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Fazit | Beitrag vom 20.07.2019

Initiative gegen RechtsruckZusammenkommen auf ostdeutschen Marktplätzen

René Hahn im Gespräch mit Eckhard Roelcke

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Demonstrat hält Plakat hoch: "Menschenrechte statt rechte Menschen" (imago images / VIADATA / Holger John)
Nach den Kommunalwahlen in Sachsen habe die Spendenbereitschaft für die Initiative zugenommen, sagt René Hahn: "Weil viele Menschen gesagt haben: Wir müssen in irgendeiner Form jetzt aktiv sein." (imago images / VIADATA / Holger John)

In Brandenburg, Sachsen und Thüringen sind in den nächsten Monaten Landtagswahlen. Da gerade in diesen Ländern rechte Parteien stark sind, hat sich die Initiative #WannWennNichtJetzt gebildet. Sie will vor allem Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Zwölf Orte in Brandenburg, Sachsen und Thüringen wird die Initiative #WannWennNichtJetzt besuchen. Der Start der Kampagne war in Zwickau. Die Idee: Auf dem Marktplatz von kleinen Orten, sollen Menschen zusammenkommen und sich austauschen. Mitorganisator René Hahn erklärt, man wollte nicht nur in Großstädte, sondern vor allem auch in die Provinz:

 "Und wir sind auf die Menschen in den Orten zugegangen, haben uns mit ihnen hingesetzt, damit es nicht einfach nur eine Veranstaltung wird, die man irgendwohin exportiert, sondern man miteinander gesprochen hat."

Diskussionen, Lesungen, Konzerte

So sind für jeden Ort individuelle Programme entstanden. In Zwickau gab es ein Fußballturnier, den "United Colours Streetsoccer Cup" und verschiedene Konzerte, Lesungen und Diskussionsrunden, unter anderem zu Themen wie der Treuhand.

"Wir hatten auch eine Diskussion zu Gewalt und Hooligans im Fußball und was man da gesellschaftlich tun kann. Und viele Redebeiträge von regionalen und überregionalen Initiativen, um den Menschen zu zeigen: 'Guckt mal: Es gibt ganz viele Möglichkeiten, wo ihr euch einbringen könnt'", erklärt Hahn.

Miteinander friedlich diskutieren

Wichtig ist den Organisatoren vor allem, dass Menschen mit verschiedenen Ansichten miteinander ins Gespräch kommen. René Hahn ist zuversichtlich, dass das in Zwickau schon mal geklappt hat. "Es waren nicht nur Menschen da, die uns positiv gesonnen sind, sondern das schon skeptisch sehen."

Finanziert werden die zwölf Tage in zwölf Städten von Fördermitteln und einer Crowdfunding-Kampagne, die mehr als 60.000 Euro zusammenbrachte. "Nach den Kommunalwahlen in Sachsen, wo die AfD noch mal deutlich zugelegt hat, hat die Spendenbereitschaft deutlich zugenommen, weil viele Menschen gesagt haben: Wir müssen in irgendeiner Form jetzt aktiv sein", so Hahn.

(nho)

Am 27.7.2019 findet der nächste Aktionstag in Bautzen statt. Die Sendung "Fazit" sendet dann live aus der Stadt.

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