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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 24.11.2017

Integration durch Literatur?Autoren unterrichten Flüchtlinge

Von Ralph Gerstenberg

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Darek, ein syrischer Flüchtling, dessen Asylantrag in Deutschland bewilligt wurde, steht am 14.04.2016 in einem Integrationskurs (BAMF-Kurs) an der inlingua Sprachschule Hannover (Niedersachsen).  ( Julian Stratenschulte/dpa)
Integrationskurs: Vokabeln pauken nach der Flucht. ( Julian Stratenschulte/dpa)

Menschen, die alles verloren haben, Vokabeln beibringen? Autoren wie Christiane Rösinger, Jasna Zajèek und Gregor Hens haben das versucht. Nun schreiben sie über ihre Erfahrungen als Deutschlehrer für Flüchtlinge.

Die Sprache ist der Schlüssel zur Integration, heißt es. Doch wie kann man Menschen zum Spracherwerb motivieren, deren Aufenthaltsstatus und Zukunft ungewiss sind? Wie bringt man Flüchtlingen, die alles verloren haben, Vokabeln und Orthografie bei? Welche kulturellen Brücken sind zu überwinden?

Unter den Freiwilligen, die ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen, um Geflüchteten das Ankommen in der hiesigen Gesellschaft zu erleichtern, sind auch professionelle Spracharbeiter, Autorinnen und Autoren wie Christiane Rösinger, Jasna Zajèek oder Gregor Hens, die nun in ihren Büchern und Artikeln über ihre Erfahrungen in den Sprachkursen berichten. Die syrische Autorin Rasha Abbas hingegen macht in ihrem Erzählband "Die Erfindung der deutschen Grammatik" Verbesserungsvorschläge für die Lehrpläne von Integrationskursen.

Das vollständige Manuskript zur Sendung finden Sie hier

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