 77 und Chorfantasie op. 80Groß in der Geste, frei in der Form

Wenn der Töne Zauber walten: Ludwig van Beethovens "Chorfantasie" feiert die verbindende Kraft der Musik (imago / Jule Berlin)

Beethoven spontan: Wie klang es, wenn der Meister selbst am Klavier in die Tasten griff? Die Klavierfantasie und die sogenannte Chorfantasie geben einen Eindruck von Beethovens Improvisationskunst.

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Die "Alpensinfonie" von Richard StraussKomponieren, wie die Kuh Milch gibt?

Kochelsee mit Herzogstand und Heimgarten, Ausblick vom Stutzenstein in Oberbayern (imago / imageBROKER / Martin Siepmann)

Den Alpen verdankt sie ihren Namen, dem "Anti-Christ" ihre Idee: Die "Alpensinfonie" von Richard Strauss ist ein Werk zwischen Nietzsche und der Natur, zwischen Romantik und Moderne.

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Gustav Leonhardt und die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian BachZur Gemütsergötzung

Feste Überzeugungen, noch festerer Krawattenknoten: der Cembalist, Organist und Dirigent Gustav Leonhardt (1928-2012) (imago)

Zur "Gemütsergötzung" waren sie gedacht, als Zeitvertreib eines schlaflosen Menschen sollen sie gedient haben – und dank legendärer Aufnahmen sind sie aus der Musik nicht hinwegzudenken: Die "Goldberg-Variationen" von Johann Sebastian Bach.

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Georg Friedrich Händels Oper "Alcina"Die verlassene Zauberin

Die Schriftstellerin Donna Leon (imago / Brigani Art / Heinrich)

Kein Fall für Commissario Brunetti, sondern einer für seine Schöpferin, die Schriftstellerin Donna Leon. Ihre ganze Liebe gilt den Opern von Georg Friedrich Händel, etwa der verlassenen Zauberin, um die es in der "Alcina" geht.

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Die "Sonnenquartette" von Joseph HaydnStrahlende Streicher

Porträt des Komponisten Joseph Haydn (1732-1809), um 1800 (imago)

Joseph Haydns rund 80 Streichquartette legen eine weite Strecke zurück, von der kleinen Musik für das adelige Gartenfest zum musikalischen Bekenntnis geistigen Adels. Ein Meilenstein auf dem Weg dahin sind die "Sonnenquartette" op. 20.

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