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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 02.11.2016

Insolvenz von KTG AgrarGroßer Appetit auf Ackerland

Von Agnes Handwerk

Ein Schild auf einem Feldstein weist in Oranienburg (Brandenburg) auf die Niederlassung der KTG Agrar SE hin.  (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
Ein Schild auf einem Feldstein weist in Oranienburg (Brandenburg) auf die Niederlassung der KTG Agrar SE hin. (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)

Als KTG Agrar im Juni dieses Jahres die fälligen Zinszahlungen für das Biowertpapier II nicht aufbringen kann und nach Wochen des Hinhaltens beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz anmeldet, stellt sich heraus, dass das Unternehmen mit 394 Millionen Euro überschuldet ist. Erst zu diesem Zeitpunkt widerruft der Wirtschaftsprüfer, die renommierte Kanzlei Möhrle & Partner, sein Testat für den Konzernabschluss für 2015.

Mit der Pleite von KTG Agrar rückt die Bodenpolitik der Landesregierungen und des Bundes in den Fokus. Es gibt viele Investoren, die mit Landwirtschaft eigentlich nichts zu tun haben, die aber bereits große Flächen in Ostdeutschland besitzen und noch mehr kaufen wollen. Ein Gesetz zur Begrenzung von Besitz an Boden ist längst überfällig.

Die Felder von KTG bei Karft sind abgeerntet. Die Zech Stiftung wird die neue Saat einbringen! Bund und Länder beschreiben in ihrem agrarpolitischen Leitbild, sie wollten mittelständische landwirtschaftliche Betriebe unterstützen. Gleichzeitig lassen sie mit dem Fall KTG Agrar die Gelegenheit zu handeln, ungenutzt verstreichen. Investoren, die das Kapital haben, landwirtschaftliche Betriebe aufzukaufen, haben freie Hand.

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