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Kulturnachrichten

Samstag, 23. November 2019

"International Music Award" für Sting und Rammstein

Mit einem Auftritt von Rock-Weltstar Sting als Schluss- und Höhepunkt hat der neue Popmusik-Preis "International Music Awards" (IMA) in Berlin Premiere gefeiert. Der 68-jährige Brite wurde am Freitagabend für sein Lebenswerk als Frontmann von The Police und als Solokünstler mit dem "Hero"-Award ausgezeichnet. Sting erhielt den Preis unter großem Publikumsjubel von Deutschrock-Legende Udo Lindenberg, der zuvor selbst für seine politische Haltung mit dem "Courage"-Preis geehrt worden war. IMA-Auszeichnungen gingen auch an Rammstein, die Soulsängerin Lizzo, den Anti-Brexit-Aktivisten Slowthai und die erst 17-jährige US-Newcomerin Billie Eilish. Der IMA löst den Musikpreis "Echo" ab, der im vergangenen Jahr wegen eines Eklats um die Rapper Kollegah und Farid Bang eingestellt worden war. Sie waren für ein Album ausgezeichnet worden, das als judenfeindlich kritisiert wurde.

Maria Adorf mit Filmpreis ausgezeichnet

Der Schauspieler Mario Adorf ist mit dem Hauptpreis des 33. Internationalen Filmfestivals Braunschweig ausgezeichnet worden. Die Festivalmacher ehrten ihn damit für seine herausragenden darstellerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur, hieß es. Die Auszeichnung "Die Europa" ist mit 20.000 Euro dotiert. Der "Weiße Löwe", der Lebenswerkpreis des Festivals für einen Filmkomponisten, ging an Helmut Zerlett. Er hat nach Angaben der Festival-Macher die Musik zu bislang 22 Spielfilmen, 28 TV-Filmen und mehr als 90 TV-Serienerfolgen komponiert. Den Publikumswettbewerb um den besten europäischen Debüt- oder Zweitfilm gewann die belgische Regisseurin Anke Blondé mit "The Best of Dorien B.".

Für einen Tag Chefin bei der BBC

Die Umweltaktivistin Greta Thunberg darf für einen Tag Chefin beim britischen Sender BBC sein. Die 16-Jährige ist eine von fünf Personen, die zwischen dem 26. Dezember und Silvesterabend für das Radio 4-Programm verantwortlich sind. Greta hat dafür bereits Berichte aus der Antarktis und Sambia sowie ein Interview mit dem Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, in Auftrag gegeben. Zu den weiteren Teilnehmern gehört auch die Vorsitzende Richterin Brenda Hale vom obersten britischen Gericht, die die Parlamentsschließung von Premierminister Boris Johnson kurz vor dem geplanten Brexit für verfassungswidrig erklärt hat. Außerdem beteiligen sich an der Aktion der mit dem Turner-Preis ausgezeichnete Künstler Grayson Perry, der Rapper und Wortakrobat George The Poet und BBC-Kritiker Charles Moore.

Forscher entdecken mumifizierte Löwenbabys

Archäologen haben in Ägypten eine Grabkammer mit mehr als 75 Katzenstatuen und zahlreichen mumifizierten Tieren gefunden, darunter vermutlich erstmals auch Löwenbabys. Die fünf mutmaßlichen Löwenmumien stammten aus dem siebten Jahrhundert vor Christus, teilte das zuständige Ministerium mit. Die Grabkammer sei in der bekannten Nekropole Sakkara am Nil gefunden worden, in der Hunderttausende Tiere geopfert und in Gräbern deponiert wurden. Wenn sich die vorläufigen Untersuchungen bestätigten, wäre es das erste Mal, dass mumifizierte Löwenbabys in Ägypten gefunden worden seien. Im Jahr 2004 hatten Forscher mit dem Fund des kompletten Skeletts eines älteren männlichen Löwen nachgewiesen, dass die Raubkatzen in der Spätzeit eine Rolle im Kult der alten Ägypter spielten.

Baron Cohen kritisiert politische Werbung auf Facebook

Der britische Schauspieler Sacha Baron Cohen hat den Facebook-Konzern für seinen Umgang mit politischer Werbung scharf kritisiert. "Solange du bezahlst, wird Facebook alle politischen Anzeigen schalten, die du willst - auch wenn sie Lügen enthalten", sagte Cohen auf einer Konferenz über Hassrede und Antisemitismus in New York. Hätte es in den 1930er Jahren schon Facebook gegeben, hätte Adolf Hitler dort problemlos antisemitische Werbeanzeigen schalten können, so Cohens drastisches Beispiel. Ausgehend von dieser "absurden Logik" hätte Facebook den Diktator selbst 30-Sekunden-Werbevideos für seine "Endlösung der Judenfrage" veröffentlichen lassen, verkündete der 48jährige, der für seine provokanten Aussagen bekannt ist. Er appellierte an den US-Konzern, Werbeanzeigen vor ihrer Veröffentlichung auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Cohen habe die Grundsätze des Online-Netzwerks "verdreht" dargestellt, ließ derweil Facebook verlauten.

Künstler Mack wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe

Der Künstler Heinz Mack wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe des verurteilten Kunstberaters Helge Achenbach. Es geht dabei um einen verheerenden Brand in Macks Atelierhaus vor 35 Jahren, bei dem sowohl Werke von Mack, als auch seinen berühmten Künstlerfreunden beschädigt wurden. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur räumte der 88jährige zwar Fehler im Umgang mit den beschädigten Werken ein, die er eigenhändig restaurierte und verkaufen wollte, erklärte aber gleichzeitig, dass er sich persönlich nichts vorzuwerfen habe. "Wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann dass ich die Restaurierungsarbeiten nicht auf den Werken vermerkt habe. Das bedaure ich heute zutiefst", so Mack. Achenbach hatte einige Arbeiten Ende der 80er Jahre von Mack gekauft, sie ihm dann aber wegen Zweifeln an der Echtheit zurückgegeben. Zugleich wies Mack Verdächtigungen zurück, wonach er spätere Arbeiten auf die 60er bis 70er Jahre zurückdatiere. Kunst aus jener Zeit von der Düsseldorfer Gruppe "ZERO", zu der auch Mack gehörte, erzielt auf dem Markt hohe Preise.

Michelangelo-Statue wird vor Publikum restauriert

Die Marmorstaturen der "Pietà" von Michelangelo im Museo dell’Opera del Duomo in Florenz werden vor den Augen der Besucher restauriert. Dies teilte die Gruppe "Friends of Florence" mit, die die Restauration finanziert. Über die Jahrhunderte sei das Werk durch Ablagerungen und Wachsrückstände verschmutzt worden. Die Restauratoren arbeiten auf einer Bühne rund um die Statue, so dass die Museumsbesucher die Arbeiten beobachten und sich gleichzeitig mit der Geschichte der Statue auseinandersetzen können. Die Skulpturengruppe zeigt Jesus Christus, nachdem er vom Kreuz genommen wurde, gestützt von der Jungfrau Maria, Maria Magdalena und einem gealterten Nikodemus, der Michelangelo ähnlich sieht. Die Restaurationsarbeiten werden voraussichtlich bis zum Sommer 2020 dauern.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Greta Thunberg

In Düsseldorf ist am Abend der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen worden. Bei der Gala mit rund 1.200 Gästen wurde auch die Schwedin Greta Thunberg geehrt. Die 16-Jährige erhielt einen Sonderpreis für ihr Klimaschutz-Engagement. Als besonders nachhaltig wirtschaftende Unternehmen wurden unter anderem die "fischerwerke" aus Waldachtal der Tofu-Produzent "Taifun-Tofu" aus Freiburg. Die "Alnatura Arbeitswelt" in Darmstadt erhält den Nachhaltigkeitspreis für Architektur. Sieger bei Städten und Gemeinden sind in diesem Jahr Osnabrück, Aschaffenburg und Bad Berleburg. Verliehen wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis von der gleichnamigen Stiftung. Diese wird getragen von der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Gerichte erlauben NPD-Kundgebung in Hannover

Die NDP-Demo gegen Journalisten in Hannover darf stattfinden. Das zuständige Verwaltungsgericht gab am Freitag einem Eilantrag der rechtsextremen Partei statt. Die Polizei hatte zuvor das Verbot verhängt und legte jetzt wieder Einspruch gegen die Gerichtsentscheidung ein. Doch das Landgericht Lüneburg lehnte am Abend in einer Eilentscheidung das Verbot ebenfalls ab. Anhänger der NPD wollen am Samstag gegen Journalisten demonstrieren, die schwerpunktmäßig über das rechtsextreme Milieu in Deutschland schreiben. Im Demonstrationsaufruf auf ihrer Internetseite führt die NPD Niedersachsen dazu zehn Journalisten namentlich auf.

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